Die internistische Intensivstation (ITS-2)

Etwa 70 % der intensivpflichtigen Patienten haben eine kardiale Grunderkrankung. In den 11 Betten der internistischen Intensivstation ITS-2 ( hausintern auf dem Flur K2B; weitere Therapiemöglichkeiten bestehen auf der gemeinsamen kardiologisch-allgemeininternistischen Intensivtherapie-Station 3 (ITS-3)) stehen alle modernen Überwachungsmethoden, Beatmungstechniken und Nierenersatzbehandlungen zur Vefügung.

Unter der Leitung von Herrn Andreas Spieker versorgen im 3 Schicht-Betrieb Gesundheits- und KrankenpflegerInnen die Intensivpatienten. Ein hoher Anteil der Mitarbeiter hat die Weiterbildung zur Fachschwester/ Fachpfleger Intensivpflege absolviert.

Ärztlich versorgen zwei Kollegen in der fortgeschrittenen Weiterbildung zum Internisten oder Fachärzte in der Weiterbildung zum "Internistischen Intensivmediziner" unter oberärztlicher Supervision die Patienten der Station.

Das Therapiekonzept für jeden Patienten wird während der zweimal am Tag durchgeführten Visite im gesamten Team besprochen und festgelegt.

Zum Repertoire der speziellen Betreuung kardialer Notfälle gehört neben der PiCCO-Messung der Pulmonaliskatheter (Rechtsherz-Untersuchungsschlauch) mit kontinuierlicher Bestimmung des Herzzeitvolumens, die passagere Schrittmacherversorgung sowie die mechanische Kreislaufunterstützung mit Hilfe der intraaortalen (innerhalb der Hauptschlagader eingesetzten) Ballonpumpe, der Impella®-Pumpe oder eines VA-ECMO-Systems.

Zu den modernen Beatmungskonzepten gehört auch die nicht-invasive Beatmung vor allem bei fortgeschrittener Lungenschädigung. Diagnostische und therapeutische Endoskopien sowie die Punktionstracheotomie sind etabliert.

Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration, Hämoperfusion sowie die Plasmapherese (verschiedene Verfahren der Blutwäsche) werden zur Entgiftung und Steuerung der Wasserbilanz eingesetzt.

Zu den speziellen Therapiekonzepten der Intensivbehandlung gehört die Betreuung des akuten Herzinfarktes und seiner Komplikationen. Überwiegend lässt sich der Patient durch die Möglichkeiten der Akut-Ballonaufdehnung und Stent-Implantation stabilisieren, nur in wenigen Fällen ist eine direkte Verlegung in die kooperierende Klinik für Herzchirurgie notwendig.

Besuchszeiten der inneren Intensivstation ITS-2/K2B: Jederzeit von 0:00 Uhr bis 24:00 Uhr nach Absprache.

Für Patienten nach Reanimation bei Kreislaufstillstand steht ein CoolGard-System für die leitliniengerechte Kühlung zur Gehirnprotektion bereit.

Im Rahmen der vielen modernen Behandlungsmöglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, halten wir an unserer konfessionellen Tradition einer "menschlich orientierten" Intensivmedizin fest und stellen uns bewußt den ethischen Problemen der modernen medizinischen Therapieverfahren. Patientenverfügungen stellen für uns eine grundlegende Hilfe im notwendigen  Entscheidungsprozess in medizinisch-ethischen Grenzsituationen dar.

Wir legen hohen Wert auf die Beteiligung der Angehörigen von Patienten in die Entscheidungsfindungen. Eingeschränkte Besuchszeiten existieren bei uns nicht, wenn nötig können die Angehörigen auch über Nacht bei den Patienten bleiben.

Das Marienhospital Osnabrück verfügt zur weiteren Unterstützung über eine Ethikkommission, in der verschiedene Berufsgruppen unabhängig von der direkten Patientenversorgung zusammen arbeiten, und die bei speziellen Situationen beratend hinzugerufen werden kann.

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