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Lungenkrebs-Screening als neues Vorsorgeangebot
NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)
Osnabrück. Lungenkrebs wird häufig erst spät erkannt – oft dann, wenn Symptome auftreten und die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Mit dem bundesweiten Start des strukturierten Lungenkrebs-Screenings am 1. April wird in Deutschland nun ein neues Vorsorgeangebot eingeführt, das auf eine frühere Diagnose abzielt.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung „Gesundheit im Gespräch“ klärt das Lungenkrebszentrum Osnabrück über den aktuellen Stand, die medizinische Einordnung und die konkreten Abläufe auf.
Mit Dr. med. Petra Hoffknecht, Dr. med. Ludger Hillejan, Meike Engelmeyer und Dr. med. Joachim Klocke kommen vier erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte zu Wort, die im zertifizierten Lungenkrebszentrum am Franziskus-Hospital Harderberg tätig sind.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. März, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10-16, statt und wird gleichzeitig im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei und auch der Live-Stream kann frei zugänglich über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken angesehen werden. Fragen an die Ärzte können bereits vorab per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@noz.de eingereicht werden.
Das neue Angebot richtet sich ausschließlich an Personen mit erhöhtem Risiko – insbesondere an starke Raucherinnen und Raucher mit definierter Vorgeschichte. Voraussetzung sind bestimmte Kriterien, die unter anderem Alter und Rauchgewohnheiten betreffen.
Da beim Screening eine spezielle Form der Computertomographie eingesetzt wird – eine sogenannte Low-Dose-CT der Lunge –, ist die Untersuchung mit einer (wenn auch reduzierten) Strahlenbelastung verbunden. Deshalb können sich nur Menschen anmelden, die die festgelegten Risikokriterien erfüllen. Eine sorgfältige Auswahl der Teilnehmenden ist medizinisch ausdrücklich vorgesehen.
Interessierte können sich registrieren und voranmelden. Im Vortrag wird erläutert, wie die Aufnahme in das Programm erfolgt, welche Unterlagen erforderlich sind und wie die Terminvergabe organisiert wird.
Die Untersuchung selbst erfolgt mittels Niedrigdosis-CT, das auch kleine Veränderungen im Lungengewebe sichtbar machen kann. Ziel ist es, mögliche Tumoren frühzeitig zu entdecken – idealerweise in einem Stadium, in dem sie noch gut behandelbar sind.
Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die strukturierte Weiterbetreuung. Die Veranstaltung informiert darüber, wie bei unauffälligen Ergebnissen verfahren wird und welche weiteren diagnostischen Schritte bei einem auffälligen Befund folgen.
Besteht der Verdacht auf Lungenkrebs, erfolgt eine gezielte Abklärung im spezialisierten Zentrum. So wird sichergestellt, dass Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko schnell und koordiniert weiterbehandelt werden.
Das Lungenzentrum Osnabrück ist regional das größte Zentrum für alle Erkrankungen der Lunge. Als zertifiziertes Lungenkrebszentrum zählt es deutschlandweit zu den größten Zentren. Mit allen Kooperationspartnern in Diagnostik und Therapie bildet es ein hoch spezialisiertes interdisziplinäres Team.
