Unser Palliativ-Konzept

Auf der Palliativstation versorgen wir Patient*innen mit einer nicht heilbaren, progredienten Erkrankung, deren Krankheitszustand eine Krankenhauseinweisung zur Symptomkontrolle nötig macht. 

Die Palliativstation steht für eine ganzheitliche Behandlung der Patient*innen

  • Bei der medizinischen Behandlung steht die Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Luftnot, Übelkeit, Erbrechen, Angst u.ä. im Vordergrund.
  • Um allen körperlichen, psychischen, sozialen und religiösen Aspekten des Menschen Rechnung zu tragen, trifft sich das multiprofessionelle Team bestehend aus Ärzt*innen, Pflegenden, Physiotherapeut*innen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen und Seelsorgenden 1 x wöchentlich zur Teambesprechung.
  • Die Patient*innen werden individuell nach ihren Bedürfnissen von den verschiedenen Berufsgruppen betreut.
  • Komplementär wird das Angebot durch Aromatherapie, Musik- ,Kunst- Gestaltungstherapie, Entspannungstherapien , Basale Stimulation u. v. m. ergänzt.
  • Ziel ist die größtmögliche Selbstbestimmung der Patient*innen, die mit Hilfe der Angebote ihren eigenen Weg gehen können.
  • Die Einbeziehung der Angehörigen stellt eine wichtige Säule unserer Arbeit dar.

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben

  • Nicht das Sterben, sondern die Qualität des verbleibenden Lebens steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
  • Dem Wohlbefinden der Patient*innen in einem oft körperlich und psychisch sehr reduziertem Zustand dient eine entspannende und ruhige Atmosphäre, die durch die sanfte Stimulierung aller Sinne (Licht, Geruch, Geräusche, Musik, Geschmack, Körpergefühl) unterstützt wird.
  • Bewegung trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei und wird nach dem kinästhetischen Konzept ausgeführt, da dieses die eigene Bewegungserfahrung aktiviert und sowohl für Pflegende wie für Patient*innen eine schonende Form der Unterstützung darstellt.
  • Für Angehörige stellt die Kinästhetik eine praktische Hilfe im Umgang mit den Patient*innen für die häusliche Pflege dar.
  • Die Patient*innen können ihrer eigenen Tagesstruktur nach ihrem Befinden nachgehen.

Nicht das medizinisch-technisch Machbare steht im Vordergrund, sondern das medizinisch-ethisch Vertretbare

  • Auf belastende Therapiemaßnahmen wird bewusst verzichtet.
  • Tägliche Fallbesprechungen zwischen mindestens drei Berufsgruppen helfen, die Symptome der Krankheit und die Bedürfnisse der Patient*innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und Lösungen zu entwickeln.
  • In einer wöchentlichen multidisziplinären Teambesprechung besprechen wir ethisch schwierigen Fragen. 

Der Tod trennt vom Leben, nicht aber von der Beziehung

  • Den sterbenden Patient*innen und ihren Angehörigen wird die Möglichkeit gegeben, verschiedene Abschiedsformen und –rituale zu praktizieren. (Symbole, Lieder, Gebete, Gewohnheiten...)
  • Über den Tod der Patient*innen hinaus werden den Angehörigen Hilfen zur Trauerbewältigung und Erinnerung, auch in Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam, gegeben. (z. B. Gedenkgottesdienste)
  • Auch das Team der Palliativeinheit entwickelt Rituale, die für den eigenen Umgang mit dem Thema Sterben und Tod hilfreich sind und die Achtung vor dem Leben und dem Tod ausdrücken.
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