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Bauchdeckenbruch weit verbreitet und oft lange unbemerkt
FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Osnabrück. Ein Bauchdeckenbruch ist weit verbreitet und bleibt oft lange unbemerkt. Bei „Gesundheit im Gespräch“ informieren Dr. med. Petr Ziegler und Erkan Cemtosun darüber, wann eine Operation sinnvoll ist, welche Risiken bestehen und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen.
Ein Bauchdeckenbruch, medizinisch als Hernie bezeichnet, entsteht, wenn Gewebe oder Organteile durch eine Schwachstelle in der Bauchwand nach außen treten. Häufig macht sich dies durch eine sicht- oder tastbare Vorwölbung bemerkbar, die zunächst kaum Beschwerden verursacht. Dennoch sollte ein Bauchdeckenbruch ernst genommen werden, da er sich im Verlauf vergrößern und zu Komplikationen führen kann.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Gespräch“ widmet sich ein Informationsabend der Frage, wann ein operativer Eingriff sinnvoll oder notwendig ist. Ziel ist es, Betroffenen Orientierung zu geben und medizinische Zusammenhänge verständlich zu erklären.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 26. August, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10-16, statt und wird gleichzeitig im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei und auch der Live-Stream kann frei zugänglich über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken angesehen werden.
Fragen an die Ärzte können bereits vorab per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@noz.de eingereicht werden.
Leisten-, Nabel- oder Narbenbrüche sind in der Bevölkerung eine der häufigsten Erkrankungen und Grund für 350.000 Operationen pro Jahr in Deutschland. Dabei muss nicht jeder Bauchdeckenbruch sofort operiert werden. Entscheidend für den Zeitfaktor der Operation sowie der ambulanten oder stationären Behandlung sind unter anderem Größe, Lage, Beschwerden und individuelle Risikofaktoren, die die Ärzte am Franziskus-Hospital Harderberg untersuchen.
Auch wenn viele Bauchbodenbrüche nicht sofort operiert werden müssen und die Eingriffe in Ruhe geplant werden können, sollten sie nicht unbehandelt bleiben. Um Einklemmungen zu vermeiden, die zu einem medizinischen Notfall werden können, ist eine fundierte ärztliche Abklärung wichtig. Um die ambulante oder stationäre Operation bestmöglich vorbereiten zu können, machen sich die Ärzte ein Bild vom Einklemmungsrisiko, von der allgemeinen Gesundheit und den Vorerkrankungen.
Dr. med. Petr Ziegler, erfahrener Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am Franziskus-Hospital Harderberg, sowie Erkan Cemtosun, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am selbigen Krankenhaus, erläutern die operativen Möglichkeiten. Dazu zählen minimalinvasive Verfahren ebenso wie offene Operationstechniken.
Viele Leisten- und Nabelbrüche können am Franziskus-Hospital Harderberg bereits durch einen besonderen ambulanten und minimalinvasiven Eingriff mittels Bauchspiegelung behoben werden. So können die Patienten das Hospital schnell wieder verlassen, sind auf keine starken Schmerzmittel angewiesen und sind bereits nach kurzer Zeit wieder belastbar.
Als größte Leistenbruchklinik der Region Osnabrück, kennen sich die Spezialisten aber auch mit schwierigeren Operationen aus, die stationär durchgeführt werden müssen oder denen ein stationärer Aufenthalt folgt. Dazu zählen komplexere Narbenbrüche, die in leichten Formen ebenfalls ambulant versorgt werden können, oder seltene Brüche bei Seitenausgang.
Abgerundet wird der Vortrag mit Informationen über die Nachsorge sowie über Erwartungen an den Heilungsprozess. Die Referenten zeigen auf, wie moderne Chirurgie Sicherheit und schnelle Genesung miteinander verbindet.

