Marienhospital Osnabrück und Klinikum Osnabrück besetzen zwei Chefarztstellen trägerübergreifend

MHO - Marienhospital Osnabrück

Prof. Dr. med. Kerstin Schütte verantwortet ab Januar 2026 die Innere Medizin am Marienhospital Osnabrück (MHO) und am Klinikum Osnabrück (KOS) / PD Dr. med. Jürgen Tepel übernimmt im November 2026 die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie am MHO und am KOS

Osnabrück. Die Niels-Stensen-Kliniken und das Klinikum Osnabrück werden künftig enger zusammenarbeiten. Die beiden Träger erarbeiten zurzeit in enger Abstimmung mit dem Land Niedersachsen ein Zielbild für die zukünftige medizinische Versorgung in Osnabrück. Beide Träger sind der festen Überzeugung, dass die zukünftige umfassende Kooperation eine einmalige Chance darstellt. Ziel ist es, im Hinblick auf das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz eine patientenorientierte wie wirtschaftlich tragbare gemeinsame Versorgungsstruktur in Osnabrück zu schaffen. Vor diesem Hintergrund werden ab sofort wesentliche anstehende Personalentscheidungen in gemeinsamer Abstimmung getroffen. Die beiden Aufsichtsgremien haben jetzt die ersten beiden Personalien trägerübergreifend besetzt. 

Prof. Dr. med. Kerstin Schütte übernimmt ab dem 01.01.2026 die Leitung der Inneren Medizin / Gastroenterologie mit den beiden Standorten KOS und MHO. Dies erfolgt am Finkenhügel in Nachfolge für PD Dr. Johannes Rey, der das KOS zum Ende des Jahres 2025 verlassen wird. Kerstin Schütte (50) leitet seit dem Jahr 2016 die Innere Medizin am MHO und ist seit Juli 2021 als Ärztliche Direktorin Mitglied der Krankenhausleitung. Auch in der Allgemein- und Viszeralchirurgie gibt es Pläne für eine trägerübergreifende Besetzung: PD Dr. med. Jürgen Tepel (59) übernimmt ab dem 01.11.2026 die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie mit den beiden Standorten KOS und MHO. Jürgen Tepel ist bereits seit 2009 Chefarzt im KOS und wurde im Dezember 2024 zum Ärztlichen Direktor berufen. Er folgt damit am MHO auf Prof. Dr. med. Christoph Nies, der seinen Ruhestand antreten wird. 

Mit diesem Schritt werden zwei wesentliche Leistungsbereiche der Krankenhäuser unter jeweils eine Leitung gestellt. Die Träger und die Geschäftsführungen positionieren sich mit dieser Entscheidung bereits in einer frühen Phase der Kooperationsbemühungen eindeutig. „Es gibt keine Alternative zu einer zukünftigen intensiven Kooperation“, sagt Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück. Christina Jaax, Geschäftsführerin der Niels-Stensen-Kliniken ergänzt: „Nur gemeinsam wird das Beste für die Menschen in Stadt und Landkreis Osnabrück geschaffen werden können.“

„Der Beschluss zu den beiden gemeinsamen Chefärzten stellt eine historische Entscheidung und einen großen Schritt auf dem Weg der Kooperation der beiden großen Osnabrücker Krankenhäuser dar. Es geht um ein Leuchtturmprojekt der Verbesserung der Versorgungsqualität und der Wirtschaftlichkeit“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Osnabrück, Fritz Brickwedde.

Weihbischof Johannes Wübbe, Aufsichtsratsvorsitzender der Niels-Stensen-Kliniken, ergänzt: „Ich danke beiden herzlich, dass sie diese Vorreiterrolle einnehmen und trägerübergreifend Verantwortung tragen werden. So gelingt es, für die Region Osnabrück eine erstklassige medizinische Versorgung zu garantieren.“

Zwischen dem Marienhospital Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken und dem Klinikum Osnabrück gibt es schon jetzt eine Zusammenarbeit in der Geburtshilfe und bei der Versorgung von Lebererkrankungen sowie Operationen an der Speiseröhre. Zudem haben die Häuser zu den drei Leistungsbereichen Urologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Senologie einen Kooperationsvertrag abgestimmt. Weitere Kooperationsvereinbarungen werden jetzt erarbeitet.