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Unterstützung bei psychischen Erkrankungen in Schwangerschaft und Stillzeit
Die Zeit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist für viele Frauen eine besonders intensive Lebensphase, geprägt von Freude, neuen Erfahrungen und Erwartung. Gleichzeitig können in dieser Zeit auch psychische Veränderungen auftreten – und diese sind heute gut behandelbar.
Wenn Schwangerschaft und Wochenbett belastend werden
Weltweit ist jede 7. Frau während der Schwangerschaft oder nach der Geburt von peripartalen psychischen Erkrankungen betroffen. Häufig handelt es sich um depressive Episoden, aber auch Angststörungen und Zwangserkrankungen treten in dieser Phase auf und können sicher diagnostiziert und behandelt werden.
Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere für Frauen, die bereits früher psychische Erkrankungen erlebt haben.
Unser Angebot in der Institutsambulanz Bramsche
An der Institutsambulanz der Niels-Stensen-Kliniken in Bramsche bieten wir Ihnen:
- Ambulante Erstkontakte und Diagnostik
- Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung
- Multiprofessionelle Begleitung während Schwangerschaft und Wochenbett
- Sozialpädagogische Unterstützung bei Bedarf
- Interventionen für beide Elternteile, wenn gewünscht
Bei schweren Krankheitsverläufen können wir eine stationäre Behandlung in unserer Klinik vermitteln.
Symptome frühzeitig erkennen
Typische Warnsignale depressiver Phasen sind:
- anhaltende Niedergeschlagenheit oder Stimmungsschwankungen
- Interessenverlust und fehlende Freude
- Schlafprobleme oder Erschöpfung
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Schuldgefühle oder vermindertes Selbstwertgefühl
- innerer Rückzug und schwankender Lebensmut
Auch Angstzustände, Zwangsgedanken oder psychotische Symptome sollten frühzeitig abgeklärt werden.
Selbsttest: Besteht ein Verdacht auf Depression?
Beantworten Sie für sich die folgenden Fragen (nach Whooley et al., 1997):
- Fühlen Sie sich im letzten Monat häufiger niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos?
- Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?
Für eine weiterführende Diagnostik nutzen wir u. a. standardisierte Fragebögen wie:
- Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS)
- Depression-Angst-Stress-Skala für die Peripartalzeit (DASS-P)
Beratung bei Kinderwunsch
Auch bei einem Kinderwunsch trotz bestehender psychischer Erkrankung beraten und begleiten wir Sie gerne individuell.
Wir finden gemeinsam den passenden Behandlungsweg. Unser Ziel ist es, zusammen mit Ihnen stabile psychische Gesundheit aufzubauen. Welche Behandlungsmethoden geeignet sind, erarbeiten wir individuell und lösungsorientiert.
Kontakt
Sie können sich jederzeit an unsere Institutsambulanz wenden. Außerdem ist eine Überweisung durch Hausarzt, Gynäkologin/Gynäkologen oder Ihre Hebamme möglich.

Dr. med. Susanne Wegner
Oberärztin
Fachärztin für Psychiatrie
Fachärztin für Nervenheilkunde
Psychotherapie
Anmeldung und Terminvergabe
T 05461 805-3000
T 05461 805-4000
Mo – Do 8:00 Uhr – 16:00 Uhr
Fr 8:00 Uhr – 14:00 Uhr
