Sport und Krebs

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Gesundheit im Gespräch am 4. März

Osnabrück. Sport kann bei Krebserkrankungen mehr als nur die Fitness fördern. Bei „Gesundheit im Gespräch“ informieren Fachkräfte darüber, wie Bewegung während und nach einer Therapie unterstützt, das Wohlbefinden steigert und die Genesung positiv beeinflussen kann.

Körperliche Aktivität spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der Krebsmedizin. Studien zeigen: Regelmäßige Bewegung kann Nebenwirkungen von Therapien lindern, die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten und das psychische Wohlbefinden stärken. Sie kann zudem helfen, das Risiko von Rückfällen zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen langfristig zu verbessern.

Die Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Gespräch“ widmet sich diesem Thema. Ziel ist es, praxisnah aufzuzeigen, wie Sport in der Begleitung von onkologischen Erkrankungen sinnvoll eingesetzt werden kann – individuell angepasst an den Gesundheitszustand und die Therapiephase der Patientinnen und Patienten.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 4. März, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10-16, statt und wird gleichzeitig im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei und auch der Live-Stream kann frei zugänglich über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken angesehen werden.

Fragen an die Ärzte können bereits vorab per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@remove-this.noz.de eingereicht werden.

Thomas Hegge und Dr. med. Kristina Middelberg-Bisping, Experten für onkologische Therapie und Rehabilitation am Marienhospital Osnabrück, erklären, welche Trainingsformen bei Krebspatientinnen und -patienten besonders geeignet sind. 

Sie erläutern, wie körperliche Aktivität an Therapie, Leistungsfähigkeit und individuelle Bedürfnisse angepasst wird und wie ein strukturiertes Bewegungsprogramm in den Alltag integriert werden kann.

Zahlreiche Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für bestimmte Krebsarten senken kann. Bewegung wirkt sich positiv auf Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem aus und kann entzündliche Prozesse reduzieren.

Auch während einer Krebsbehandlung spielt Sport eine zunehmend wichtige Rolle: Er kann therapiebedingte Nebenwirkungen wie Fatigue, Muskelschwäche oder psychische Belastungen lindern. Zudem trägt körperliche Aktivität dazu bei, Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass regelmäßige körperliche Aktivität nach einer überstandenen Tumorerkrankung die Prognose positiv beeinflussen kann.

Darüber hinaus profitieren viele Betroffene psychisch: Sport stärkt das Körpergefühl, reduziert Ängste und hilft, nach einer belastenden Therapiephase wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen. Die Referenten stellen aktuelle Studienergebnisse vor und erklären verständlich, was sie für Patientinnen und Patienten bedeuten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse sind das eine – der Schritt in die Umsetzung das andere. Viele Betroffene fragen sich: Was darf ich mir zumuten? Wie beginne ich? Und was ist, wenn ich mich erschöpft fühle?

Die Veranstaltung zeigt praxisnah, wie ein individuell angepasstes Bewegungsprogramm aussehen kann – von moderatem Ausdauertraining über Kraftübungen bis hin zu alltagsnaher Aktivität. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Mut zu machen, sich im eigenen Tempo zu bewegen. Denn Sport im onkologischen Kontext bedeutet nicht Leistung, sondern Lebensqualität.