Aktionstag gegen den Schmerz

SVH - St. Vinzenz Haselünne

Infoveranstaltung am 4. Juni im St.-Vinzenz-Hospital Haselünne - Kooperationsvereinbarung mit der Schmerzmedizinischen Abteilung des Bonifatius-Hospitals in Lingen

Am Dienstag, 4. Juni, laden die Psychosomatische Abteilung des St.-Vinzenz-Hospitals Haselünne der Niels-Stensen-Kliniken und die Schmerzmedizinische Abteilung des Bonifatius-Hospitals Lingen anlässlich des „Aktionstag gegen den Schmerz“ um 18 Uhr zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung für Betroffene und Interessierte ein.

Die Veranstaltung findet im Konferenzsaal der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des St.-Vinzenz-Hospitals statt. Referenten sind Dr. Simon Peiffer (Oberarzt Orthopädie und Unfallchirurgie am Bonifatius Hospital Lingen), Jana Flerlage (Oberärztin Schmerztherapie am Bonifatius Hospital Lingen), Dr. Thomas-Ulrich Götz (Leiter MVZ Schmerzambulanz am Bonifatius Hospital Lingen) sowie Sonja Diedrichs (Physiotherapeutin, Behandlung von Patienten mit chronischer Schmerzerkrankung am Bonifatius Hospital Lingen) und Dr. Elke Scherbinski (Leitende Oberärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am St.-Vinzenz-Hospital Haselünne).

Die Psychosomatische Abteilung des St.-Vinzenz-Hospitals in Haselünne hat zur besseren Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen eine Kooperationsvereinbarung mit der Schmerzmedizinischen Abteilung des Bonifatius Hospitals in Lingen geschlossen. Ziel ist die bessere Vernetzung von spezialisierten Behandlungsangeboten für diese Patientengruppe.

Die rund zwölf Millionen chronischen Schmerzpatienten in Deutschland haben oft eine lange Leidensgeschichte hinter sich, bevor sie eine wirksame Schmerzbehandlung erhalten. Nur rund zehn Prozent der Betroffenen in Deutschland werden Spezialisten vorgestellt. Neben den Schmerzen und den damit verbundenen Einschränkungen im Alltag bestehen oft Schlafstörungen, depressive Symptome und ängstliche Gedanken.

Auslöser für die Entwicklung einer Schmerzerkrankung kann eine Verletzung oder Krankheit sein. Manchmal treten die Schmerzen ohne ein sichtbares Ereignis beziehungsweise körperlich nachweisbare Erkrankung auf. Bei allen Formen spielen oft langanhaltende Alltagsbelastungen, Konflikte oder auch traumatische Erfahrungen eine wesentliche Rolle in der Entstehung. Der Prozess der Schmerzverarbeitung ist sehr komplex und von vielen individuellen Vorgängen beeinflusst.

Daher ist auch die Behandlung eine komplexe Aufgabe, die im Idealfall in einem multimodalen Team erfolgt. Die Behandelnden aus beiden Kliniken wollen eine genauere Diagnosestellung der Schmerzerkrankung bei den Betroffenen erreichen und einen möglichst individuellen, langfristigen Behandlungsplan erstellen. Ziel ist es, den Schmerzbelasteten ein gutes Maß an Lebensqualität mit ihrer Erkrankung zu ermöglichen. Mit gemeinsamen Fortbildungen und Informationsveranstaltungen soll in Zukunft die Zusammenarbeit verstärkt werden.

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