Schaufensterkrankheit: Wenn das Gehen zur Qual wird

MHO - Marienhospital Osnabrück

Gesundheit im Gespräch am 4. November

Osnabrück. Die sogenannte Schaufensterkrankheit, medizinisch als periphere arterielle Verschlusskrankheit bezeichnet, ist eine häufige Durchblutungsstörung der Beine. Betroffene verspüren beim Gehen Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen – oft scheinbar zum Betrachten des nächsten Schaufensters. Die Beschwerden entstehen durch verengte oder verschlossene Schlagadern und sind ein ernst zu nehmendes Zeichen für eine fortgeschrittene Gefäßerkrankung.

Die Schaufensterkrankheit steht im Mittelpunkt der Veranstaltung „Gesundheit im Gespräch“ am Mittwoch, 4. November, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10-16. Sie wird gleichzeitig im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei und auch der Live-Stream kann frei zugänglich über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken angesehen werden.

Ziel der Veranstaltung ist es, über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären und die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose zu verdeutlichen. Fragen an die Ärzte können bereits vorab per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@remove-this.noz.de eingereicht werden.

Die Schaufensterkrankheit ist nicht nur eine Erkrankung der Beine, sondern Ausdruck einer allgemeinen Gefäßverkalkung. Weltweit sind fast 320 Millionen Menschen von den anhaltenden Schmerzen betroffen. Während die Krankheit unbehandelt zu schweren Komplikationen führen kann – bis hin zu Ruheschmerzen, schlecht heilenden Wunden oder Amputationen – erhöht sich die Chance auf Genesung durch eine frühe Diagnose, eine optimale gesundheitliche Einstellung und eine ganzheitliche Behandlung.

Prof. Dr. med. Jörg Heckenkamp (Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie) und Aysel Can (Oberärztin der Klinik für Gefäßchirurgie) vom Marienhospital Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken erläutern bei der Veranstaltung, welche Rolle Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte spielen und wie ihnen mit frühzeitiger Prävention entgegengesteuert werden kann. 

Während die Patienten selbst mit einem aktiven und gesunden Lebensstil ihren Beitrag leisten können, gehört ebenso die ärztlich abgeklärte Einstellung von Blutzucker- und Cholesterinwerten sowie Medikamenten zur Behandlung dazu.

Ist die Erkrankung schon fortgeschritten, gibt es unterschiedliche Therapieansätze. Das Team des Marienhospitals Osnabrück um Prof. Dr. med. Jörg Heckenkamp und Aysel Can setzt auf ein ganzheitliches Konzept – von konservativen Maßnahmen wie dem Gehtraining und der medikamentösen Behandlung bis hin zur endovaskulären Therapie und minimalinvasiven Eingriffen. 

Die Referenten zeigen in der Veranstaltung auf, wie individuell angepasste Therapien helfen können, Schmerzen zu lindern, die Mobilität zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.