Vorgeburtliche Diagnostik

Pränataldiagnostik und Pränatal-Sprechstunde:


Liebe werdende Eltern, 

falls Sie Zwillinge erwarten oder in Ihrer Schwangerschaft Risiken wie zum Beispiel Steißlage, Zuckerkrankheit oder Schwangerschaftshochdruck bestehen, so können wir Sie in einer speziellen Pränatalsprechstunde beraten. Wir empfehlen in jedem Fall eine vorherige Vorstellung, wenn ein Kaiserschnitt geplant werden soll.

In unserer Sprechstunde für Pränataldiagnostik werden spezielle Ultraschalluntersuchungen und invasive Eingriffe durchgeführt. 

Hierzu steht uns ein Hochleistungsultraschallgerät der neuesten Generation mit einer 4D-Matrix Sonde zur Verfügung.

Dr. Silke Lampe und Dr. Petra Blümel führen diese Untersuchungen bei uns für stationäre und ambulante Patientinnen durch. Sie haben eine spezielle Zusatzausbildung (DEGUM II) und arbeiten eng mit den Pädiatern des Christlichen Kinderhospital Osnabrück (CKO) zusammen.

Bei der vorgeburtlichen Diagnostik gibt es Untersuchungsergebnisse, die die werdenden Eltern sehr belasten können. In solchen Situationen bieten wir Unterstützung durch unseren hauseigenen psychologischen Dienst und die Krankenhausseelsorge an. Insbesondere auch für die weitere ambulante Betreuung und Beratung arbeiten wir eng mit dem Sozialdienst katholischer Frauen zusammen.

Das Christliche Kinderhospital Osnabrück ist eine der größten und modernsten Kinderkliniken in Niedersachsen, so dass die hier geborenen Kinder auch nach der Geburt optimal versorgt werden können, ohne dass sie von der Mutter getrennt werden müssen.

 

In der Sprechstunde für Pränataldiagnostik werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

Ultraschalluntersuchungen

1. Ersttrimester-Screening

 

Beim Ersttrimmester-Screening erfolgt eine frühe Untersuchung der Organe des Ungeborenen bereits in der 12.-14. Schwangerschaftswoche (SSW), außerdem können über eine Beurteilung der so genannten "Nackentransparenz", einer Flüssigkeitsansammlung im Nacken des Ungeborenen, Hinweise auf eine angeborene Chromosomenstörung (Gendefekte) oder eine schwere Organfehlbildung gefunden werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, 2 Parameter (Kenngrößen) aus dem mütterlichen Blut zu bestimmen (freies ß-HCG und PAPP-A) und diese in die Risikobestimmung mit einfließen zu lassen. 

2. Differenzierte Organdiagnostik und Echokardiographie (Herzultraschalluntersuchung)

In der 20.-22. SSW sind die Organe des Ungeborenen per Ultraschall am besten zu beurteilen, außerdem kann durch eine Durchblutungsmessung der Gebärmuttergefäße das Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) bestimmt werden und gegebenenfalls eine Therapie begonnen werden.

3. Dopplersonographie

Zum Beispiel bei Verdacht auf Mangelentwicklung des Kindes kann durch Durchblutungsmessungen per Ultraschall am Kind, Naberschnur und Gebärmutter der Grad der Gefährdung bestimmt und der optimale Entbindungszeitpunkt gefunden werden.

Invasive Techniken

1. Mutterkuchengewebsentnahme (Chorionbiopsie)

In der 11.-13. SSW kann bei Verdacht auf eine angeborene Chromosomenstörung des Feten (ungeborenen Kindes) Mutterkuchengewebe mittels einer Nadel durch die Bauchdecke gewonnen werden. Das Fehlgeburtsrisiko liegt bei 1%.

2. Fruchtwasseruntersuchung (Amnionzentese)

Mittels einer Nadel wird durch die Bauchdecke unter Ultraschall etwas Fruchtwasser gewonnen. Dadurch können die Chromosomen eines Kindes sicher bestimmt werden. Das Frühgeburtsrisiko beträgt ca. 0,5%.

Zurück zum Seitenanfang