Transplantierte und Dialysepatienten treten bei “Radtour pro Organspende” in die Pedale

MHO - Marienhospital Osnabrück

Am 28. Juli machte die Tour Station am Marienhospital Osnabrück

Osnabrück. Eine Radtour für das Leben hat am 28. Juli auch das Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken besucht. Vom 26. Juli bis 1. August führt die “Radtour pro Organspende” durch Norddeutschland, um ein Zeichen für Organspende zu setzen.

Von Dortmund bis Wilhelmshaven werden insgesamt über 500 Kilometer zurückgelegt. Dabei wird an verschiedenen Krankenhäusern Station gemacht.

„Wir freuen uns, dass die Gruppe auch das Marienhospital Osnabrück angesteuert hat", sagt PD Dr. med. Martin Beiderlinden, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin: "Uns ist es ein großes Anliegen, auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen. Es ist so wichtig, dass jede und jeder die persönliche Haltung zur Organspende mit den engsten Angehörigen bespricht und im Organspende-Register hinterlegt. So kann den vielen Menschen, die auf ein Organ warten, im Fall der Fälle geholfen werden."

Schon seit 2007 machen herz-, leber-, lungen- und nierentransplantierte Menschen mit ihrer Radtour pro Organspende auf die geringe Zahl von Organspenden in Deutschland aufmerksam. Die im europäischen Vergleich einmalige deutsche Rechtslage hat dazu geführt, dass die Zahl der Spenden mit einem bundesweiten Durchschnitt von 10,9 Spendern pro eine Million Einwohner einen dramatischen Tiefstand erreicht hat. Die vielen Wartepatienten stehen dieser Situation machtlos gegenüber, jeden Tag sterben durchschnittlich etwa 3 Menschen, denen ein Spenderorgan ein Weiterleben ermöglicht hätte.

Die Radler möchten den engagierten Menschen in den Spenderkrankenhäusern, in denen jeder Organspende-Prozess seinen Anfang nimmt, den Erfolg ihrer Arbeit vor Augen führen und ihnen weiterhin den Rücken stärken. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Koordinatoren und Transplantationsbeauftragte in diesen Krankenhäusern retten das Leben von Patienten, die sie nicht kennen. 

Die Radler möchten auch allen Angehörigen von Organspendern Danke sagen und ihnen vermitteln, dass ihre Entscheidung fürs Leben richtig gewesen ist.