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Vorsicht bei Glatteis: So können Stürze vermieden werden
MHO - Marienhospital Osnabrück

Osnabrück. Die aktuellen Wetterbedingungen mit Glatteis stellen ein erhöhtes Risiko für Stürze dar, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Gangunsicherheiten. Die Klinik für Unfall-, Hand – und Wiederherstellungschirurgie des Marienhospitals Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken gibt daher wichtige Hinweise, um sich sicher auf glatten Wegen zu bewegen und Stürze zu vermeiden.
Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie empfehlen den sogenannten Pinguin-Gang als bewährte Methode, um auf glatten Untergründen stabil zu bleiben: Mit langsamen, kleinen Schritten vorwärts bewegen und den Körperschwerpunkt bewusst über das vordere, auftretende Bein verlagern.
Der Fuß sollte mit der ganzen Sohle aufgesetzt und leicht nach außen gedreht werden. Eine leicht nach vorne geneigte Körperhaltung sorgt für zusätzliche Stabilität und reduziert das Risiko, das Gleichgewicht zu verlieren.
„Der Pinguin-Gang ist eine einfache, aber äußerst effektive Technik, um Stürze auf glatten Wegen zu vermeiden. Besonders ältere Menschen sollten diese Methode anwenden, um schwere Verletzungen zu verhindern“, betont Prof. Dr. med. Steffen Roßlenbroich, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Marienhospital Osnabrück.
Zusätzlich ist es laut Prof. Dr. Roßlenbroich ratsam, rutschfeste Schuhe mit Spikes oder profilierten Sohlen zu tragen. Wer im Berufsalltag elegante Schuhe tragen muss, sollte diese erst am Arbeitsplatz wechseln. Bei Bedarf sollten Geländer, Hauswände oder eine Begleitperson als Stütze genutzt werden. Auf das Fahrradfahren sollte bei Glatteis verzichtet werden.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu Stürzen kommen. Besonders gefährlich sind Stürze auf den Kopf oder die Hüfte, die zu schweren Verletzungen wie Schädel-Hirn-Traumata oder Knochenbrüchen führen können.
Im Falle eines Sturzes ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich vorsichtig aufzusetzen. Bei Schmerzen oder Verdacht auf Verletzungen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bei schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder Verdacht auf Knochenbrüche sollte sofort der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 alarmiert werden. Die Notaufnahme des Marienhospitals Osnabrück steht rund um die Uhr für eine medizinische Versorgung zur Verfügung.
Bei leichteren Verletzungen kann der Hausarzt oder ein Facharzt aufgesucht werden. Außerhalb der regulären Sprechzeiten können Patienten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktieren.
