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BZH-Aktuelles

Das Niels Stensen Bildungszentrum freut sich erstmalig in die Ausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukte Aufbereitung zu starten.

Am Donnerstag, den 01.08.2019 durften wir 10 neue Auszubildende für die 3-jährige Berufsausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukte Aufbereitung (FMA) begrüßen.

Der Betrieb eines Krankenhauses kann man als Kreislauf ansehen. Ein Patient kommt durch die Tür in die Ambulanz, danach auf die Krankenstation und ggf. in andere Funktionsabteilungen, wie z.B. in den OP oder die Endoskopie, woraufhin er im besten Fall durch die Tür wieder nach Hause gehen kann. Um verschiedene Diagnostik und Therapie durchführen zu können werden in der Regel ganz bestimmte Instrumente und Geräte benötigt, die in ihrer Allgemeinheit als Medizinprodukte bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich z.B. um chirurgische Instrumente für eine Operation oder Endoskope um eine Magenspiegelung durchzuführen.

Aber wer ist dafür zuständig diese Medizinprodukte wieder aufzubereiten? Oder werden heutzutage nur noch Materialien benutzt, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden? Wenn das der Fall wäre, würde man sich die medizinische Versorgung heute nicht mehr leisten können, da Medizinprodukte aufgrund ihrer hohen erforderlichen Qualität und Komplexität sehr teuer sind. Die Aufbereitung der Medizinprodukte kann ebenfalls als Kreislauf verstanden werden und erfordert ein hohes Maß an Fachkompetenz, immerhin wird mit diesen Produkten am Menschen gearbeitet. Ein kleiner Fehler kann zu erheblichen Folgen führen. Hier geht es zum einen um den korrekten Zusammenbau und Instandhaltung der MP’s um diese funktionsgerecht einsetzen zu können. Eine zweite unerlässliche Anforderung an MP’s ist die Hygiene. Zum einen die Keimreduzierung durch Desinfektion, zum anderen die Keimfreiheit durch Sterilisation um nosokomiale Infektionen vorzubeugen.

Und nun befinden wir uns am Ort des Geschehens und am Arbeitsplatz der FMA’s, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Die Mitarbeiter tragen eine sehr hohe Verantwortung und müssen sicherstellen, dass alle Medizinprodukte so aufbereitet werden, dass sie weder den Patienten, noch den Mitarbeitern Schaden zufügen können und ihre Funktionen einwandfrei erfüllen.

Bis 2017 waren bestimmte Fortbildungen ausreichend um in diesem Beruf arbeiten zu können, doch dann hat die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung e.V. beschlossen, dass man in Zukunft nur mit einer fachlich entsprechenden und fundierten 3-jährigen Ausbildung in der AEMP beschäftigt sein darf. Ein neuer Ausbildungsberuf wurde ins Leben gerufen. Neben Dortmund, Hamburg, Hildesheim, Potsdam und Brake wird die Ausbildung nun auch am Niels Stensen Bildungszentrum in Osnabrück angeboten und ist in die 1. Runde gestartet. Wir wünschen allen neuen Auszubildenden eine schöne Ausbildungszeit, viel Spaß beim Erlernen dieses Berufes und viel Erfolg, damit wir in 3 Jahren zusammen den Abschluss des 1. FMA-Jahrgangs feiern können.

 

Autorin: Natalie Wulf

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