Neue Sektion für Plastische Chirurgie und Orthoplastische Chirurgie am Marienhospital Osnabrück

MHO - Marienhospital Osnabrück

Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie kooperiert dabei mit der Fachklinik Hornheide

 

Osnabrück. In enger Kooperation mit der Plastischen Chirurgie der Fachklinik Hornheide in Münster (Leitung Univ.-Prof. Dr. med. Tobias Hirsch) wird im Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken eine Sektion für Plastische Chirurgie und Orthoplastische Chirurgie gegründet. Das neue Leistungsangebot innerhalb der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Steffen Roßlenbroich ist das erste dieser Art in der Region und hat Modellcharakter für Kliniken, die Schwerstverletzte versorgen.

Die MHO-Patienten profitieren von der engen Zusammenarbeit – insbesondere bei komplexen Rekonstruktionen wie Lappenplastiken (Verpflanzung von Gewebe mitsamt seiner Blutversorgung), die eine optimale Wundheilung und Funktionswiederherstellung ermöglichen. 

Patienten erhalten eine umfassende Betreuung aus einer Hand, die von der Diagnose über die Operation bis zur Nachsorge reicht. Mit individuellen und ästhetisch hochwertigen Behandlungsergebnissen wird damit nicht nur die medizinische Versorgung der Patienten verbessert, sondern auch das psychische Wohlbefinden gesteigert.

Als überregionales Traumazentrum übernimmt das Marienhospital Osnabrück eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Osnabrück und darüber hinaus. Gleichzeitig fungiert das Haus als Anlauf- und Referenzzentrum für komplexe Verletzungen sowie für Komplikationen nach operativen Eingriffen.

Anstoß für die Zusammenarbeit des Marienhospitals Osnabrück mit der Fachklinik Hornheide gaben Erfahrungen, die Prof. Dr. Roßlenbroich und Univ.-Prof. Dr. Hirsch am Universitätsklinikum Münster bei der Behandlung von Schwerstverletzten und insbesondere ukrainischen Kriegsverletzten sammeln konnten. "Die enge Verzahnung von Unfallchirurgie und Plastischer Chirurgie ist ein zentraler Baustein, um die Versorgung von Schwerverletzten weiter zu verbessern und das Gesundheitssystem auch im Hinblick auf zivile und militärische Krisenszenarien resilient aufzustellen", so Prof. Dr. Roßlenbroich.

Darüber hinaus wird die neue Sektion am MHO künftig eine umfassende plastisch-chirurgische Versorgung für Osnabrück und die gesamte Region gewährleisten, die es bisher in dieser Form nicht gab. 

„Für unsere Patienten bedeutet dies oftmals kürzere Wege und insbesondere eine Behandlung aus einer Hand", betont Dr. Bernd Runde, Geschäftsführer des MHO: "Wir sind insofern dankbar, dass dieses innovative bundeslandübergreifende Konzept möglich geworden ist.“

Die Leitung der neuen Sektion übernimmt Priv.-Doz. Dr. med. Sascha Wellenbrock, Oberarzt an der Fachklinik Hornheide und am Universitätsklinikum Münster.

Die Zusammenarbeit zwischen Plastischer Chirurgie und Unfallchirurgie auf Bundesebene wird derzeit auch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Orthoplastische Chirurgie weiterentwickelt. Univ.-Prof. Dr. Hirsch und Prof. Dr. Roßlenbroich fungieren dabei als nationale Sprecher dieser Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC).