Klinik für Pneumologie im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln

+++ Aktueller Hinweis +++

Liebe Patient*innen, liebe Kolleg*innen,

eine zunehmende Zahl von Ärzt*innen und auch Patient*innen mit Krebserkrankungen sind beunruhigt, dass die Diagnostik und Behandlung von Tumorerkrankungen aufgrund der COVID-19-Pandemie möglicherweise nicht auf optimalem Niveau durchgeführt werden kann.

Das Lungenkrebszentrum Osnabrück hat hierauf reagiert und kann die Betreuung der Betroffenen auch in der aktuellen Situation weiter sicherstellen. Die Betreuung und Versorgung in allen Abteilungen erfolgt unter entsprechend hohen Sicherheitsvorkehrungen, über die die Patient*innen vor Aufnahme oder Vorstellung informiert werden.

In den vergangenen Wochen wurden einige Patient*innen für einen begrenzten Zeitraum im Franziskus-Hospital Harderberg betreut. Aktuell erfolgen alle ambulanten und stationären Behandlungen der Thoraxchirurgie und der Pneumologie wieder im Krankenhaus St. Raphael in Ostercappeln.

Wir hoffen, dass Sie, Ihre Mitarbeitenden und natürlich unsere Patient*innen gut durch diese Zeit kommen. Bleiben Sie gesund!

Dr. Christoph Hünermann

Verwurzelt in der Inneren Medizin und in enger Verzahnung mit der Thoraxchirurgie bietet die Pneumologie im Lungenzentrum Ostercappeln als fachlich unabhängige Abteilung eine an wissenschaftlichen Leitlinien und am christlichen Menschenbild ausgerichtete medizinische Versorgung für lungenkranke Menschen an.

Es werden 25 Betten auf zwei Stationen vorgehalten und es findet eine sehr enge Kooperation mit der Klinik für Thoraxchirurgie und thorakale Endoksopie statt, was sich in der täglichen gemeinsamen Arbeit unter dem Dach eines interdisziplinären Lungenzentrums ausdrückt.

Unsere Philosophie

- zeitnahe stationäre Aufnahme (im Regelfall innerhalb von 3 bis 7 Tagen)

- notfallmäßige Aufnahme jederzeit

- sehr enge Kooperation mit der Klinik für Thoraxchirurgie unter dem Dach des Lungenzentrums

- ganzheitliche Behandlung

- interdisziplinäre Zusammenarbeit mit u.a. den niedergelassenen Lungenärzten, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Kardiologen

- Aufklärung / Gespräche in ruhiger Atmosphäre, idealerweise im Beisein der Angehörigen

Geschichte

Die Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin ist seit 2008 eine eigenständige bettenführende Abteilung. Ins Leben gerufen und strukturell weiterentwickelt wurde die Abteilung damals durch die beiden Lungenärzte Bernd Roß und Christoph Hünermann. Es hat sich eine inzwischen überregional bekannte Klinik entwickelt, in der jährlich ca. 2000 Patienten stationär behandelt werden. Es wird ein nahezu komplettes Spektrum, einschließlich invasiver Verfahren, wie z.B. die Lungenvolumenreduktion durch Ventile und Coils, angeboten.

Struktur

Die pneumologischen Patienten werden in der Regel auf einer gemeinsamen Station betreut. Hier werden sie pflegerisch und medizinisch orientiert an den aktuellen Leitlinien durch fachspezifisch geschultes Personal versorgt. Seit 2014 sind auch Atemtherapeuten Teil des Teams; deren Aufgabe ist u.a. die Anpassung von Masken zur Einleitung einer nichtinvasiven Beatmung ( häusliche Beatmung ), desweiteren unterstützen sie bei der Patientenschulung im Hinblick auf die verschiedenen Inhalationssysteme.

Die täglichen Visiten werden durch die Stationsärzte durchgeführt, wobei jeder Patient am Tag der Aufnahme auch von einem Facharzt gesehen wird. Es findet wöchentlich mindestens eine Visite durch die Oberärztinnen und einmal in der Woche durch den Chefarzt statt. Unabhängig davon, besteht nach Absprache immer die Möglichkeit zu Gesprächen mit den ärztlichen Mitarbeiter.

In den 2013 neu errichteten Räumen der Endoskopie werden die Untersuchungen der Atenwege durchgeführt, wobei alle gängigen Verfahren vorgehalten werden. Aufwändigere Verfahren, wie z.B. der endobronchiale Ultraschall oder die starre Bronchoskopie, werden in den OP-Räumen durchgeführt, welche ebenfalls auf dem modernsten technischen Stand sind.

Auf der von allen Abteilungen genutzten Intensivstation werden beatmetete und / oder schwerer kranke Patienten behandelt. In Planung ist ein sogenanntes Weaningzentrum. In diesem Zentrum sollen langzeitbeatmete Patienten von der künstlichen Beatmung abtrainiert werden, damit sie möglichst selbständig wieder in die häusliche Umgebung entlassen werden können.

Interdisziplinäres LungenZentrum

Die Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin bildet gemeinsam mit der Klinik für Thoraxchirurgie das interdisziplinäre LungenZentrum. Hier findet eine sehr enge Kooperation statt, so dass eine optimale Versorgung der Patienten gewährleistet ist. Im Rahmen täglicher gemeinsamer Besprechungen findet eine Planung im Hinblick auf die Diagnostik und Therapie der Patienten statt.

Der interdisziplinäre Gedanke findet sich auch in den zweimal wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen wieder. Hier werden gemeinsam mit u.a Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Radiologen und Nuklearmedizinern sinnvolle Therapiekonzepte für alle Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Brustkorbs ( Lunge, Bronchien, Rippenfell, Metastasen ) erstellt und zeitnah umgesetzt.

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