Klinik für Geriatrie

Die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen. Diese an sich positive Entwicklung hat allerdings auch eine Kehrseite: Die Zahl der chronisch und mehrfach Erkrankten hat ebenfalls stark zugenommen.

Die körperlichen, geistigen und seelischen Schädigungen sind meist so komplex, dass sie Fähigkeitsstörungen und soziale Beeinträchtigungen zur Folge haben. Für die betroffenen älteren (60+ Jahre), hoch- (75+ Jahre) und höchstbetagten (90+ Jahre) Menschen sind daher besondere Behandlungsansätze notwendig.

Diese bietet die Geriatrie (Altersheilkunde) mit dem geriatrischen Team, das sich aus vielen Berufsgruppen zusammensetzt:

  • Arzt: medizinische Versorgung, Gesamtverantwortung
  • Pflege: Aktivierung, Behandlungspflege
  • Physio-/Ergotherapie: Mobilisierung, Wiedererlernen von Alltagsfähigkeiten
  • Logopädie: Verbesserung der Sprech-, Sprach- und Schluckfunktionen
  • Psychologie: Krankheitsbewältigung, psychische Stabilisierung
  • Sozialdienst: Klärung der weiteren Versorgung
  • Orthopädietechnik: Hilfsmittelversorgung
  • Ernährungsberatung
  • Seelsorge
  • Ggf. ehrenamtlicher Besuchsdienst (z. B. „Grüne Damen und Herren“)

Zusätzlich ist eine enge Zusammenarbeit mit Angehörigen, ambulant betreuenden Ärzten und Therapeuten, ambulanten Pflegediensten und Einrichtungen der stationären Pflege ein wesentliches Merkmal der Geriatrie.

Ziel sämtlicher Maßnahmen ist vor allem eine möglichst gute Wiederherstellung von Mobilität und Selbsthilfefähigkeit und damit eine Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Geriatrie besteht darin, den Menschen, die sich von ihren schweren Erkrankungen nicht mehr erholen und im Sterbeprozess befinden, durch lindernde Maßnahmen ein möglichst menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen. 

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