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Hörstörungen - Oft übersehen mit weitreichenden Folgen
MHO - Marienhospital Osnabrück

Osnabrück. Taubheit und Schwerhörigkeit richtig erkennen und behandeln – darum geht es bei einer Veranstaltung von „Gesundheit im Gespräch“ am Mittwoch, 22. April, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum. Fachärztin Dr. med. Bianca Krämer informiert gemeinsam mit einem Audiologen, einem Pädagogen und einer Akustikerin über moderne Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten und Wege, Hörverlust frühzeitig zu erkennen und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten.
Denn ein gutes Gehör ist entscheidend für Kommunikation, soziale Teilhabe und Lebensqualität. Taubheit oder Schwerhörigkeit entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unentdeckt. Häufig werden die ersten Anzeichen wie Hintergrundgeräusche oder Verständnisschwierigkeiten im Alltag zunächst nicht ernst genommen. Die Folgen: Betroffene, egal ob jung oder alt, ziehen sich zurück, soziale Kontakte leiden und die Lebensqualität sinkt.
Die Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Gespräch“ der Niels-Stensen-Kliniken widmet sich diesem Thema am 22. April. Die Veranstaltung im NOZ-Medienzentrum wird auch zeitgleich im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei und auch der Live-Stream kann frei zugänglich über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken angesehen werden. Fragen an die Experten können bereits vorab per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@noz.de eingereicht werden.
Die Fachärztin der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des Marienhospitals Osnabrück, Dr. med. Bianca Krämer, erläutert gemeinsam mit Carsten Gregor, Koordinator der Pädagogischen Audiologie am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Osnabrück, seiner Kollegin Kerstin Bremken, Hörgeräteakustikermeisterin und Pädakustikerin, sowie Christoph Ohrt, CI Audiologe bei Hörgeräte Gerland, praxisnah die modernen Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Hörstörungen.
Wie wichtig Hören ist, macht sich nicht erst im hohen Alter bemerkbar – Hörstörungen können bereits im Kindesalter auftreten und prägen die Patienten für das Leben. Deshalb legen die Referenten zu Beginn des Vortrags einen Fokus auf Hörstörungen im Kindesalter. Danach wird gezeigt, welche Möglichkeiten es in der Behandlung für Jung und Alt gibt, wie sich die Hörgeräte weiterentwickeln und welche implantierbaren Hörlösungen Leben verändern können. Auch Chancen und Grenzen der einzelnen Therapien werden verständlich erklärt, sodass Betroffene und Angehörige fundierte Entscheidungen treffen können.
Neben der medizinischen Behandlung steht die Lebensqualität der Betroffenen im Mittelpunkt. Gerade durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, HNO-Zentren, Therapeuten, Pädagogen, Akustikern und Audiologen kann für eine individuelle Beratung und Begleitung gesorgt werden. Ziel ist es, Kommunikation, Teilhabe und Alltagskompetenz zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Veranstaltung zeigt anschaulich, wie frühzeitige Diagnostik und umfassende Betreuung Hand in Hand gehen, um Hörstörungen wirksam zu begegnen.
Die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde im Marienhospital Osnabrück bietet eine umfassende und sichere Versorgung für Erwachsene und Kinder mit Höreinschränkung. Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem anspruchsvolle Mittelohroperationen, die Versorgung mit knochenverankerten Systemen und aktiven Mittelohrimplantaten und die Cochlea-Implantation im interdisziplinären Cochlea Implantat Centrum Osnabrück. Das Team arbeitet dabei eng mit den niedergelassenen HNO-Kollegen, Akustikern, Logopäden und Audiologen zusammen, um Betroffenen die bestmögliche Betreuung und Unterstützung auf ihrem Weg zu besserem Hören zu gewährleisten.
