Während der Geburt

Es geht los - Geburtsbeginn

Bitte rufen Sie an, bevor Sie sich auf den Weg ins Krankenhaus machen:

Kreißsaal Tel. 05422 104-2710 oder auf der Wochenstation Tel. 05422 104-2700.

Wenn Sie angekommen sind, stehen einige Maßnahmen an:

• Aufnahme CTG (Registrierung der kindlichen Herztöne und Wehen Aufzeichnung)
• Vaginale Untersuchung zur Feststellung der Muttermunds Eröffnung
• Anlage eines venösen Zugangs/Blutentnahme (um im Notfall schnell reagieren zu können)
• Ultraschalluntersuchung (bei Frauen, die wir zum ersten Mal in der Schwangerschaft sehen).

Wenn alles in Ordnung ist, entscheiden Sie, was Ihnen guttut. Wir beraten, unterstützen und begleiten Sie dabei. Die kindlichen Herztöne kontrollieren wir regelmäßig während der Geburt.

Jeder Geburtsverlauf ist individuell, daher ist der Ablauf der Maßnahmen auch sehr flexibel und individuell!

Wir versuchen eine ruhige Atmosphäre im Kreißsaal zu schaffen, gerne mit eigener Musik und gedämpften Licht. Geburten lassen sich nicht planen. Sind mehrere Frauen parallel mit kräftigen Wehen in der Abteilung, kann es auch mal lauter und unruhiger werden. Neben dem Partner könne auch andere Personen bei der Geburt dabei sein. Wir empfehlen aber die Zahl der bei der Geburt anwesenden Personen zu beschränken, um keine Unruhe aufkommen zu lassen.

Geburtspositionen

In den Geburtsvorbereitungskursen werden verschiedene Gebärpositionen vorgestellt. Vierfüßlerstand, Hocke, Sitzen oder Liegen – Geburt ist in vielen Positionen möglich. Probieren Sie während der Geburt aus, was Ihnen guttut und die Geburt voranbringt. Wir werden Sie dabei begleiten.

Wassergeburt

Viele Frauen wünschen Sich eine Geburt in der Gebärwanne. Verläuft die Geburt ohne Risiken, können Sie gerne im Wasser entbinden. Allerdings gibt es Ausschlusskriterien, die eine Wassergeburt unmöglich machen Sollte der Kreißsaal mit unserer Gebärwanne belegt sein, entfällt das Angebot leider.

Schmerzerleichterung

Wir beraten Sie gerne zu unseren Möglichkeiten der Schmerzerleichterung.

Atemanleitung/Massagen/Akkupunktur und/oder Homöopathie könne hilfreich sein, wechselnde Positionen mit viel Bewegungsfreiheit genauso.

Schmerzmittel, Lachgas zur Inhalation und ggf. eine Peridualanästhesie durch einen Arzt der Anästhesieabteilung, können eine gute Wahl zur Schmerzerleichterung sein.

Bei der Wahl des Mittels kommt es auf die jeweilige Geburtsphase an, (wie weit ist der Muttermund? Wie schnell ist die Geburt zu erwarten?...). Wir beraten und begleiten Sie!

Kaiserschnitt

Ihr Partner kann dabei sein, wenn der Kaiserschnitt in Spinalanästhesie (= Teilbetäubung, bei der Sie wach sind) durchgeführt wird. Bei einer Vollnarkose (nur im Notfall notwendig), geht das leider nicht.

Dammschnitt

Wir sind mit dem Setzen eines Dammschnitts sehr zurückhaltend und nehmen grundsätzlich lieber Dammrisse in Kauf. Sollte aus kindlichen oder mütterlichen Gründen ein Dammschnitt erforderlich sein, werden wir Sie informieren und unser Handeln begründen.

Direkt nach der Geburt

Wir machen uns einen ersten Eindruck von Ihrem Baby und trocknen es mit warmen Tüchern ab. Ist alles in Ordnung, steht der Begrüßung/dem Bonding nichts im Wege.

Kuscheln ist ausdrücklich gewünscht.

Die Nabelschnur wird nach einer unkomplizierten Geburt nicht gleich durchtrennt, sondern pulsiert aus, bevor die Abnabelung erfolgt. Das Abnabeln kann gern der Partner übernehmen.

Stillen

Das erste Stillen sollte möglichst im Kreißsaal erfolgen. Ihr Kind wird uns zeigen, wann es bereit zum Saugen ist. Dann sind wir Ihnen gerne beim Anlegen behilflich.

Wir unterstützen Sie beim Bonding und sorgen dafür, dass Ihr Kind sofort nach der Geburt Körperkontakt mit Ihnen hat. Der beste Start für einen guten Stillbeginn.

Wie lange bleibe ich im Krankenhaus?

Die Verweildauer im Krankenhaus nach der Geburt ist nicht festgelegt. Meistens verbringen die Mütter/Eltern/Kind 3-4 Tage im Krankenhaus. Nach Kaiserschnitt Geburten ist die Aufenthaltsdauer nicht wesentlich länger.

Es besteht die Möglichkeit der ambulanten Entbindung, d.h. dass Sie nur einige Stunden stationär bleiben. Wichtig ist in diesem Fall, dass die Betreuung im Wochenbett durch die Hebamme und die/den Kinderärzt*in geregelt ist.

Jede Geburt ist einzigartig. Die wenigsten Geburten verlaufen "nach Plan". Wir Hebammen und Ärzt*innen des Christlichen Klinikums Melle werden immer versuchen, alle Maßnahmen vorab mit Ihnen und Ihrer Begleitperson zu besprechen.

Setzen Sie sich nicht unter Druck und seien Sie offen dafür, dass manchmal alles anders kommt, als man denkt.

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