Arzneimittelherstellung

In den 2013 neu konzipierten Reinräumen werden unter höchsten hygienischen Standards unterschiedlichste sterile und unsterile Arzneiformen hergestellt. Dazu zählen patientenindividuelle Einzelzubereitungen (Rezeptur), wie auch auf Vorrat hergestellte Arzneimittel (Defektur).

Die Rezeptur umfasst beispielsweise Salben und Cremes zur dermatologischen Anwendung, orale Zubereitungen wie Kapseln, Lösungen oder Zäpfchen zur rektalen Verabreichung.
Für viele Patientengruppen (z. B. Neugeborene und Kleinkinder) sind individuell für ihre Bedürfnisse hergestellte Arzneimittel ein entscheidender Punkt für den Therapieerfolg.

Bei der Defektur handelt es sich um regelmäßig angefragte Zubereitungen, die vorrätig gehalten werden. Dies sind z. B. Lösungen für die HNO-Heilkunde, Antiseptika und dermatologische Rezepturen, welche auf die speziellen Bedürfnisse der verschiedenen Kliniken angepasst sind.

Des Weiteren umfasst die Arzneimittelherstellung sterile Rezepturen und Defekturen. Hierzu zählen verschiedene Augentropfen, Augenspüllösungen sowie Infusionslösungen und Ernährungslösungen für pädiatrische Patienten. Hierbei handelt es sich häufig um Zubereitungen, welche im Handel nicht oder nicht in der benötigten Dosierung erhältlich sind.

Beim Eintreffen einer Arzneimittelanforderung erfolgt durch die Apotheke eine umfangreiche Plausibilitätskontrolle, um die Therapiesicherheit für den Patienten zu gewährleisten. Standardisierte Herstellungsvorschriften, Herstellungsvorgänge und die Berücksichtigung der GMP-Richtlinien ("Good Manufacturing Practice") garantieren die höchstmögliche Qualität der angefertigten Produkte. Die Qualität der hergestellten Zubereitungen wird vor der Freigabe zusätzlich durch verschiedene analytische Prüfungen belegt. 

Im Jahr 2017 stellte die Abteilung 3.300 Rezepturen, 18.000 Defekturen und 2.700 sterile Zubereitungen her.

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