Leistungsspektrum

In der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) arbeiten Neurologen in einem interdisziplinären Team eng zusammen mit Kolleg*innen der Kardiologie, Gastroenterologie und Radiologie.

Auf unserer Überwachungsstation/Chest-Pain Unit haben wir einen Stroke Bereich eingerichtet und sind somit optimal aufgestellt, um Patienten mit Schlaganfällen und den sehr häufig vorliegenden kardiovaskulären Komorbiditäten auf höchstem Niveau zu versorgen.

Wie oft kommt ein Schlaganfall vor?

Jährlich ereignen sich in Deutschland 260.000-270.000 Schlaganfälle, sie sind die dritthäufigste Todesursache und häufigste Ursache bleibender Behinderungen in Deutschland.

Viele Schlaganfälle lassen sich im Vorfeld durch Behandlung/Vermeidung von Risikofaktoren verhindern; durch Behandlung eines Bluthochdrucks (Ziel <140/90mmHg), Rauchverzicht, Vermeidung von Übergewicht, gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung (mindestens 5x/Woche 30 Minuten, am besten leicht ins Schwitzen kommen), Behandlung einer Fettstoffwechselstörung und (sehr) wenig Alkohol.

Dennoch wird die Schlaganfallhäufigkeit steigen, denn 75% der Schlaganfallpatienten sind >65 Jahre und mehr als jeder 4. Bundesbürger ist 2030 über 65 Jahre.

Wie entsteht ein Schlaganfall?

Die meisten Schlaganfälle entstehen durch Blutgerinnsel, die den Blutfluß in den Gefäßen im Gehirn blockieren. Diese Gerinnsel können im Gehirn selbst entstehen. Häufiger stammen sie jedoch aus einem anderen Teil des Körpers (z. B. Halsschlagadern/Herz) und werden über den Blutkreislauf ins Gehirn geschwemmt.

Weniger häufig sind Schlaganfälle durch Blutungen im Gehirn, wenn ein Blutgefäß meist durch länger bestehenden Bluthochdruck reißt und Blut ins Hirngewebe austritt.

Welche Symptome hat ein Schlaganfall?

Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome haben, gilt es, keine Zeit zu verlieren und den Rettungsdienst zu alarmieren:

• Plötzliche, einseitige Blindheit

• Plötzliche Gefühlsstörung (Taubheit) einer Körperhälfte (meist Gesicht+Arm+Bein)

• Plötzliche Kraftlosigkeit einer Körperhälfte (meist Gesicht+Arm+Bein)

• Plötzliche verwaschene Sprache

• Plötzliche Störung der Sprachproduktion und/oder des Sprachverstehens

So helfen wir mit der Stroke Unit (Schlaganfallheit)

Wir sind für sie rund um die Uhr auf der Stroke Unit (Schlaganfalleinheit) da und arbeiten als Neurologen in einem interdisziplinären Team eng zusammen mit Kolleg*innen der Kardiologie, Gastroenterologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie.

In der Akuttherapie wird versucht, das Gerinnsel direkt wieder aufzulösen, was in möglichst kurzer Zeit geschehen sollte. Alternativ können die Gerinnsel auch durch einen feinen Katheter aus dem Gefäßsystem entfernt werden.

Im Falle der Notwendigkeit einer akuten Operation am bzw. im Gehirn wird diese durch die Kolleg*innen Neurochirurgie durchgeführt.

Während der anschließenden Überwachungsphase auf der Stroke Unit werden die Körperfunktionen engmaschig überwacht, um frühzeitig Komplikationen oder Verschlechterungen zu erkennen und zu verhindern.

Auf unserer Überwachungsstation/Chest-Pain Unit haben wir die Stroke Unit eingerichtet und sind somit optimal aufgestellt, um Patienten mit Schlaganfällen und den sehr häufig vorliegenden kardiovaskulären Begleiterkrankungen auf höchstem Niveau zu versorgen.

Im interdisziplinären Team sind auch Logopäden/Physiotherapeuten/Ergotherapeuten und der Sozialdienst, die die Patienten frühzeitig bei der Rehabilitation der Folgen des Schlaganfalls unterstützen.

Dadurch sind die Patienten mit einem Schlaganfall im Marienhospital rund um optimal versorgt, um die Folgen des Schlaganfalls so gering wie möglich zu halten und in Zukunft weitere Schlaganfälle zu verhindern.

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