Kursfahrt vom E August 2019 nach Dresden

BZH-Aktuelles

Es ist Dienstag der 05.10.2021, circa 6 Uhr morgens, als sich 19 Schüler und 2 Lehrer auf eine

Reise ins Ungewisse machten.

Naja, ganz so ungewiss war sie nicht, da sie bis ins kleinste Detail von unserer Kursfahrtkoordinatorin Karlotta geplant wurde – Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Die Zugfahrt begann schon sehr euphorisch und alle waren nach einem kurzen Schläfchen gut gelaunt und voller Energie. Einige spielten Karten, andere unterhielten sich einfach nur; sicher ist, dass die Zeit wie im Flug verging und mit guter Musik konnten wir uns alle auf unsere Kursfahrt einstimmen. Die ersten Pläne des Abendprogrammes wurden geschmiedet und unsere zwei Lehrer -Frau Liehr und Herr Flohre - wurde prompt zu einem Barbesuch überredet. In Dresden angekommen, wurden auch schon direkt unsere Tagestickets gekauft, mit denen wir in Zweiergruppen während unseres Aufenthaltes durch ganz Dresden mit der Straßenbahn fahren konnten.

Einige Stationen mit der S-Bahn weiter, sind wir auch schon beim Hostel angekommen. Die Unterkunft ist beschrieben als „Hostel im alternativen Stil“ (Nach Google Rezensionen) und eins ist sicher – Der Name war Programm! Wer hier übernachtet, muss sich nicht wundern, wenn ein alter Trabbi umgebaut und als Bett umfunktioniert im Raum steht oder das Zimmer aussieht wie ein großer Katzenkratzbaum. Nachdem wir alle schlucken und erstmal den Kulturschock verdauen mussten, ging es direkt schon zu unserem ersten Programmpunkt: eine Stadttour.

Auch wenn viele erstmal die Augen verdrehen mussten, als man realisiert hat, das wir nach einer 6 stündigen Fahrt jetzt noch 2 Stunden durch die Stadt laufen sollen und sich langweilige Fakten über die Erbauung der Stadt anhören soll, wurden wir doch positiv überrascht. Der Stadtführer, ein ehemaliger Student, erzählte uns in seinem schweizer Dialekt von den vielen Mythen und Legenden Dresdens. So zum Beispiel von kopflosen Erscheinungen, dem Teufel, Geistern und andere übernatürlichen Wesen, während wir die Stadt in der Abenddämmerung genießen konnten und ganz viele schöne Fotos machen durften.

Danach machten wir uns, natürlich mit gesättigtem Magen, in das Nachtleben Dresdens auf und ließen den langen Tag mit ein (oder auch zwei) Bierchen ausklingen. Am nächsten Morgen sind wir ins Hygienemuseum gefahren und erhielten dort eine Führung. Leider fiel diese sehr knapp aus und wir wurden eher durch das Museum gehetzt, als das wir alles gut erklärt bekommen haben. Besonders darüber enttäuscht war Frau Liehr, unsere Hygieneexpertin, da das Museum (nicht ihre exakte Wortwahl!) leider „nichts mit Hygiene zutun hat“. Eher wurde uns gezeigt wie Menschen in Gefängnissen leben und wie ihre Ausbrechungsversuche aussehen oder auch das Frauen immer mehr dazu tendieren, später Kinder zu bekommen.

Nach dieser kleinen Enttäuschung konnte unsere Stimmung (und besonders die von Frau Liehr) wieder aufgeheitert werden, als wir zusammen als Kurs die Frauenkirche besichtigten und diese uns mit ihrer imposanten Innenfassade überzeugen konnte. Abends waren wir dann gemeinsam Essen im Burgerladen und genossen den Abschluss des Tages als Kurs.

Am Donnerstag – der letzte offizielle Tag als Klasse – ging es dann zur Uniklinik Dresden, wo wir zuerst eine Führung durch das Strahlenlabor bekamen und dann einen Vortrag über die neuesten Erkenntnissen der Strahlenforschung bekamen. Dies wurde sehr spannend gestaltet und wir durften alle unsere Fragen bezüglich onkologischer Strahlentherapie loswerden. Danach bekamen wir von zwei Dozenten der Carus Akademie Dresden (aka das Niels Stensen Bildungszentrum Dresdens)eine Führung durch die gesamte Klinik und auch eine kleine Präsentation über die geschichtliche Entwicklung des Krankenhauses.

Für den Rest des Tages war Freizeit angesagt, wobei einige in den Zoo fuhren oder andere in die Stadt gingen um die letzten Souvenirs zu besorgen (dabei durfte natürlich ein Abstecher in einer der vielen Schokoladenläden nicht fehlen, da in Dresden angeblich die erste Milchschokolade auf den Markt gebracht wurde – so haben wir es zumindest bei unserer Stadtführung gelernt). Den letzten Abend verbrachten wir noch als Kurs zusammen im Restaurant und dachten dort schon mit Wehmut an die schöne Zeit zurück.

Am Freitag war Abreisetag und wir machten uns alle individuell in Kleingruppen auf den Weg nach Hause.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kursfahrt eine unglaublich tolle Zeit war und unsere Klassengemeinschaft sehr gestärkt wurde. Gerne würden wir eine Zweite machen mit unseren beiden Begleitungen Frau Liehr und Herrn Flohre, die uns während der 4 Tage nochmal mehr ans Herz gewachsen sind.

Danke an alle, dass uns diese Kursfahrt, trotz Corona, ermöglicht wurde! 

E August 2019

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