Leistungsspektrum

Diagnostik

Ösophagogastroduodenoskopie (Magenspiegelung)

Dieses Verfahren wird auch Magenspiegelung genannt und ermöglicht mittels eines dünnen Endoskops, welches über den Mund in die Speiseröhre eingeführt wird, einen Blick in Speiseröhre, Magen und Teile des Zwölffingerdarms. Typischerweise erfolgt dies während einer sanften Kurznarkose ("Schlafspritze"). Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und dauert wenige Minuten. Mit dieser Untersuchung lassen sich z.B. Magenschleimhautentzündungen oder -geschwüre diagnostizieren.

Koloskopie (Darmspiegelung)

Dieses Verfahren wird auch Darmspiegelung genannt und ermöglich einen Blick in den kompletten Dickdarm. Diese Untersuchung wird mittels sanfter Kurznarkose durchgeführt und dauert ca. 20-30 Minuten. Hierbei lassen sich z.B. Ursachen für eine Blutarmut oder bösartige Wucherungen des Dickdarms diagnostizieren.

Bronchoskopie (Lungenspiegelung)

Diese Untersuchung wird auch Lungenspiegelung genannt. Entgegen der Namensgebung wird jedoch nicht die Lunge untersucht, sondern genauer gesagt die großen und mittleren Atemwege, auch Bronchien genannt. Eine Bronchoskopie ist z.B. bei anhaltendem Husten, v.a. Lungenkrebs oder immer wiederkehrenden Lungenentzündungen indiziert. Diese Untersuchung dauert 5-15 Minuten und wird während einer sanften Kurznarkose durchgeführt.

Langzeit-EKG

Das Langzeit-EKG ist eine EKG-Aufzeichnung über einen Zeitraum von 24 Stunden. Dabei werden die EKG-Elektroden für diesen Zeitraum am Brustkorb belassen und und die Herzströme über den gesamten Zeitraum mit Hilfe eines tragbaren Rekorders erfasst. Dabei ist die volle Beweglichkeit des Patienten gewährleistet. Diese Untersuchung findet bei Verdacht auf Rhythmusstörungen Anwendung.

Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG wird bei Verdacht auf koronare Herzerkrankung durchgeführt. Dabei erfolgt eine körperliche Belastung auf einem Fahrradergometer bei gleichzeitiger Erfassung eines sogenannten 12-Kanal EKG. Treten typische Beschwerden auf (Angina pectoris genannt) oder typische EKG-Veränderungen, ist eine weitergehende kardiologische Abklärung erforderlich. Diese erfolgt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wichter/Chefarzt der Abteilung Kardiologie des Marienhospitals in Osnabrück.

Langzeit-Blutdruckmessung

Die Langzeitblutdruckmessung ist ein Verfahren zur Erstdiagnostik oder Verlaufsbeurteilung der arteriellen Hypertonie. Dabei wird eine Blutdruckmanschette angelegt und über den Zeitraum von 24 Stunden werden in regelmäßigen Abständen Blutdruckmessungen durchgeführt. Insbesondere nächtlich auftretender Blutdruck kann somit einfach diagnostiziert werden.

Transthorakale Echokardiographie

Die transthorakale Echokardiographie ist ein sonographisches Verfahren, mit dem das Herz durch die Brustwand mit Hilfe eines Ultraschallkopfes beurteilt werden kann. Eine Vielzahl von Herzerkrankungen oder Beschwerden wie Luftnot, Beklemmungsgefühl im Brustkorb oder Leistungsschwäche können damit einfach und zuverlässig diagnostiziert werden. Die Untersuchung erfolgt im Liegen und dauert je nach Fragestellung 10-15 Minuten.

Transösophageale Echokardiographie

Die transösophageale Echokardiographie ist eine sonographische Untersuchung des Herzens, bei der insbesondere die linke Vorkammer und die Herzklappen sehr gut beurteilt werden können. Die Untersuchung erfordert eine leicht Kurznarkose, da wie bei der Magenspiegelung ein dünner Schlauch über den Mund in die Speiseröhre eingeführt wird. Je nach Fragestellung dauert die Untersuchung 10-20 Minuten.

Abdomensonographie

Die Abdomensonographie ist die sonographische Untersuchung des Bauches. Sie ist bei einer Vielzahl von Beschwerden indiziert, am häufigsten zur Abklärung von Bauchschmerzen, aber z.B. auch unklarer Gewichtsabnahme, Gelbsucht oder v.a. Darmverschluss. Je nach Fragestellung dauert die Untersuchung 5-20 Minuten.

Thoraxsonographie

Die Thoraxsonographie ist die sonographische Unterschung des Brustkorbs. Insbesondere das Rippenfell und das Zwerchfell lassen sich sonographisch gut darstellen. Zur Abklärung von Luftnot, Fieber oder Schmerzen im Brustkorb kommt diese Untersuchung zur Anwendung.

Notfallsonographie

Befindet sich ein Patient in einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand, kann der herkömmliche Ablauf einer sonographischen Untersuchung zu lang sein. Daher gibt es spezielle Protokolle, die bei bedrohlichen Symptomen wie Schock, starke Luftnot oder starken Schmerzen zum Einsatz kommen. In der Regel kommt diese Untersuchungsform in der Notaufnahme und auf der Intensivstation zum Einsatz.

Dopplerdruckmessung der Beinarterien

Es wird der Blutdruck an beiden Oberarmen und an beiden Unterschenkeln gemessen. Da normalerweise der Knöchelarteriendruck 10 mmHg höher ist als der Oberarmdruck, lässt sich ein normaler Dopplerindex von Knöcheldruck/ Oberarmdruck von größer als 1 errechnen. Je weiter der Dopplerindex bei einem Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit unter 1 liegt, umso schwerer sind die Durchblutungsstörungen.

Kontrastmittelsonographie

Mit der Kontrastmittelsonographie können die in der herkömmlichen Abdomensonographie gesehenen Auffälligkeiten der Leber weitergehend beurteilt werden. Dabei wird ein Kontrastmittel in eine Vene gespritzt, welches sich in der Leber kurzzeitig anreichert und bei bestimmten Erkrankungen charakteristische Muster erkennen lässt.

Duplexsonographie der Beinvenen

Die Duplexsonographie der Beinvenen dient im wesentlichen zur Diagnostik von Beinvenenthrombosen. Die Untersuchung dauert wenige wenigen Minuten und ist wie alle sonographischen Methoden völlig schmerzfrei.

Spirometrie

Mit der Spirometrie können Verengungen der Bronchien oder Volumenminderungen der Lunge festgestellt werden. Dabei wird aktiv kräftig in ein Messsensor geatmet. Nach wenigen Atemmanövern können so wichtige Aussagen über sogenannte Ventilationsstörungen gemacht werden.

Bodyplethysmographie

Mit der Bodyplethysmographie lassen sich ebenfalls Ventilationsstörungen der Lunge diagnostizieren. Es ist ein aufwendigeres Verfahren als die Spirometrie, welches insbesondere sogenannte Überblähungen bei Raucherlunge als auch Lungenschrumpfungen bei Lungenfibrose sehr genau erfassen kann. Auch hier ist aktive Mithilfe im Sinne von bestimmten kräftig durchgeführten Atemmanövern gefragt.

Röntgenuntersuchungen

In der radiologischen Abteilung werden sogenannte konventionelle Röntgenbilder von Brustkorb, Bauch oder Gelenken durchgeführt. Auch eine Durchleuchtungseinheit ist in Betrieb, die beispielsweise die korrekte Lage von implantierten Kathetern überprüfen kann.

Computertomographie

In Zusammenarbeit mit der an der Klinik befindlichen radiologischen Gemeinschaftspraxis der Kollegen Dres. Heuer, Löchte und Puschmann können computertomographische Untersuchungen von Kopf, Brustkorb, Bauch und Becken durchgeführt werden.

Knochenmarkpunktion

Bei der Knochenmarkpunktion wird während einer sanften Kurznarkose sowie lokaler Betäubung mit einer Hohlnadel eine Gewebeprobe aus dem Beckenkamm entnommen. Dieses kann bei Störungen der Blutbildung erforderlich sein und ist bei Verdacht auf bösartige Neubildungen des Knochenmarks indiziert.

Therapie

Wir ermöglichen die gesamte internistischen Behandlung mit Arzneimitteln wie z.B. bei Infektionen, Herzschwäche, Rhythmusstörungen, chronischer Bronchitis, Magen-/ Darmerkrankungen, etc. Auch akute und chronische Schmerzzustände werden behandelt. Für Patienten mit Diabetes mellitus steht uns eine speziell ausgebildete Diabetesberaterin zur Seite. Die Apotheke der Niels-Stensen-Kliniken kann uns jeder Zeit auch mit nicht vorrätigen Arzneimittel in kurzer Zeit beliefern. Über die Blutbank im Marienhospital Osnabrück können Blut, Blutplasma oder Blutplättchen angefordert und hier verabreicht werden. Darüberhinaus führen wir die Anlage von Dialysedauerkathetern (Demers-Katheter) und dauerhaft verbleibenden Aszites- und Pleuradrainagen durch.

Suchtmedizin

In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Suchtmedizin behandeln wir schwerpunktmäßig Patienten, die mit dem Wunsch der Alkoholentgiftung zu uns kommen. Vorzugsweise erfolgt dies nach vorheriger Terminabsprache, im Ausnahmefall (z.B. bei drohendem Entzugssyndrom) erfolgt die Behandlung auch notfallmäßig. Akute psychiatrische Notfälle können nicht behandelt werden. In diesen Fällen erfolgt die Weiterleitung in die jeweilig zuständigen akutpsychiatrischen Krankenhäuser.

Intensivmedizinische Therapie

Das gesamte Spektrum der modernen intensivmedizinischen Grundversorgung ist verfügbar:

  • Kardiovaskuläres Monitoring mit PICCO®
  • Medikamentöse Kreislaufunterstützung
  • Nicht-invasive und invasive maschinelle Beatmungsverfahren
  • Kontinuierliche Nierenersatzverfahren (CVVH) sowie weitere Nierenersatzverfahren in Zusammenarbeit mit dem Nierenzentrum Bramsche
  • Moderne Antibiotikatherapie gemäß ABS-Empfehlungen Blutreinigungsverfahren (Immunadsorption mit Cytosorb®)
  • Notfallmäßige Versorgung mit Herzschrittmachern
  • Beatmungsentwöhnung
  • Perkutane Punktionstracheotomien ("Luftröhrenschnitt")
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