Therapieformen der TCM

 Akupunktur

Am bekanntesten ist die Akupunktur, bei der feine Nadeln in die Punkte der Leitbahnen eingeführt werden, um eine Regulation des Energieflusses zu bewirken.
In der Regel benötigt man 10-15 Behandlungen, behandlet wird dabei ein- bis dreimal pro Woche.
Mittels Moxibustion werden Akupunkturpunkte bei Bedarf gezielt erwärmt. Hierbei wird in einigem Abstand zur Haut Beifußkraut verbrannt, was eine angenehme Wärme erzeugt.
Bei Kindern werden atraumatische Tuben-Nadeln eingesetzt, wenn nicht möglich auch Laserakupunktur oder Ohrakupressur. Möglich ist auch eine Behandlung mit Japanischer Kinderakupressur (Shonishin), bei der nicht gestochen wird. 

Shonishin - Japanische Kinderakupunktur

Shonishin ist eine in Japan entwickelte Behandlungsform für Kinder, bei der nicht gestochen, sondern mit einem Nadel-ähnlichen Instrument (Dreikantnadel) über die Haut gestrichen wird. Die Behandlungsdauer ist abhängig vom Alter des Kindes. Behandelt werden Kinder ab der Geburt (z.B. Schreibabys) bis etwa zum 12. Lebensjahr. Indikation für eine Shonishin-Behandlung sind z.B. sprachliche oder motorische Entwicklungsverzögerungen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Bauchschmerzen (3-Monatskoliken), Allergien, Bettnässen oder Kopfschmerzen.

Kräutertherapie

Rund 500 Naturstoffe, meist pflanzlicher oder mineralischer Herkunft, kommen zur Anwendung. Die Rezepturen bestehen in der Regel aus 10 bis 15 Einzelstoffen. Diese werden in Form von Tabletten, Granulaten, Tinkturen oder traditionell als Abkochung - Dekokt - verabreicht. 

Tuina-Massage

Tuina ist eine spezielle chinesische Massagetherapie, die auch Elemente der Physiotherapie und der Chirotherapie enthält. Sie umfasst etwa 20 Massagetechniken. Dabei können Muskeln, Sehnen, Gelenke, Hormon- und Immunsystem beeinflusst werden. Tuina wird erfolgreich bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates und bei Schmerzsyndromen eingesetzt. Es gibt darüber hinaus spezielle Techniken in der Behandlung von Kindern. 

Physioenergetik

Physioenergetik ist ein kinesiologisches Test- und Therapieverfahren, enwickelt von Raphael can Assche. Über den Armlängenreflex-Test können Störungen und Ungleichgewichte im Organismus festgestellt und gleichzeitig geeignete Therapieverfahren gefunden werden. In der Behandlung wird zunächst die Regulationsfähigkeit - d.h. die Fähigkeit des Organismus, auf Außen- und Innenreize zu reagieren und ein Gleichgewicht herzustellen - geprüft. Dann wird nach Störungen, z.B. Schmerzen oder Funktionsstörungen gesucht und die Bedeutung dieser Störungen für den Organismus festgestellt. Anschließend erfolgt die Therapie. Mögliche Therapiemethoden sind Akupunktur, Ohrakupunktur, manuelle Therapien, Bachblüten, Homöopathie u.a.. Weitere Möglichkeiten sind die Austestung von Medikamenten- oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, von geopathischen Störfeldern oder ob bestimmte Nahrungsmittelergänzungen benötigt und vertragen werden.

Chinesische Diätetik

Nach der Chinesischen Medizin wird es als wichtig erachtet, dass der Mensch sich angemessen und förderlich ernährt. Die TCM kennt eine umfassende Zuordnung von Nahrungsmitteln nach ihren Wirkungen. Die individuell angemessene Nahrung und Zubereitung kann dabei die Behandlung oder auch grundlegend die Gesunderhaltung wesentlich unterstützen.

AORT - Autonome Osteopathische Repositions-Technik

AORT ist eine osteopathische Technik, die auf der Methode von Dr. Lawrence Jones basiert. Behandelt werden akute und chronische Fehlfunktionen eines Gelenkes. Die Therapie erfolgt durch das Aufsuchen eines schmerzhaften Punktes im erkrankten Gebiet udn die Positionierung und das Halten des Gelenkes im schmerzfreien Bereich. Der Körper wird so in die Lage versetzt, muskuläre Fehlhaltungen und Spannungen aufzulösen. Durch die Behandlung werden dem Organismus Impulse zur Selbstheilung gegeben. Diese sehr sanfte Technik kann auch bei akuten Erkrankungen und Verletzungen angewandt werden (z.B. akute HWS-Zerrung nach einem Autounfall).

Gua-Sha-Massage

Gua Sha ist eine Behandlungstechnik, die in ganz Asien angewendet wird. Gua heißt Reiben oder Schaben, Sha ist die erhabene Rötung, die durch das Reiben an der Hautoberfläche entsteht. Gua Sha wird parallel zur Akupunktur angewendet und steigert den Behandlungserfolg deutlich. Gua Sha bewegt gestautes Blut und fördert den Blutfluss zu Muskeln, Geweben und Organen, die unter der behandelten Haut liegen. Die Technik des Gua Sha Fa ist eine spezielle Therapieform aus der Chinesischen Medizin und entspricht aus westlicher Sicht einer tiefen Bindegewebsmassage. DIe Massage kann bei allen Arten von Schmerzen und Erkrankungen der inneren Organe angewendet werden.

Zurück zum Seitenanfang