Die SPES VIVA Palliativstation

Wir helfen Schwerstkranken

Seit 2004 gibt es die Spes Viva Palliativstation an unserem Krankenhaus. Hier behandeln und begleiten wir Schwerstkranke und Sterbende – mit dem Ziel, soviel Lebensqualität wie möglich zu erhalten oder zu gewinnen. 

Die Palliativstation unterscheidet sich von den anderen Stationen des Krankenhauses. Auf dem Stationsflur stehen ein Klavier und ein Aquarium; verschiedene Sitzecken und eine Spielecke für Kinder machen aus dem Flur einen wohnlichen Bereich, in dem sich unsere Gäste aufhalten können, wenn es möglich ist, auch zusammen mit den Patienten.

An den Flur grenzen fünf Patientenzimmer (zwei Einzel- und drei Doppelzimmer) und ein Wohnzimmer, das zum Gästezimmer für Angehörige umgewandelt werden kann. Ein Wintergarten, der im Licht schwimmt und eine überdachte Terrasse laden  zum Verweilen ein. Die Palliativstation ist durch eine Glastür von der  “normalen” Station der Inneren Medizin abgetrennt. Das Konzept der Spes Viva Palliativmedizin sieht eine Begleitung der Patienten vor, an der sich verschiedene Berufsgruppen beteiligen. So wollen wir unseren Patienten und ihren Angehörigen gerecht werden – denn gerade am Lebensende braucht es mehr als eine gute medizinische und pflegerische Begleitung.

Über die Philosophie von Spes Viva erfahren Sie mehr auf den Internetseiten des Vereins. 

Ziele der Palliativbehandung

Wir möchten unseren Patienten die best- und schnellstmögliche Entlastung von den Symptomen ihrer Krankheit geben, um dadurch ihre Lebensqualität zu verbessern. Wenn möglich, sollen unsere Patienten nach der Behandlung bei uns wieder nach Hause entlassen werden. Die Versorgung übernehmen der Hausarzt und/oder das von uns organisierte Team der "spezialisierten ambulanten Palliativversorgung" (SAPV). Ist diese Begleitung zu Hause nicht möglich, arbeiten wir mit stationären Einrichtungen wie mit dem Osnabrücker Hospiz oder den von Ihnen gewünschten Pflegeheimen zusammen.

Um dies zu erreichen, arbeiten in unserem Team verschiedene Berufsgruppen eng zusammen. Vom Moment der Aufnahme an achten wir alle Bedürfnisse und Wünsche unserer Patienten und ihrer Angehöriger. Neben der medizinischen Symptomkontrolle legen wir unser Augenmerk daher auch auf psychische, spirituelle und soziale Probleme der Patienten und Angehörigen. Diese Aspekte fließen in die Therapieplanung ein, weil wir mit unserer Behandlung medizinische, pflegerische, psychische und spirituelle Hilfe geben möchten. Wir betreuen die Patienten der Palliativstation entlastend psychoonkologisch und seelsorglich.

Aufnahme in die Palliativstation

Die Einweisung auf die Palliativstation erfolgt durch den Hausarzt. 

Kriterien zur Aufnahme auf die Palliativstation:

Unsere Patienten leiden an einer unheilbaren und in absehbarer Zeit zum Tode führenden Erkrankung (Tumorerkrankungen, ALS, terminale internistische Erkrankungen).

Damit wir so gut wie möglich auf die Bedürfnisse unserer Patienten eingehen können, ist es wichtig, dass sie  über den zu erwartenden Verlauf ihrer Erkrankung informiert sind. Selbstverständlich müssen sie mit der palliativmedizinischen Behandlung einverstanden sein.

Im Zentrum der Therapie stehen die Symptomkontrolle und Krisenintervention.  
Häufige, zur Aufnahme führende körperliche Symptome bei Palliativpatienten:
Schmerzen, erschwerte Atemtätigkeit (Dyspnoe), Unruhe Angst, Verwirrtheit, Depression, Darmverschluss (Ileus), Verstopfung (Obstipation), Übelkeit, Erbrechen, Austrocknung (Exsikkose), Gelbsucht (Ikterus), Erschöpfung (Fatigue).

Nach Stabilisierung der körperlichen Symptome treten häufig die psychischen und sozialen Probleme in den Vordergrund.

 

 

Unsere Grundsätze

Wir achten die körperlichen, psychischen, sozialen und seelsorglichen Bedürfnisse unserer Patienten und ihrer Angehörigen. Wir achten ebenfalls die Bedürfnisse des Behandlungsteams, damit wir optimal für unsere Patienten und ihre Angehörigen da sein können.

Unser Team besteht aus verschiedenen Berufsgruppen. Wir stehen unseren Patienten und ihren Angehörigen rund um die Uhr zur Verfügung. Jeder Patient erhält eine Betreuung, die genau auf ihn abgestimmt ist. Für unsere Arbeit ist Vertrauen sehr wichtig. Deshalb sichern wir zu, dass wir unseren Patienten und ihren Angehörigen wahrhaftig begegnen.

Die Krankheitssymptome (z.B. Schmerzen und andere Symptome) werden durch Spezialisten behandelt. Unser Pflegepersonal hat eine spezielle Ausbildung für die Arbeit mit Schwerstkranken.

Dokumentation

Wir dokumentieren selbstverständlich die Behandlungen auf der Palliativstation und werten die Ergebnisse aus, damit wir auch zukünftig noch besser werden können. 

Für fachlich Interessierte: Durch eine spezielle Dokumentation werden die zu kontrollierenden Symptome numerisch und visuell nach Intensität (z.B. Schmerzen nach VAS oder NRS) erfasst und dokumentiert. 

Die Therapie und Kontrolle der Wirksamkeit wird ebenfalls auf speziellen Dokumentationsbögen erfasst wie auch die interdisziplinären therapeutischen Maßnahmen mindestens 6 Std. pro Woche/pro Patient (Psychotherapie, Physiotherapie, Entspannungsübungen, Gespräche mit Angehörigen etc.). 
Die interdisziplinäre Teamsitzung wird protokolliert, Behandlungsziele und Symptomkontrolle definiert und überprüft. 

Je nach palliativem Krankheitsverlauf werden die Therapieform und das Therapieziel dem  Krankheitsstadium angepasst: In der Palliativ-Therapiephase wird neben der symptomorientierten, ganzheitlichen Therapie die tumorspezifische Therapie (palliative Chemotherapie) auf der Station in Zusammenarbeit mit  unserer Onkologie durchgeführt. 

Zur weiteren Schmerzlinderung ggfs. Vorstellung in Osnabrück zur Strahlentherapie.

Weitere Informationen

Pressespiegel

Palliativstation Ostercappeln bundesweites Vorbild Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung 20.12.2017

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