Moderne Geräte für wegweisende Diagnosen

Röntgen

Röntgen

Mittels Röntgenstrahlung (ionisierende Strahlung, im engl. Sprachraum nach dem Vorschlag des Erstbeschreibers Konrad Röntgen auch als X-Strahlung bezeichnet) werden insbesondere die knöchernen Strukturen dargestellt. Klassische Röntgenbilder sind auch in der heutigen Medizin weiterhin unerlässlich als strahlungsarme und schnelle Methode der modernen Bildgebung. Insbesondere in der muskuloskelettalen Diagnostik ist sie unverzichtbar.

Aber auch zur Abbildung von Weichteilen findet das klassische Röntgen weiterhin Anwendung. Die Darstellung der Lunge erfolgt orientierend primär über Röntgenaufnahmen. Bei Auffälligkeiten oder Unklarheiten kann eine Schnittbildgebung ergänzt werden, z. B. mittels CT. 

Unsere volldigitalen Detektorsysteme ermöglichen dabei eine maximale Dosiseinsparung bei optimalen Bildern. Für Patienten, die nicht in unserer Abteilung erscheinen können, steht ein mobiles Röntgensystem zur Verfügung. 

 

Durchleuchtung

Neben der klassischen Bildgebung mittels Einzelaufnahmen mittels Röntgenstrahlung besteht die Möglichkeit, unter kontinuierlicher Durchleuchtung dynamische Prozesse im Körperinneren abzubilden. Beispiele hierfür sind Engstellen im Magendarmtrakt, z. B. in der Speiseröhre. Diese können ohne äußere Einwirkungen auftreten (Achalasie). Häufig erfolgt nach Operationen die erste Kontrolle des Schluckaktes unter Durchleuchtung. Hierzu wird ein röntgendichtes Kontrastmittel während der Untersuchung getrunken und der Verlauf im Gastrointestinaltrakt verfolgt. So können mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Moderne Durchleuchtungsanlagen arbeiten dabei durch verschiedene Techniken wie gepulste Aufnahmen äußerst Strahlungsarm. So ist es möglich sogar Kinder mit Hilfe dieser Technik zu untersuchen, etwa bei dem Verdacht auf Harnblasenentleerungsstörungen (Miktionspyelographie). Hier arbeiten wir in enger Kooperation mit dem an unser Haus angeschlossenen Christlichen Kinderhospital Osnabrück

Sonographie

Fast alle und vor allem oberflächliche Körperregionen sind dem strahlen- und nebenwirkungsfreien Ultraschall zugänglich. Es können zweidimensionale Bilder von Organen, Gefäßen, Muskeln und teilweise sogar Knochen angefertigt werden. Zur Beurteilung der Blutflussgeschwindigkeit und –richtung in den Arterien und Venen wird das Doppler- und Farbduplexverfahren eingesetzt. Neben ihrer Funktion als "Screening-Verfahren" (Erstdiagnose) dient die Sonografie etwa in der Brustkrebsdiagnostik als Ergänzungsmethode zu der mit Röntgenstrahlen arbeitenden Mammografie. Mit Hilfe eines über die betreffende Region geführten Schallkopfes werden Schallwellen in den Körper ausgesendet und dort je nach Gewebeart absorbiert oder reflektiert. Der Schallkopf empfängt die reflektierten Schallwellen, wandelt diese in Impulse um und übersetzt diese in 2-D-Bilder. Mit einer speziellen Ultraschallsonde ist bei uns zusätzlich eine dreidimensionale Darstellung möglich, etwa zur detailierten Darstellung von Raumforderungen. 

Computertomographie

Die Computertomographie (CT) ist eine der wichtigsten Untersuchungsmöglichkeiten in der modernen Medizin. Dieses diagnostische Verfahren zeigt Bilder aus dem Körperinneren, die weit mehr Information als klassische Röntgenaufnahmen enthalten. Abgelöst hat das CT das normale Röntgen jedoch nicht: Wie bei allen Verfahren hängt die Eignung der Methode von der jeweiligen Situation des Patienten und von der Fragestellung ab.

Die CT basiert auf einer Röntgentechnik, bei der eine Röntgenröhre um den Patienten kreist und scheibenartig durchstrahlt. Detektoren erfassen auf der gegenüberliegenden Seite die geschwächte Röntgenstrahlung. Mittels einer mathematischen Bildrekonstruktion kann die lokale Röntgenschwächung jedem Punkt in der Untersuchungsschicht zugeordnet exakt zugeordnet werden. Diese örtlichen Röntgenschwächungswerte werden in Dichten umgerechnet, in Graustufen kodiert und schließlich als Bild dargestellt.

Unsere modernen CT-Geräte ermöglichen dabei innerhalb von wenigen Sekunden die Darstellung des gesamten Körpers einschließlich der Organe und Blutgefäße. Diese Geschwindigkeit ist einer der großen Vorteile der CT. In Notfallsituationen, z. B. beim Schlaganfall, ist die Computertomographie aufgrund ihrer schnellen Verfügbarkeit und der raschen Untersuchungszeit Methode der ersten Wahl. Sie ist Standarduntersuchungsmittel bei Erkrankungen der inneren Organe, des Skelettsystems in der Traumatologie und Notfalldiagnostik und des Gehirns.

Unsere Geräte (Toshiba Aquilion Prime und Toshiba Aquilion CX mit 80- bzw. 64 Zeilen-Detektor) sind für Notfälle rund um die Uhr besetzt.

Auch die minimal-invasive CT-gesteuerte Intervention am Gerät unter Monitorkontrolle wird bei uns häufig angewandt und kann bei bestimmten Fragestellungen kleinere operative Eingriffe ersetzen. So können Eiteransammlungen im Körperinneren gezielt drainiert werden, ohne angrenzende Organe zu verletzen. Auch in der gezielten Schmerztherapie machen wir uns diese Möglichkeit zunutze.

Aufklärung und Fragen zur Krankheitsgeschichte sind Bestandteil der Untersuchung. Insbesondere sind bestimmte Risiken auszuschließen, die z. B. eine intravenöse Gabe jodhaltiger Kontrastmittel unmöglich machen. Viele Bauchuntersuchungen bedürfen einer bestimmten Vorbereitung: Um Darmschlingen und Strukturen im oder um den Darm besser abgrenzen zu können, wird häufig ein Kontrastmittel (positives Kontrastmittel) oder Wasser (negatives Kontrastmittel) zu trinken gegeben. Je nach Umfang der Untersuchung sollte dies fraktioniert bis zu einer Stunde gegeben werden, um sämtliche Darmabschnitte bis zum Enddarm gleichmäßig zu füllen.

Soll der Darm selbst dezidiert dargestellt werden, z. B. im Rahmen einer virtuellen Darmspiegelung (Koloskopie), so ist eine entsprechende Darmreinigung erforderlich.

Sofern eine intravenöse Kontrastmittelgabe notwendig und sinnvoll ist, wird vor der Untersuchung eine Verweilkanüle gelegt. Bei unserem schnellen Scanner ist eine maschinelle Injektion zwingend notwendig, um ein gleichbleibend gutes Ergebnis bzw. einen optimal auf die Fragestellung abgestimmten Kontrast zu erhalten.

Wichtige Infos vor der Untersuchung

  • Für die meisten Untersuchungen ist die Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels in eine Armvene nötig. Da dieses Kontrastmittel die Funktion von Nieren und Schilddrüse beeinflussen kann, sollte der einweisende Arzt die Funktion dieser Organe (bis zu 1 Woche vorher) kontrolliert haben. Bitte bringen Sie die Ergebnisse dieser (Blut)-Untersuchungen zu uns mit.
  • Falls Sie blutzuckerkrank sind und Medikamente einnehmen, die den Arzneistoff Metformin enthalten, ist es notwendig, diese mindestens 24 Stunden vorher abzusetzen und mit der Einnahme erst 48 Stunden nach der Untersuchung fortzufahren. Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt wird Sie gerne darüber informieren.
  • Natürlich stehen wir für entsprechende Fragen gerne für Sie zur Verfügung.

Magnetresonanztomographie

Das MR-Signal ist hauptsächlich durch den Gehalt an Wasserstoffkernen sowie den speziellen chemischen und physikalischen Eigenschaften des Gewebes geprägt, so dass man die Gewebe (z.B. Knochen, Nerven- und Muskelgewebe, Blut, Tumore) unterscheiden kann. Aus der Summe der Signale entstehen mittels komplizierter Berechnungsverfahren die Untersuchungsbilder. Der große Vorteil zur CT liegt bei dieser Untersuchungsmethode neben dem Verzicht auf ionisiernde Strahlung in der guten Darstellbarkeit der Weichteile.

Mit unseren voll ausgestatteten MRTs sind wir in der Lage, jede in Frage kommende Körperregion darzustellen. Dazu stehen uns ein Siemens Skyra mit 3T Magnetfeldstärke sowie ein Philips Archiva dStream mit 1,5 T Feldstärke zur Verfügung. Je nach Körperregion bietet mal das eine, mal das andere Vorteile in der Bildqualität. Aufgrund der schnellen Schaltvorgänge entstehen bei einer MR-Untersuchung die typischen, manchmal lauten Klopfgeräusche. Eine Serie davon nennt man Messsequenz. Eine Sequenz dauert zwischen wenigen Sekunden und einigen Minuten. Für die genaue Untersuchung eines Körperbereiches sind immer mehrere verschiedene Messsequenzen erforderlich. Sie müssen sich daher auf eine längere Verweildauer im MRT gegenüber der CT einrichten.

Für bestimmte Fragestellungen ist es notwendig, über die Vene ein Kontrastmittel zu applizieren. Diese sind heute gut verträglich. In einzelnen Fällen ist bei vorbestehender Niereninsuffizienz eine weitere Schädigung der Nieren nicht auszuschließen. Sprechen Sie uns gerne an.  

Patienten mit Metall-Fremdkörpern im Körper, wie z.B. Herzschrittmacher, implantierten Defibrillatoren, Granatsplittern und auch großflächigen Tätowierungen dürfen nicht ohne weiteres an einer MRT-Untersuchung teilnehmen. Bitte sprechen Sie uns an, wenn dieses auf Sie zutrifft. Es gibt aber inzwischen viele MR-gängige Fremdmaterialien einschließlich Herzschrittmacher-Systemen, bei denen von außen zugetragene Energiequellen das System nicht beeinflussen können und eine MRT-Bildgebung daher möglich ist.

Patienten mit bekannter Klaustrophobie oder Neigung zu Panikattacken sollten ebenfalls mit uns absprechen, welche Möglichkeiten bestehen, die Untersuchung trotzdem durchführen zu können.

Wichtige Hinweise zur Kernspintomografie

  • Nicht untersucht werden können Träger von Herzschrittmachern/Defibrillatoren,  älteren Aneurysma-Clips, älteren künstliche Herzklappen.
  • Träger von nach 2000 implantierten Gefäßclips und Herzklappen sollten bitte den Ausweis mitbringen, auf dem die genaue Bezeichnung, Art und Jahrgang vermerkt ist.   
  • Bitte informieren Sie unser Personal bei Tätowierungen oder verbliebenen Metallsplittern nach Kriegsverletzungen, sie können zu schwerwiegenden Verbrennungen führen.
  • Sonstige Piercings müssen vor der Untersuchung entfernt werden; viele Piercingstudios bieten Platzhalter an.
  • Ältere Kinder können zur Beruhigung eigene Musik-CDs mitbringen oder ihre Mutter oder Vater mit in den Untersuchungsraum nehmen.
  • Bei Kindern können wir für einen kurzen Schlummer sorgen (Sedierung oder Narkose), falls die Aufregung und Angst zu groß sind. Bitte setzen Sie sich in einem solchen Fall frühzeitig mit unserer Kinderklinik (Christliches Kinderklinikum Osnabrück) in Verbindung.

Angiographie

Die Angiographie, korrekt als Digitale Subtraktions-Angiographie (DSA) bezeichnet, wird vorrangig zur Blutgefäßdarstellung angewandt. Sie funktioniert ebenfalls mit Röntgenstrahlung. Bei dieser Technik wird zunächst ein natives Bild ohne Kontrastmittel (Ursprungsbild), danach ein Bild bzw. eine Serie mit Einsatz von Kontrastmittel (Füllungsbild) über den Katheterweg aufgenommen. Anschließend subtrahiert der Computer im Gerät das Ursprungsbild vom Füllungsbild, so dass nur die mit Kontrastmittel gefüllten Gefäße dargestellt werden. Besonderer Vorteil der Angiografie: Der Arzt kann während der Untersuchung direkt auch Eingriffe im Gefäß vornehmen. So können zum Beispiel verengte Gefäße aufgedehnt (sogenannte Angioplastie) und Blutgerinnsel aufgelöst oder ein Aneurysma entfernt werden.

Wir führen Angiographien des Kopfes, der Bauchorgane, sowie der Becken- und Beinarterien durch. Auch die Funktionalität von Dialyse-Shunts und Port-Systemen wird von uns überprüft. 

Hierfür verfügen wir über zwei moderne Angiographie-Anlagen, eine mit zwei Köpfen zur unmittelbaren Darstellung von Gefäßen in zwei Ebenen. Da diese Besonderheit insbesondere in der Angiographie der Gefäße des Kopfes Anwendung findet, ist die Anlage an unserem Standort Natruper Holz stationiert. Dort befindet sich unser Neurozentrum

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