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Kooperation zwischen den Niels-Stensen-Kliniken & Klinikum Osnabrück
Krankenhäuser wollen Leistungen für die Region sichern
Gewachsenes Vertrauen und erste gemeinsame Projekte der letzten Jahre haben den Weg für Kooperationsgespräche zwischen dem Klinikum Osnabrück und dem Marienhospital Osnabrück sowie Franziskus-Hospital Harderberg (beide Niels-Stensen-Kliniken) geebnet. Durch die Krankenhausreform (das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz) des Bundes nimmt dieser Prozess nun Fahrt auf.
Hier finden Sie die wichtigsten Infos zu den bereits vereinbarten Schritten:
- Für die Versorgung der Patientinnen und Patienten ändert sich zum jetzigen Zeitpunkt nichts.
- Das Marienhospital Osnabrück und das Franziskus-Hospital Harderberg sind auf Seiten der Niels-Stensen-Kliniken im Fokus des Kooperationsprojekts. Die Einrichtungen in Ankum, Melle und Bramsche sind kein Bestandteil des Projekts, werden aber bzgl. der zukünftigen medizinischen Ausrichtung auch immer mit “gedacht”.
- Die Gesellschafter und Aufsichtsräte der Krankenhäuser haben für das langfristige Zielbild jetzt gemeinsame Leitplanken für eine stationäre Versorgung definiert. Dazu haben die Vertreter der Gesellschaften und die Geschäftsführungen einen Letter of Intent unterschrieben. Die Leitplanken werden im nächsten Schritt – auch mit Blick auf mögliche Investitionen – detaillierter ausgearbeitet. Ziel ist es, jeden Standort mit einem eigenen medizinischen Profil zu stärken.
- Beide Partner favorisieren die stufenweise Umsetzung des folgenden medizinischen Zielbildes:
- Die Notfallversorgung erfolgt in enger Kooperation zwischen allen Standorten, insbesondere dem Klinikum Osnabrück und dem Marienhospital Osnabrück.
- Das Klinikum Osnabrück würde die umfassende Notfallversorgung übernehmen,
- das Marienhospital Osnabrück die onkologische Schwerpunktversorgung.
- Das Leistungsangebot des Franziskus-Hospitals Harderberg würde orthopädisch geprägt sein.
- Die wirtschaftliche Situation beider Träger setzt voraus, dass die für den Kooperationsprozess notwendigen Fördermittel bereitgestellt werden. Ohne diese gezielte finanzielle Unterstützung wird eine Kooperation nicht umsetzbar sein, da ihre Umsetzung umfangreiche bauliche Maßnahmen an den Standorten des Klinikums und des Marienhospitals notwendig macht.
- Einen verbindlichen Zeitrahmen für eine mögliche Umsetzung des Zielbildes gibt es noch nicht. Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung sowie die Kostenträger sind eng in die Prozesse eingebunden.
- Der Projektplan sieht vor, dass alle wesentlichen Grundsatzfragen bis Mitte 2026 geklärt werden. Dazu gehören insbesondere die gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung, die zukünftige Finanzierung, die finanziellen Verpflichtungen und nicht zuletzt auch die kulturellen Unterschiede der Träger. Vor 2027 sind keine größeren Veränderungen zu erwarten. Ab 2027 könnten – abhängig von der Klärung der Grundsatzfragen und von Förderungen und Genehmigungen – erste Umsetzungen erfolgen. Mit einem Abschluss des Gesamtprozesses ist nicht vor 2032 zu rechnen.

