Patienteninformation

Vor einem geplanten operativen Eingriff ist es wichtig, dass sich der Narkosearzt einen Eindruck von ihrem Gesundheitszustand machen kann. Zur Vorbereitung des Narkosegesprächs (Prämedikationsgespräch) bekommen Sie einen Fragebogen, den Sie bitte vor der Beratung mit dem Anästhesisten ausfüllen. Nach der Voruntersuchung und dem Gespräch wird der Narkosearzt mit Ihnen gemeinsam die beste Narkoseform auswählen. Falls Ihnen Vorbefunde (Labor/EKG, Röntgenbilder usw.) vorliegen, bringen Sie diese bitte zu dem Gespräch mit, damit Mehrfachuntersuchungen vermieden werden können.

Im Christlichen Klinikum Melle werden viele Operationen ambulant durchgeführt und es finden die Operationsvorbereitungen in großem Umfang als prästationäre Behandlung statt. Das bedeutet, dass Sie - als Patienten - über einen ambulanten Termin mit den Anästhesisten über das Anästhesieverfahren sprechen und Ihre Einwilligung zur Durchführung der Anästhesie geben müssen. Falls Sie einen Termin für ein Prämedikationsgespräch benötigen, melden Sie sich bitte im Anästhesiesekretariat unter T 05422 104-1200, dort können Sie einen Prämedikationstermin abstimmen.

Informationen für Angehörige auf der Intensivstation

Unsere Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation benötigen eine besonders intensive Betreuung – rund um die Uhr. Sie werden kontinuierlich überwacht, sorgfältig gepflegt und individuell behandelt. Die Pflege, Diagnostik und Therapie auf der Intensivstation ist sehr aufwendig und erfordert viel Zeit und Aufmerksamkeit. Unser oberstes Ziel ist es, lebenswichtige Körperfunktionen zu stabilisieren, Komplikationen zu verhindern und die Genesung bestmöglich zu unterstützen.

Manche Patientinnen und Patienten können die Intensivstation bereits nach wenigen Stunden oder Tagen wieder verlassen – andere müssen länger bleiben. Wie lange ein Aufenthalt dauert und wie sich der Gesundheitszustand entwickelt, lässt sich oft nicht genau vorhersagen. Diese Zeit der Ungewissheit ist für Angehörige besonders belastend, vor allem, wenn es zu gesundheitlichen Rückschlägen oder starken Schwankungen kommt.

Wofür sind die vielen Geräte?

Bei Ihrem Besuch auf der Intensivstation werden Ihnen die vielen Geräte um das Patientenbett auffallen. Wir erklären Ihnen, worum es hier geht: 

Die Überwachung
Zur ständigen Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen sind Patientinnen und Patienten durch diverse Kabel an Überwachungsgeräte angeschlossen. Die gemessenen Werte können in Form von Kurven oder Zahlen auf dem Bildschirm abgelesen werden. Nahezu alle Geräte reagieren selbst auf kleinste Veränderungen mit hör- oder sichtbaren Signalen. Diese bedeuten meist keine akute Gefahr, machen uns aber auf eine veränderte Situation aufmerksam und helfen im Ernstfall rechtzeitig zu handeln. 

Solange Patienten nicht „normal“ essen und trinken können, erhalten sie Ernährung entweder über einen durch die Nase in den Magen führenden Schlauch (Magensonde) oder über einen Venenkatheter. Körperflüssigkeiten, wie Magensaft, Urin sowie Blut und Sekret aus Wundgebieten werden über Schläuche in entsprechende Auffangbeutel oder -Flaschen abgeleitet. Spezielle Matratzen und Lagerungstechniken sollen ein Wundliegen oder die Entstehung von Druckgeschwüren verhindern.


Die Beatmung
Bei einigen Patientinnen und Patienten muss die Atmung durch ein Gerät unterstützt werden. Dies ist über Schläuche mit dem Patienten verbunden. Der Beatmungsschlauch ist über den Mund in die Luftröhre eingelegt. Solange Patienten am Gerät angeschlossen sind, können Sie nicht mit Ihnen sprechen.

Die Situation der Patientin/ des Patienten

Für uns steht Ihr*e Angehörige*r als Mensch im Mittelpunkt. Wir erklären alle pflegerischen und medizinischen Maßnahmen vorab und achten stets auf Würde und Intimsphäre. Schmerzen, Unruhe und Angst behandeln wir mit geeigneten Medikamenten – auch wenn die Patient*innen sich nicht äußern können.

Durch Erkrankung oder Therapie kann sich das Aussehen stark verändern. Manche Patient*innen sind nicht ansprechbar oder wirken nicht wach – auch das ist meist eine Folge der Behandlung. Wichtiges besprechen wir mit Ihnen persönlich, bei Bedarf auch außerhalb des Patientenzimmers.

Wenn Ihr*e Angehörige*r seelsorgerischen Beistand wünscht, vermitteln wir gerne den Kontakt – unabhängig von der Glaubensrichtung. Sollte er oder sie sich nicht äußern können, informieren Sie uns bitte. 

Wir gehen davon aus, dass Patientinnen und Patienten auch im Bewusstseinsverlust hören und fühlen. Zögern Sie nicht, ihn / sie zu berühren, die Hand zu halten oder zu sprechen. Vertraute Gegenstände wie Fotos oder persönliche Pflegeartikel können ein Gefühl von Geborgenheit geben. Auch an Brille, Hörgerät oder Zahnprothese sollte gedacht werden.

Besuch – Wer? Wann? Wie?

Der persönliche Kontakt durch Ihren Besuch ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und kann zur Genesung Ihres Angehörigen beitragen. Wir bitten Sie, folgende Hinweise zu beachten:

  • Besuche sind herzlich willkommen, da sie unsere Patientinnen und Patienten stärken und unterstützen.
  • Bitte beschränken Sie Besuche auf enge Angehörige oder nahestehende Personen.
  • Die Besuchszeiten auf der Intensivstation werden individuell mit dem Pflegeteam abgestimmt – sprechen Sie uns gerne an.
  • Um eine gute Kommunikation zu ermöglichen und die Vertraulichkeit zu wahren, bitten wir Sie für Auskünfte zu Ihrem Angehörigen, einen oder zwei feste Ansprechpartner innerhalb der Familie oder des Umfelds zu benennen.
  • Melden Sie sich bitte am Stationszugang an, bevor Sie das Zimmer betreten. Aufgrund der komplexen Versorgung kann es zu Wartezeiten kommen.
  • Bitte desinfizieren Sie Ihre Hände vor dem Betreten der Station.
  • Wertgegenstände können Sie mit ins Patientenzimmer nehmen.
  • Falls Patientinnen und Patienten kein eigenes Handy dabeihaben sollten, können Telefonate von uns über ein tragbares Telefon an Ihren Angehörigen weitergeleitet werden: T 05422 104-2801

Kontakt / Ansprechpartner*innen