Leistungsspektrum des Brustzentrums

Diagnostik und Gewebeproben

Sollte bei Ihnen ein auffälliger Befund an der Brustdrüse oder den Lymphknoten der Achselhöhle aufgetreten sein, bieten wir die Möglichkeit der weiteren Untersuchung und Abklärung an.

In den Sprechstunden des Brustzentrums werden regelhaft Ultraschalluntersuchungen der Brustdrüse und der Lymphknoten der Achselhöhle durchgeführt. Sollte sich hier der Verdacht auf einen gut- oder bösartigen Tumor erhärten, kann noch während der gleichen Untersuchung eine Gewebeprobe gewonnen werden. Dieses geschieht mittels einer kleinen Gewebeentnahme durch eine Punktionsnadel („Stanzbiopsie“), welche unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Zudem kann mittels Ultraschalluntersuchung auch eine Markierung auffälliger Befunde in der Brust oder den Lymphknoten erfolgen, um die Sichtbarkeit dieser Befunde im Verlauf einer Therapie sicherzustellen.

In der Sektion Bildgebende und minimal-invasive Mammadiagnostik können zudem Röntgenuntersuchungen der Brust (Mammographien) durchgeführt und extern erhobene Befunde mitbeurteilt werden.

In der „Radiologischen Konferenz“ werden vor jeder anstehenden Operation die Ergebnisse von Ultraschall und Mammographie abgeglichen, um somit das Ausmaß des Eingriffes möglichst genau festlegen zu können.

Sektion Bildgebende und minimal-invasive Mammadiagnostik

Die radiologische Diagnostik mit bildgebenden Verfahren und der Gewinnung von Gewebeproben aus der Brust unter Führung von bildgebenden Methoden stellen entscheidende Schritte auf dem Weg zu einer späteren erfolgreichen Behandlung von bösartigen und gutartigen Brusterkrankungen dar. Im Brustzentrum Osnabrück arbeiten mehrere Kooperationspartner zusammen, um eine moderne Behandlung von Brustpatientinnen auf höchstem Niveau zu erreichen.

Das ärztliche Team bilden die Leitende Oberärztin Gabriele Schrameyer sowie Radiologen aus dem Zentrum Radiologie. Sie alle sind auf die exakte Diagnose des Brustkrebses mit Mammographie, Ultraschall, Farbdoppler, Elastographie und MR-Diagnostik spezialisiert und können auf eine umfangreiche Erfahrung zurückgreifen.

Verdächtige Brustbefunde können u. a. in der Früherkennung mit Mammographie oder Ultraschall, bei klinischen Symptomen oder im Rahmen der Brustkrebsnachsorge auffallen. Mit minimal-invasiven Verfahren wie der Stanz- oder Vakuumbiopsie werden auf schonende Weise Gewebeproben aus der Brust entnommen, welche nachfolgend in der Pathologie (Chefarzt Prof. Dr. R. Krech) feingeweblich untersucht werden. 

Sanfte Medizin

Diese „sanfte Medizin“ erfolgt mit lokalen und, sofern erforderlich, stärkeren Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Unsere Patientinnen müssen daher keine Angst vor Schmerzen bei einem derartigen Eingriff haben. Die enge personelle Verzahnung der Ärzte aus Radiologie und Brustchirurgie führt dazu, dass bei jeder Patientin eine individuell optimale Abstimmung des diagnostischen und therapeutischen Konzeptes erfolgen kann. Die verdächtigen Gewebeveränderungen werden vor einer Brustoperation mit speziellen Drähten unter bildgebender Führung markiert, an denen sich der Operateur entlang tastet und so die Lokalisation ermittelt und eine komplette Entfernung der auffälligen Gewebeanteile sicherstellen kann. Das Operationspräparat wird zur Qualitätssicherung erneut geröntgt oder per Ultraschall analysiert, um die komplette Entfernung der Veränderungen sicherzustellen. Der  operative Eingriff wird am Vortag von allen beteiligten Ärzten in einer täglichen präoperativen Konferenz besprochen und geplant.

Kompetent und ausgezeichnet

Zuweiser können Frauen mit Spezialproblemen der Brust in den ambulanten Sprechstunden des Brustzentrums vorstellen. Auch internationale Patientinnen des onkologischen Zentrums unter Leitung von Prof. Atzpodien schätzen die Hilfe und die Kompetenz des Brustzentrums. 

Bei den Zertifizierungen und Re-Zertifizierungen durch OnkoZert wurde die sehr gute fachliche und räumlich barrierefreie Zusammenarbeit der Ärzte aus Radiologie und Senologie als besonderes Auszeichnungsmerkmal unter Deutschen Brustzentren hervorgehoben!

Behandlungsspektrum

 

Im Kontext mit den weiteren Kooperationspartnern umfasst das Behandlungsspektrum:

  • Hochauflösende digitale Mammographie (Siemens Inspiration) mit allen Spezialapplikationen und einer für die Mammographie optimal geeignete Betrachtungseinheit. Sämtliche im Brustzentrum durchgeführten Mammographien werden unabhängig von zwei hochspezialisierten Radiologen bewertet (Zweitbefundung)
  • Galaktographie (Milchgangsdarstellung mittels Kontrastmittel)
  • Stereotaktische (Siemens MammoTest) und sonographische Vakuumbiopsie, stereotaktische Drahtmarkierung und Clipeinbringung
  • Hochauflösender Ultraschall mit Doppler-Diagnostik und weiteren Funktionen wie harmonischer Bildgebung, Compounding, Panoramabild, Elastographie sowie Ultraschall-gesteuerter minimal-invasiver Interventionen einschließlich der Vakuumbiopsie
  • MR-Mammographie (Kernspintomographie) mit der zusätzlichen Möglichkeit der Probengewinnung mittels Biopsiespule und Vakuumbiopsie
  • Wächterlymphknoten-Biopsie (in Kooperation mit den Kollegen der Praxis Drewes & Partner)
  • Gewebeproben aus allen Organen in Kooperation mit anderen Ärzten aus dem Niels-Stensen-Zentrum für Radiologie

 

Indikationen zu einer Vorstellung im Brustzentrum umfassen

  • Brustsymptome wie z. B. ein unklarer Brustknoten oder Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze, Einziehungen der Brustwarze, neue Hauteinziehungen.
  • Zuweisung bei unklarem Sonographiebefund, Mammographie- oder MR-Befund.
  • Brustkrebs-Nachsorge.
  • Erhöhtes Brustkrebsrisiko, z.B. bei gehäuft familiärem Auftreten von Brustkrebs oder Eierstockkrebs, BRCA-Gen-Mutationsträger, atypischen Papillomen oder CLIS.
  • Kontrolle der BI-RADS-Kategorie bei Vormammographien.
  • Stadieneinteilung bei nachgewiesenen Krebsvorstufen oder Krebs der Brust. 

Notfall-Patienten können sich selbstverständlich jederzeit für eine zeitnahe gemeinsame Betreuung durch Radiologie und Senologie im Sekretariat des Brustzentrums melden. 

Die qualifizierten medizinisch-technischen Radiologie-Assistentinnen unter Leitung von Frau Susanne Bytof unterstützen die Radiologen kompetent und patientenorientiert bei Diagnostik und Biopsien. Die Beherrschung der komplexen Technologien und Verständnis für die Ängste und Sorgen unserer Patientinnen sind das Markenzeichen unserer Röntgenassistentinnen. 

Unser vordringliches Anliegen ist, dass die Patientinnen des Brustzentrums jeweils nach den aktuell modernsten diagnostischen Leitlinien qualitätsgesichert und mit Herz interdisziplinär betreut werden. Gemeinsam mit unserem kompetenten Team stehen wir für eine menschliche und zugewandte Medizin.

Regelmäßige Weiterbildungen

Die Weiterbildung der ärztlichen und nichtärztlichen Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert. Regelmäßig besuchen alle Mitarbeiter entsprechende Kongresse oder Fachweiterbildungen, um den strengen Voraussetzungen der Leitlinien als zertifiziertes Zentrum zu entsprechen.

Kontakt

Sekretariat Senologie

T 0541 502-3120
F 0541 502-3122
senologie-fhh@remove-this.nsk.de  

Sekretariat Radiologie

Frau Greve

Telefon: 0541/502-2775
Fax: 0541/502-2776
radiologie-fhh@remove-this.nsk.de 

Leitende Oberärztin

Ansprechpartnerin

Gabriele Schrameyer
Leitende Oberärztin

gabriele.schrameyer@remove-this.nsk.de 

Sektion Onkoplastik/Ästhetik

Unter dem Begriff Onkoplastik versteht man Operationstechniken, die insbesondere bei komplexeren Ausgangssituationen, das onkologisch (medizinisch) Notwendige mit einem ästhetisch guten Ergebnis kombinieren.

So gelingt es in vielen Fällen den Patientinnen eine Brustentfernung zu ersparen und die Brust zu erhalten.

Als erfahrene, zertifizierte Brustoperateure folgen wir dem leitliniengerechten Algorithmus der Deutschen Krebsgesellschaft in unserer Vorgehensweise.

Wir bieten in unserem Brustzentrum sämtliche Operationstechniken im Rahmen der Brusterhaltung und Brustentfernung mit oder ohne Rekonstruktion an.

Um alle Abwägungen und Informationen mit Ruhe und Zeit besprechen zu können, bieten wir Ihnen einen separaten Termin in unserer onkoplastischen Sprechstunde an.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Brustzentrums ist die Korrektur von Fehl-und Formveränderungen  der Brust, sowie die Therapie von Erkrankungen der männlichen Brust.

Um zu klären ob eine Kostenübernahme von Seiten der Krankenkasse erforderlich ist, bieten wir Ihnen zunächst einen Termin in unserer Sprechstunde an.

Es ist uns ein Anliegen, unsere Patientinnen ausreichend mit Zeit zu beraten, ihnen Zweitmeinungen anzubieten und sie gut informiert in die Operation zu begleiten.

Algorithmus DKG

Brusterhaltung

Tumorentfernung mit verschiedenen Schnittbildern, die das ästhetische Bild der Brust nicht zerstören

Tumorentfernung durch Brustverkleinerungsschnittbilder auf Wunsch bei großvolumigen Brüsten und bei ungünstigem Verhältnis von Tumorgröße/Brustgröße

Angleichungsoperation im Verlauf zur Wiederherstellung der Symmetrie

Lipotransfer zur Korrektur von Narben und kosmetischen Defekten (z.B. nach Bestrahlung)

Brustentfernung + /- Wiederaufbau

einfache Brustentfernung ohne Aufbau mit Versorgung durch Epithesen

Brustentfernung mit Wiederaufbau durch Implantate und Netze: Wir verwenden nur Materialien die den Sicherheitsrichtlinien entsprechen. Unsere Implantate enthalten auslaufsicheres Gel. Als Netze verwerten wir Edelmetallnetze (Titannetze), kollagenisierte Netze und autologe Netze

Eigengewebsrekonstruktion vom Rücken (gestielter Latissimus dorsi – Lappen)

mikrochirurgische freie Lappentechniken (z.B. Bauch-/ Poregion) in Kooperation mit dem plastischen Chirurgen unseres Verbundes, Dr. Ronald Lützenberg (Chefarzt der Klinik für rekonstruktive Chirurgie, Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln)

Lipotransfer zu Korrekturen von Narben und Defekten

prophylaktische Brustentfernung mit Wiederaufbau bei BRCA1-Patientinnen

Form-/ Fehlveränderungen der Brust

tubuläre Brust (Rüsselbrust / Anlagestörung)
Hypoplasie (unterentwickelte Brust)
Hyperplasie (große, voluminöse Brust)
Anisomastie (ungleiche Brust)
Brustwarzenkorrekturen (Brustwarzenrekonstruktionen und Schlupfwarzenkorrekturen)
Transidentitätsoperationen an der Brust

Die männliche Brust

Gynäkomastie
Mammakarzinom
Ansprechpartnerin

Dr. med. Ulrike Beckmann

Leitung Sektion für onkoplastische und ästhetische Brustchirurgie

Leitende Oberärztin

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Senior-Mammaoperateurin nach OnkoZert

DEGUM I Mammasonographie

Operative Therapie

Die operative Entfernung von gutartigen und bösartigen Tumoren der Brust sowie die Korrektur von Brustfehlbildungen stellt einen Behandlungsschwerpunkt der Klinik für Senologie dar. Alle Hauptoperateurinnen und -operateure des Brustzentrums sind über die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert und können eine langjährige Expertise aufweisen.

Insbesondere in der operativen Behandlung einer Brustkrebserkrankung schreitet die Entwicklung rasch voran. Während in den Anfängen der Brustchirurgie recht ausgedehnte Operationen durchgeführt wurden, wird heute diejenige Operationstechnik gewählt, welche unter Berücksichtigung der individuellen Krankheitssituation ein minimales Risiko durch den Eingriff mit gleichzeitig maximaler Sicherheit für die Krebsbehandlung kombiniert. Zudem können wir regelhaft die Teilnahme an Therapiestudien anbieten, um unseren Patientinnen einen Verzicht auf möglicherweise zu große Eingriffe zu ermöglichen und die Entwicklungen auf diesem Gebiet zu unterstützen.

Folgende Eingriffe werden im Brustzentrum routinemäßig durchgeführt:

Brusterhaltende Therapie als Standard
Entfernung der kompletten Brüstdrüse („Ablatio mammae“)
Entfernung der Wächterlymphknoten („Sentinel Biopsie“), eine gezielte Entnahme einzelner Lymphknoten („Targeted Axillary Dissection“) oder systematische Operation in der Achselhöhle („Axilladissektion“)
Rekonstruktion der Brust im Rahmen einer Entfernung des Drüsengewebes („Sofortrekonstruktion“, „Nipple-sparing mastectomy“) mit Brustprothesen oder mittels Eigengewebe (z.B. eines Anteils des Rückenmuskels)
Formkorrekturen („Reduktionsplastik“ oder Brustaufbau mit Prothesen)
Fettgewebetransfer zur Defektkorrektur („Lipofilling“)

Um den für Sie optimalen Eingriff zu bestimmen, gleichen wir in ausführlichen Aufklärungsgesprächen vorliegende medizinische Notwendigkeiten mit Ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen ab. Gerade komplexere Eingriffe erfordern hier eine ausführliche Beratung und Expertise. Wir haben hierfür die Möglichkeit geschaffen, Sie in der Sektion Sektion für Onkoplastik und ästhetische Brustchirurgie unter Leitung von Oberärztin Frau Dr. med. U. Beckmann zu betreuen.

Sämtliche bei einer Operation gewonnenen Proben werden von unserem Kooperationspartner in der Pathologie untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden anschließend in unserer Tumorkonferenz besprochen und bilden in der Regel die Grundlage für weitere Therapieempfehlungen.

Tumorkonferenz

In unserer regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenz werden für alle Brustkrebspatientinnen und -patienten Therapieempfehlungen erarbeitet. Zu diesem Zweck sind in den Konferenzen stets Expertinnen und Experten aus der Senologie, der Radiologie, der Pathologie, der Onkologie und der Strahlentherapie sowie onkologische Fachschwestern und Mitarbeiterinnen der Studienzentralen vertreten. Niedergelassene Frauenärztinnen und -ärzte werden eingeladen, sich bei der Vorstellung ihrer Patientinnen und Patienten aktiv mit einzubringen.

In unserem Brustzentrum werden sämtliche medizinischen Empfehlungen zu Diagnostik, Operation und vorbeugender Therapie (wie Bestrahlung, Antihormontherapie oder Chemotherapie) mit den Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften abgeglichen (sogenannte „Leitlinien“). Diese Therapieempfehlungen werden jährlich aktualisiert und neueste Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung eingearbeitet.

Diese Therapieempfehlungen werden dann in einem persönlichen Gespräch erklärt und etwaige Folgetermine vermittelt.

Sofern eine Bestrahlung der Brust empfohlen werden sollte, bieten unsere Kooperationspartner eine Betreuung auch am Franziskus-Hospital Harderberg an.

In einigen Erkrankungssituationen wird eine Chemotherapie und / oder Antikörpertherapie empfohlen. Diese Therapie wird durch die Kolleginnen und Kollegen der Internistischen Onkologie im MVZ Onkologie direkt am Franziskus Hospital Harderberg oder in angeschlossenen MVZs durchgeführt. Alternativ ist natürlich auch die Zusammenarbeit mit anderen onkologischen Schwerpunktpraxen möglich.

Therapiestudien

Als eines der großen Brustzentren in Deutschland versuchen wir den Fortschritt der Medizin durch die Teilnahme an Therapiestudien zu unterstützen. Dieses betrifft sowohl Studien zur Operation als auch zur medikamentösen Therapie. Studien, an denen sich das Brustzentrum beteiligt, wurden stets von überregionalen Experten- und Ethikkommissionen begutachtet und von den Mitarbeitern des Brustzentrums ausgewählt. Einen Überblick über aktuelle und bereits abgeschlossene Studien des Brustzentrums erhalten Sie über die Studienzentrale.

Warum sollte man als Patientin oder Patient an einer klinischen Studie teilnehmen?

Die Teilnahme an einer Therapiestudie ist immer freiwillig und bringt für Patientinnen oder Patienten verschiedene Vorteile mit sich. Durch die Begutachtung durch Fachkommissionen ist sichergestellt, dass die Behandlung in den Studien mindestens dem aktuellen Therapiestandard für die entsprechende Erkrankungssituation entspricht. Dieses bedeutet, dass eine Patientin oder ein Patient nicht „zu wenig“ behandelt wird. Die Studie an sich soll untersuchen, ob der bestehende Behandlungsstandard durch ein neues Therapieverfahren oder ein neues Medikament verbessert werden kann. Für eine solche Verbesserung gibt es aus Voruntersuchungen bereits ausreichende Hinweise. Als Studienteilnehmerin oder -teilnehmer hat man also die Chance, bereits frühzeitig von den „Therapiestandards von morgen“ zu profitieren.

Nachsorge

Nach der erfolgreichen Behandlung einer Krebserkrankung der Brust übernehmen die niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzte die sogenannte „Nachsorge“. Im Rahmen dieser Nachsorge werden in den ersten 10 Jahren nach Erkrankung die Verträglichkeit der verschiedenen Therapieschritte überprüft.

Zudem werden insbesondere die Brüste untersucht, um ein Wiederauftreten der Erkrankung in der Brust und den Lymphknoten frühzeitig zu erkennen.

  • In den ersten 5 Jahren erfolgen daher engmaschige Kontrollen der Brust durch Tastuntersuchungen bei den entsprechenden Beratungsgesprächen, zunächst alle 3 Monate.
  • Eine Mammographie und eine ergänzende Sonographie sollten jährlich für 10 Jahre erfolgen.
  • Von einer regelmäßigen Bestimmung von Tumormarkern und der ungerichteten Suche nach Metastasen in anderen Organen raten die Fachgesellschaften derzeit ab. 


Bei speziellen Fragestellungen im Rahmen der Nachsorge bieten wir auf Zuweisung der niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzte eine Mitbetreuung in unserem Brustzentrum an.

Zweitmeinungen

Die Therapie von Erkrankungen an der Brustdrüse und Brustkrebs im Speziellen ist zunehmend komplex geworden. Die Ärztinnen und Ärzte in Brustzentren beschäftigen sich ausschließlich hiermit. Gerne können Sie sich zur Beratung oder zum Einholen einer „zweiten Meinung“ in unserer Zweitmeinungs-Sprechstunde vorstellen. Fragen zur Behandlung einer Brustkrebserkrankung bearbeiten verschiedene Experten in unserer Tumorkonferenz.

Sie erleichtern uns die Bearbeitung sehr, wenn Sie alle relevanten Unterlagen zu der speziellen Fragestellung mitbringen.