Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung

MHO - Marienhospital Osnabrück

Osnabrücker können sich am 18. Oktober im Hygienetruck am MHO über effektive Händehygiene informieren

Osnabrück. „Die Desinfektion der Hände ist der beste Schutz vor Krankenhauskeimen“, sagt Bernd Gruber, Hygienemanager am Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken. Wie das genau funktioniert, erläutern Experten am Donnerstag, 18. Oktober, in einem Hygienetruck, der von 9.30 bis 17 Uhr am Haupteingang des Marienhospitals besucht werden kann.   Deutschlandweit fährt der Truck 31 Kliniken an, in der Region Osnabrück ist das MHO als einziges Haus für die Roadshow ausgewählt worden. „Das freut uns sehr“, so Michael Hügelmeyer, Fachkrankenpfleger für Hygiene im MHO, denn die Auswahl der Krankenhäuser sei an bestimmte Voraussetzungen geknüpft worden. Jedes der ausgewählten Krankenhäuser zeichne sich durch großes Engagement für die Händedesinfektion und somit auch für die Patientensicherheit aus. „Dass wir dazugehören, ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit.“   Die Hygiene und damit die Patientensicherheit sei dem MHO sehr wichtig, betont Hügelmeyer. Er hoffe, dass viele Besucher auf den Truck kommen und sich informieren. Denn auch Angehörige und Besucher von Patienten seien gefordert: „Ihnen sollte klar sein, dass sie vor dem Betreten und nach dem Verlassen des Patientenzimmers die Hände desinfizieren.“ Das sei ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. „Wir bemühen uns rund um die Uhr um eine optimale Sicherheit für die Patienten“, erläutert der Experte: „Dabei sind wir allerdings auf die Mithilfe der Patienten und der Besucher angewiesen.“   Auf dem Truck, der von der Hartmann-Gruppe für Medizin- und Pflegeprodukte unterstützt wird, können die Besucher an verschiedenen Lernstationen ihr Wissen rund um die Händehygiene erweitern und ihr eigenes Hygieneverhalten im Alltag reflektieren. Besonderer Wert wird dabei auf die Nachhaltigkeit der Wissensvermittlung gelegt: So sollen interaktive Inhalte und spielerische Aufgabenstellungen den Teilnehmenden dabei helfen, das Gelernte besser im Gedächtnis zu behalten. Zusätzlich zu den Stationen bietet das Team einen vertiefenden Workshop für die klinikinternen Hygienebeauftragten an.   Hintergrund der Aktion ist die 2005 gestartete Kampagne der Weltgesundheitsorganisation WHO, mit verbesserter Händehygiene für eine höhere Patientensicherheit zu sorgen und damit auch die Ausbreitung multiresistenter Erreger einzudämmen. Denn Klinikkeime verursachen in deutschen Akutkliniken etwa 500 000 solcher Infektionen pro Jahr. Bis zu 15 000 Patienten sterben letztlich gar an den Folgen solcher Infektionen. Experten sind überzeugt, dass 20 bis 30 Prozent davon vermieden werden könnten.   Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde 2007 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung ins Leben gerufen. Bernd Gruber ist seit Beginn der nationalen Kampagne ehrenamtliches Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Aktion saubere Hände.

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