Thema Sodbrennen

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Gesundheit im Gespräch am 3. Dezember

Georgsmarienhütte/Osnabrück. Viele Menschen leiden unter Sodbrennen – einem unangenehmen Brennen hinter dem Brustbein, das oft nach dem Essen auftritt. Meist helfen zunächst Medikamente oder eine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Doch was, wenn die Beschwerden trotz Behandlung bestehen bleiben? Wann ist eine Operation sinnvoll?

Die Niels-Stensen-Kliniken laden zur nächsten Veranstaltung der Reihe „Gesundheit im Gespräch“ ein. Im Mittelpunkt des Abends steht das Thema Sodbrennen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 3. Dezember, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10-16, statt und wird gleichzeitig im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei und auch der Live-Stream kann frei zugänglich über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken angesehen werden.

Fragen an die Ärzte können bereits zuvor per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@remove-this.noz.de eingereicht werden.

Unter dem Titel „Was tun bei Sodbrennen und Reflux?“ informieren zwei erfahrene Experten des Franziskus-Hospitals Harderberg über Ursachen, Diagnose und moderne Behandlungsmöglichkeiten von Sodbrennen und Refluxerkrankungen: Dr. med. Petr Ziegler, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie, sowie Eckart Schilling, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie.

Die Referenten erläutern, wann konservative Therapien ausreichen und in welchen Fällen ein chirurgischer Eingriff sinnvoll ist. Zudem geben sie einen Einblick in bewährte Operationsverfahren und deren Erfolgsaussichten.

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und dort die empfindliche Schleimhaut reizt. Häufige Auslöser sind üppige Mahlzeiten, Alkohol, Nikotin, Übergewicht oder bestimmte Medikamente.

Bleiben die Symptome dauerhaft bestehen, kann dies zu Entzündungen und langfristig sogar zu Veränderungen der Schleimhaut führen. Daher ist es wichtig, wiederkehrendes Sodbrennen ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen – denn eine frühzeitige Behandlung kann Folgeerkrankungen verhindern.

Wer regelmäßig unter Sodbrennen leidet, kennt die Einschränkungen im Alltag: Schlafstörungen durch nächtliches Brennen, ständiges Aufstoßen oder ein unangenehmes Druckgefühl im Oberbauch. Viele Betroffene greifen über lange Zeit zu Säureblockern, um Linderung zu finden.

Doch wenn die Beschwerden trotz Medikamenten bestehen bleiben oder immer wiederkehren, ist eine genauere Untersuchung sinnvoll. Dabei wird unter anderem die Speiseröhre untersucht, um andere Ursachen auszuschließen. Hinter chronischem Sodbrennen kann sich eine Refluxkrankheit verbergen – und nicht selten liegt die Ursache in einem verrutschten Magen oder einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie). In solchen Fällen kann eine operative Behandlung notwendig werden.

Der Eingriff erfolgt heutzutage in der Regel minimalinvasiv im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie). Die Operation dauert etwa zwei Stunden und zielt darauf ab, die anatomischen Verhältnisse wiederherzustellen und den Rückfluss von Magensäure dauerhaft zu verhindern.