Ihr Weg bei uns in der Inneren Medizin

Im Anschluss an den Common trunk haben Sie mehrere Optionen Ihre berufliche Laufbahn mit folgenden Abschlussmöglichkeiten fortzusetzen:

1. Facharzt für Allgemeine Innere Medizin

2. Facharzt für Gastroenterologie

3. Facharzt für Kardiologie

4. Facharzt für Hämato-Onkologie

5. Zusatzbezeichnung Diabetologie

6. Zusatzbezeichnung Spezielle internistische Intensivmedizin

Die Weiterbildungsmöglichkeiten nach Fachrichtung bzw. Standort finden Sie hier.

Je nach gewähltem Schwerpunkt erwarten Sie folgende strukturierte Weiterbildungsinhalte:

1. Allgemeine Innere Medizin (24 Monate)

Hausspezifische Ausgestaltung der Inhalte unter Einhaltung der Vorgaben durch die Weiterbildungsordnung

2. Gastroenterologie (36 Monate)

Weiterbildungsstufe 1. Jahr (12 Monate)

Vertiefung der sonographischen Kenntnisse und Fähigkeiten unter besonderer Berücksichtigung gastroenterologischer Fragestellungen (z.B. Sonographie des Darmes, der abdominellen Gefäße, Kontrastmittel-Sonographie
Endoskopischer Ultraschall (Endosonographie)
Beschäftigung mit grundlegenden Fragestellungen der Gastroenterologischen Onkologie
12 Monate Tätigkeit auf der onkologischen Station zum Erwerb der Inhalte Medikamentöse Tumortherapie
Indikation, Durchführung und Überwachung von zytostatischen, immunmodulatorischen und supportiven Therapien bei Tumoren des Fachgebietes incl. Beherrschung auftretender Komplikationen
Chemotherapiezyclen incl. nachfolgender Überwachung
Spezielle Diagnostik und Behandlung von Gastroenterologischen Krankheitsbildern, einschließlich Ernährungsberatung und Diätetik
Gastroenterologische Funktionsdiagnostik:
Indikation und Durchführung von Langzeit-pH-Metrien des Ösophagus
Colonpassagezeit (Hintontest)
Indikation und Durchführung von H2-Atemtestverfahren
Indikation und Durchführung von Ösophagusmanometrien
13-C-Atemteste
Analmanometrie
Ösophago-Gastro-Duodenoskopien einschließlich Interventionen (z.B. Hämöosttasetherapien), PEG-Anlage
Prokto-Rekto-Sigmoideoskopien incl. Interventionen (z.B. Hämorrhoidenligatur)
Ileo-Coloskopie incl. Interventionen (z.B. Polypektomie)

Weiterbildungsstufe 2. Jahr (12 Monate)

ERCP incl. Interventionen (z.B. Endoskopische Sphincterotomie, Bougierung, Steinextraktion, Stentimplantation)
Vertiefung der Kenntnisse bei Ösophago-Gastro-Duodenoskopien (z.B. voroperierter Magen, Varizentherapie (-banding))
Vertiefung der Kenntnisse bei Coloskopien (z.B. komplexe Polypektomien, Endoskopische Mucosaresektionen)
Erlernen von schwierigeren Punktionstechniken (z.B.: B-Scan- und KM-Sonographie -gestütze Punktionen)
Interdisziplinäre Indikation zur strahlentherapeutischen, nuklearmedizinischen und chirurgischen Therapie (Interdisziplinärer Dialog)

Weiterbildungsstufe 3. Jahr (12 Monate)

Endosonographie incl. Feinnadelpunktion, Endosonographische Zystendrainage
Endosonographische transluminale transhepatische Cholangiodrainage (EUCD)
PTCD, Rendevousverfahren PTCD/ERCP
Endoskopische Mucosaresektion im oberen Gastrointestinaltrakt (ÖGD mit EMR)
Interventionelle Blutstillungsverfahren (Unterspritzung, Banding, „Hemoclipping“), insbesondere in der Notfallsituation

Mitwirkung bei Laparoskopien Klinik für Viszeralchirurgie (Prof. Dr. Nies)  

Intensivmedizinische Therapie gastroenterologischer Krankheitsbilder
Diagnostik, Therapieindikation und Therapiedurchführung, Therapieüberwachung bei viralen und autoimmunen Lebererkrankungen
Spezielle Diagnostik und Behandlung von hepatologischen Krankheitsbildern, einschließlich Ernährungsberatung und Diätetik
Teilnahme an endoskopischen Notfallproceduren der gastroenterologischen Klinik unter Anleitung und Aufsicht des zugeordneten Oberarztes

3. Kardiologie (36 Monate)

Weiterbildungsstufe 1. Jahr (12 Monate): Kardiologische Station und Echolabor

Bereichsspezifische Gerätekunde (Langzeit-EKG, Langzeit-RR, Langzeit-Bludruckmessung, Echogeräte, Schrittmacher-Abfragegeräte)

Erledigung/Organisation des Routineablaufs der Station (z. B.):

  • Patientenaufnahmen
  • Röntgendemonstrationen
  • Patientenentlassungen und -verlegungen
  • Therapieplanungen bei komplexen kardiologischen Krankheitsbildern
  • Indikationsstellung und sachgerechte Probengewinnung und Behandlung für Laboruntersuchungen
kardiologische Visiten
interdisziplinäre Visiten mit interdisziplinärer Behandlungskoordination
Mitarbeit in der kardiologischen Ambulanz
Hygiene, Infektionskontrolle
Beteiligung an der Aus- und Weiterbildung von Studenten, Pflegepersonal und Assistenzärzten
Grundkurs zur Erlangung des Prüfarztes und Teilnahme an kardiologischen Studien

Indikationen und Methoden der kardiologischen Diagnostik und Therapien:

  • selbstständige Auswertung der Langzeit-EKGs und 24-h-Blutdruckmessungen
  • Erlernen der Grundlagen der Echodiagnostik (TTE)
  • kardiologischer Erkrankungen

Weiterbildungsstufe 2. Jahr (12 Monate): Kardiologische Station und Echolabor

Stationsarbeit auf der kardiologischen Station
Differenzierte Echokardiographie: TTE, TEE, Vertretung im Echolabor
Vor- und Nachuntersuchung der Patienten bei ambulant durchgeführten Koronarangiografien, Schrittmacherimplantationen
Schrittmacherimplantationen und Kardioversionen
ambulante und stationäre Nachsorge von Schrittmacher-, ICD- und CRT-Patienten

Weiterbildungsstufe 3. Jahr (12 Monate): Kardiologische Ambulanz, Herzkatheterlabor, Elektrophysiologie

Hospitation und Assistenz in der Radiologie zur Durchführung und Befundung von Cardio-CT, Cardi-MR und myokardszintigrafischer Befunde
Schrittmachertherapie, Kardioversion, Defibrillation
Assistenz und unter Anleitung selbstständige Durchführung diagnostischer Koronarangiographien
Assistenz bei Koronarinterventionen
Durchführung und Auswertung von Rechtsherzkatheteruntersuchungen
Assistenz/Hospitation bei elektrophysiologischen Untersuchungen

4. Hämato-/Onkologie (36 Monate)

Weiterbildungsstufe 1. Jahr (12 Monate)

Vertiefung der sonographischen Kenntnisse und Fähigkeiten unter besonderer Berücksichtigung gastroenterologischer Fragestellungen (z.B. Sonographie bei Tumorerkrankungen)
Chemotherapeutische Behandlung der Erkrankungen des Blutes, der blutbildenden Organe und des lymphatischen Systems einschließlich hämatologischer Neoplasien und solider Tumoren
speziell zytostatische, immunmodulatorische und hormonelle Behandlung dieser Krankheitsbilder einschließlich der Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltrans-plantation im Rahmen adjuvanter, kurativer und palliativer Indikationsstellung einschließlichSchmerztherapie und supportiver Maßnahmen
Erkennung, Klassifikation und Behandlung von Immundefekten, hämorrhagischen Diathesen und Hyperkoagulopathien;
Indikationsstellung, Methodik, und Durchführung spezieller Laboruntersuchungen des peripheren Blutes, des Knochenmarks, anderer Körperflüssigkeiten sowie zytologischer Feinnadelaspirate
interdisziplinäre Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen Behandlungsverfahren der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden
Indikationsstellung, Methodik, und Bewertung spezieller Laboruntersuchungen (einschließlich Durchflusszytometrie) des peripheren Blutes, des Knochenmarks, anderer Körperflüssigkeiten sowie zytologischer Feinnadelaspirate, hämostaseologischen Untersuchungen und Beratungen einschließlich der Beurteilung der Blutungs- und Thromboemboliegefährdung

Weiterbildungsstufe 2. Jahr (12 Monate)

Erkennung, Stadieneinteilung und systemische/ chemotherapeutische Behandlung solider Tumoren speziell zytostatische, immunmodulatorische und hormonelle Behandlung dieser Krankheitsbilder im Rahmen adjuvanter, kurativer und palliativer Indikationsstellung einschließlich Schmerztherapie und supportiver Maßnahmen
Interdisziplinäre Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und Nuklearmedizinischen Behandlungsverfahren
Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden

Weiterbildungsstufe 3. Jahr (12 Monate)

Durchführung klinischer Studien, Koordination der an der Abteilung aktiven Studien, Entwicklung und Umsetzung Untersucher-initiierter Studien auf dem Gebiet der translationalen Hämatologie und
Zytostatische und immunmodulatorische Behandlung hämatologischer Neoplasien einschließlich der Hochdosistherapie sowie der allogenen Stammzelltransplantation;
Durchführung und Überwachung von zellulären und immunologischen Therapieverfahren; Schmerztherapie und supportiver Maßnahmen
Erkennung, Klassifikation und Behandlung von Immundefekten

5. Diabetologie (18 Monate)

Weiterbildungsstufe 1 (6 Monate)

Die 6 Monate der Weiterbildungsstufe 1 können aus der WB Zeit Innere Medizin angerechnet werden.

 

Einarbeitung auf der Diabetesstation
Schulungskurse für Typ 1 + 2 Diabetiker
Begleitung der Diabetesberaterinnen
Ernährungspläne erstellen
Devices zur BT Kontrolle
Pen Einweisung etc.
Tätigkeit auf der Diabetesstation
Differenzierte Therapiepläne
Formen der Insulintherapie / Pumpenbehandlung
Glucosesensormessung
Diagnostische und therapeutische Maßnahmen der Diabeteskomplikationen einschließlich autonomer und sensibler Neuropathie
Durchführung und Beurteilkung von Ergometrie, LZ-EKG, LZ-RR, Sonographie / Doppler- und Duplexsonographie der Gefäße

Weiterbildungsstufe 2 (6 Monate)

Betreuung von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom
Interdisziplinäre Konferenz mit Angiologie, Fußchirurgie, Kardiologie, Nephrologie, Augenheilkunde
OP- Indikation und OP-Möglichkeiten beim diabetischen Fußsyndrom
Stadien gerechte Wundtherapie, Wunddebridement, VAC Therapie, chirurgische Eingriffe (Amputationen etc.)
Interdisziplinäre Wundvisite

Weiterbildungsstufe 3 (6 Monate)

Diabetischer Konsiliardienst
Stoffwechseleinstellung auf der Intensivstation
Perioperatives Blutzuckermanagment
Betreuung von Patientinnen mit Gestationsdiabetes
Insulinpumpeneinstellung
Mitarbeit im diabetischen Fußzentrum
Diabetologische Fachgutachten

6. Intensivmedizin (24 Monate)

Die Weiterbildung findet täglich vollschichtig im Stationsdienst der internistischen Intensivstation statt, d.h. es stehen Stationsarbeit und Funktion und damit verbundene Weiterbildungen im Vordergrund. Folgende Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind Gegenstand der Aus- und Weiterbildung:

 

Punktions-, Katheterisierungs- und Drainagetechniken einschließlich radiologischer Kontrolle (u.a. zentralvenöse und arterielle Zugänge, Pleura- und Aszitespunktionen, Dilatationstracheotomien)
Kardiopulmonale Reanimation (u.a. internistisches Reanimationsteam für das MHO)
Mess- und Überwachungstechniken (inklusive PAK und Picco)
Ultraschallverfahren insbesondere Notfallsonographie des Abdomens, der Pleura, der Gefäße und des Herzens
Bronchoskopie
atmungsunterstützende Maßnahmen bei nicht intubierten Patienten (Nicht-invasive Beatmungs-Techniken NIV)
differenzierte Beatmungstechniken einschließlich Weaning-Verfahren
Analgosedierungs- und Sedierungsverfahren
enterale und parenterale Ernährung einschließlich Sondentechnik
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie
Anwendung extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
Nierenersatzverfahren in enger Kooperation der Intensivmedizin im MHO mit der Nephrologie / Dialysepraxis am MHO
Kardioversion, Defibrillation und Elektrostimulation des Herzens
Anlage passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrolle

 

Übergeordnete Lerninhalte ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind:

 

das intensivmedizinische ärztliche Handeln unter besonderer Berücksichtigung wissenschaftlicher, ethischer und juristischer Aspekte
intensivmedizinische Behandlung gebietsbezogener Krankheitsbilder
die Integration verschiedener Fachdisziplinen bei der Betreuung kritisch kranker Patienten
differenzierte Diagnostik und Therapie bei vital bedrohlichen internistischen Erkrankungen
die Behandlung von Funktionsstörungen lebenswichtiger Organsysteme, z.B. die Intensivbehandlung des akuten Lungen- und Nierenversagens, von akuten Störungen des Herzens und des zentralen Nervensystems, von Schockzuständen, der Sepsis sowie des Multiorganversagens
differenzierte Elektrotherapie des Herzens und spezielle Pharmakotherapie der akut vital bedrohlichen Herzrhythmusstörungen (u.a. Betreuung von Patienten nach komplexen elektrophysiologischen Eingriffen oder mit passageren Schrittmacher)
differenzierter Einsatz von extrakorporalen Nierenersatzverfahren
die spezielle intensivmedizinische Arzneimitteltherapie
die Grundstrukturen der intensivmedizinisch relevanten Bereiche des Gesundheitssystems (DRG-System/Kodierung) sowie die Auswirkungen ärztlichen Handelns auf die Gesundheitsökonomie
die Anwendung von intensivmedizinischen Scoring-Systemen (z.B. TISS, SAPS II)
der Transport und die Begleitung von Intensivpatienten, z.B. zur bildgebenden Diagnostik, im Rahmen der Herzkatheter-Untersuchung oder auf dem Weg in oder aus dem OP
die ärztliche Gesprächsführung (Aufklärung/Angehörige) sowie die Begleitung sterbender Patienten und deren Angehöriger
die Hirntoddiagnostik einschließlich der Organisation der Organspende
infektiologische und krankenhaushygienische Aspekten der Intensivmedizin unter besonderer Berücksichtigung einer differenzierten Antbiotikatherapie

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