Bildungszentrum St. Hildegard feiert erstmalig Patronatsfest

Am 01. Oktober 2009 feierte das Bildungszentrum St. Hildegard im Gedenken an Hildegard von Bingen (1098-17.09.1179) erstmalig ein Patronatsfest.
Hildegard von Bingen, als Namenspatronin des am 01.10.2007 neu gegründeten Bildungszentrums ist auf Vorschlag der Schulleitungen Schwester M. Hanna Stevens und Herrn Ulrich Barlag ausgewählt worden.
Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass heutzutage ihre lange Zeit ungelesenen Wissensschätze zur „Naturkunde“ (Physica) und zur „Ursache und Behandlung von Krankheiten“ (Causae et Curae) immer mehr Interesse und auch Bedeutung erfahren. Zudem sind ihre Aussagen zum und über den Menschen aktuell und wesentlich.
Auf Anregung von Herrn Generalvikar Theo Paul fand nun erstmals ein Patronatsfest gemeinsam mit allen Lernenden und Lehrenden des Bildungszentrums St. Hildegard statt. Herr Generalvikar Theo Paul hatte eine von einer Benediktinerin aus dem Kloster Dinklage gemalten Ikone der hl. Hildegard von Bingen erworben und dem Bildungszentrum geschenkt.
Dieses Geschenk nahmen die Schulleitungen zum Anlass, dieses Patronatsfest erstmals zu organisieren und zu feiern, um es als regelmäßigen Bestandteil seiner Schulaktivitäten zu etablieren. Der eigentliche Gedenk- bzw. Namenstag von Hildegard von Bingen ist jeweils der 17. September, an diesem Tag 1179 verstarb die Namenspatronin 82-jährig. Da in den Tagen vor und nach dem 17. September Examenszeit am Bildungszentrum ist, haben sich die Schulleitungen auf den 1. Oktober verständigt.
Das diesjährige Patronatsfest begann mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche von St. Johann, den der Kurs EK April 2009 unter Leitung ihrer Kursleitungen Jutta Liehr und Gerhild Smolinski vorbereitet hatten und aktiv mitgestalteten. Eine Gruppe von freiwilligen Schülerinnen und Schülern, unter Leitung von Michael Schönhoff, trugen instrumental und gesanglich zum Gelingen des Gottesdienstes wesentlich bei. Der Gottesdienst stand unter dem Motto von Hildegard von Bingen „Reden, wo andere schweigen“. Dieses Motto nahm Generalvikar Theo Paul in seiner Predigt auf, um auf das Lebenswerk von Hildegard von Bingen hinzuweisen. So beschrieb er die „prominente“ Ordensfrau u. a. als reflektierende und streitbare Frau, deren damalige Aussagen heute noch lebendig seien und gut in unsere heutige Zeit passten. Ihre bahnbrechenden Erkenntnisse, die sie mit viel Kraft und Engagement der Öffentlichkeit immer wieder präsentierte, beruhten nicht zuletzt auf ihren festen Glauben an Gott und ihrer Fähigkeit ihren eigenen Glauben immer zu reflektieren und diesen auch nach außen zu vertreten.
So warb der Generalvikar darum, dieses Erbe der Namenspatronin als Orientierungshilfe für sich und andere zu nutzen. Lernende wie Lehrende sollten entsprechend dem Gottesdienstmotto „Reden, wo andere schweigen“ handeln. Er ermutigte die Lernenden und Lehrenden ihr eigenes pflegerisches und pädagogisches Tun stets zu reflektieren, um so eigene Kompetenzen weiter zu entfalten und zu entwickeln. „Aus dem Glauben heraus konstruktiv nach neuen Wegen suchen“, so die Kernaussage des Generalvikars, die er aus den Übermittlungen der hl. Hildegard von Bingen ableitete.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes segnete er die Ikone von Hildegard von Bingen, die anschließend einen würdigen und der Öffentlichkeit stets präsenten Platz im Bildungszentrum fand.
Die gesamte Schulgemeinschaft folgte anschließend der Einladung der Schulleitung zu einem gemütlichen Beisammensein im Bildungszentrum, wo ein kleiner Imbiss und Getränke vorbereitet waren.
Zur Begrüßung im Bildungszentrum bedankte sich Schwester M. Hanna Stevens auch im Namen von Herrn Barlag bei allen recht herzlich, die aktiv an der Gestaltung des Gottesdienst und der Vorbereitung des Patronatsfestes mitgewirkt hatten. In diesen Dank schloss Sie Herrn Generalvikar Theo Paul in besonderer Weise ein.
Besonders erfreut waren Schwester M. Hanna und Herr Barlag über die sehr hohe Beteiligung aus dem Kollegium wie aus der Schülerschaft. Insgesamt waren ca. 200 Lernende und Lehrende der Einladung gefolgt, die sich in ungezwungener und lockerer Atmosphäre austauschten und ein gelungenes Patronatsfest miteinander verbrachten.
So war es nicht verwunderlich, dass sich eine große Mehrheit für die Beibehaltung und Etablierung dieses Patronatsfestes jeweils zum 1. Oktober aussprach. (UlBa)

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