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Gesundheit im Gespräch am 14. Januar
FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Georgsmarienhütte. Chronische Verstopfung (Obstipation) ist ein weit verbreitetes Leiden, das die Lebensqualität massiv einschränken kann. Ständiges Völlegefühl, Schmerzen und die Angst vor dem nächsten Toilettengang werden oft schamhaft verschwiegen. Dennoch zeigen moderne Medizin und interdisziplinäre Behandlungskonzepte: Eine Besserung dieses Zustands ist möglich.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Gespräch“ informiert Dr. med. Erik Allemeyer, Chefarzt der Klinik für Proktologie, Kontinenz- und Beckenbodenchirurgie am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken, über aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie von chronischer Obstipation. Der erfahrene Facharzt zeigt auf, welche Ursachen und Symptome die Erkrankung begleiten und wie individuelle Behandlungsmöglichkeiten helfen können.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 14. Januar, um 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10-16, statt und wird gleichzeitig im Internet übertragen. Der Eintritt sowie der Live-Stream über den YouTube-Kanal der Niels-Stensen-Kliniken sind frei zugänglich.
Fragen an den Arzt können bereits vorab per E-Mail über gesundheit-im-gespraech@noz.de eingereicht werden.
Chronische Obstipation, oder auch chronische Verstopfung genannt, ist mehr als nur ein seltener Stuhlgang. Mediziner sprechen von chronisch, wenn bestimmte Symptome über einen längeren Zeitraum bestehen. Dazu zählen: Seltener Stuhlgang (oft weniger als dreimal pro Woche), starkes Pressen beim Stuhlgang, harter Stuhl, das Gefühl der unvollständigen Entleerung.
Die Ursachen sind vielfältig und reichen von simplen Ernährungsgewohnheiten über funktionelle Störungen im Darm bis hin zu komplexen Problemen der Beckenbodenmuskulatur. Der Leidensdruck der Betroffenen ist oft hoch und kann bei fehlender Diagnose zu weiteren Komplikationen wie Hämorrhoiden, Analfissur bis hin zum Darmdurchbruch führen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind aber wenig bekannt oder werden nicht ausgeschöpft, dabei ist eine präzise Diagnose entscheidend für den Therapieerfolg.
Dr. Allemeyer betont: „Oftmals liegt die Ursache nicht nur im Darm. Moderne diagnostische Verfahren wie die 3D-Endosonographie oder die Defäkographie ermöglichen es, genau hinzusehen und die Behandlung exakt auf die Patienten zuzuschneiden.“
Das Team um Dr. Allemeyer am Franziskus-Hospital Harderberg setzt deshalb auf eine ganzheitliche Versorgung bei der Therapie. Ausgehend von konservativen Ansätzen wie Ernährungs- oder Medikamentenumstellungen wird der Therapieumfang bei steigendem Leidensdruck angepasst. Bei hohem Leidensdruck und wenn zum Beispiel eine überlange Darmschlinge im kleinen Becken abgeknickt ist, kann eine Darmoperation hilfreich sein. Dabei handelt das Team aber stets nach dem obersten Gebot: Konservativ vor operativ.
