Psychoonkologische Beratung für Brustkrebsbetroffene

Liebe Patientin, lieber Patient,

die Diagnose Brustkrebs oder schon der Verdacht lösen bei vielen Betroffenen Gefühle wie Unsicherheit, Angst, Hilflosigkeit und Überforderung aus. Das ist mehr als verständlich.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie es weitergeht und wer Ihnen bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen helfen kann.

Gerne möchten wir, ein Team aus zwei Diplom-Psychologinnen (Psychologische Psychotherapeutinnen, Psychoonkologinnen), Sie und Ihre Familie in Ihrer Erkrankungs- und Behandlungszeit individuell unterstützen und begleiten. Als Teil des Brustzentrumteams stehen wir als psychologischer Dienst Ihnen auf Wunsch von Beginn an beratend zur Seite.

Warum psychologische Beratung bei einer körperlichen Erkrankung?

Eine körperliche Erkrankung bringt vielfältige Belastungen und Veränderungen mit sich und führt dadurch häufig auch zu einer erhöhten seelischen Belastung. Unsicherheiten, Ängste und Sorgen entstehen dabei sowohl bei den Betroffenen selbst als auch bei Angehörigen und stellen alle vor neue Herausforderungen.

Wann kann oder sollte ich die psychologische Beratung in Anspruch nehmen?

Die psychologische Beratung ist ein freiwilliges und niedrigschwelliges Angebot, das sie entsprechend Ihrem eigenen Wunsch und Bedarf nutzen können. Bei Belastungen, persönlichen Sorgen oder dem Wunsch nach Unterstützung bei der Bewältigung Ihrer Erkrankung können Sie sich zu jedem Zeitpunkt an uns wenden und ein unverbindliches und zeitnahes Beratungsgespräch vereinbaren. Das Angebot besteht unabhängig davon wann, wo und mit welcher Therapie Sie in Ihre Behandlung starten. Ein Erstgespräch kann auch dazu dienen, sich zunächst genauer über die unterschiedlichen psychosozialen Unterstützungsangebote (z.B. psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen, Kursangebote, Kosmetikseminare, Informationsveranstaltungen) zu informieren und einen möglichen Beratungsbedarf zu klären.

Mögliche Kennzeichen von akuter Belastung können sein: innere Unruhe, starke Anspannung, hohes Erregungsniveau, Grübeln und Gedankenkreisen, Schlafstörungen, immer wiederkehrende Angst (Zukunft, Gesundheit, Tod), emotionale Labilität, sich abkapseln, verstummen, fehlende emotionale Schwingungsfähigkeit oder auffällige Angepasstheit, hohes Sicherheitsbedürfnis.

Wie kann ich den psychologischen Dienst erreichen?

Sie können sich montags bis freitags direkt über die unter Team/Kontakt angegebenen Telefonnummern und Mailadressen oder auch indirekt über andere Mitarbeiter an uns wenden, um in einer vertraulichen Atmosphäre beraten zu werden. Spätestens im Rahmen Ihres stationären Aufenthaltes findet ein persönlicher Erstkontakt statt, in dem sich eine von uns Psychologinnen persönlich bei Ihnen vorstellt.

In welchem Rahmen findet die Beratung statt?

Die Beratung kann während des stationären Aufenthaltes oder auch ambulant erfolgen. Je nach Möglichkeit finden die Beratungsgespräche in den psychologischen Beratungsräumen, den Gesprächsräumen im Brustzentrum und auf den Stationen oder am Krankenbett statt. Die psychologische Beratung ist Teil des multiprofessionellen Behandlungsangebotes im Franziskushospitals, eine Überweisung ist nicht erforderlich.

Was kann Inhalt einer Beratung sein?

In den Gesprächen haben Sie die Möglichkeit, sich zu entlasten, Ihre Sorgen, Ängste und Nöte mit einem neutralen und belastbaren Gegenüber zu besprechen und bei der Bewältigung Ihrer Erkrankung professionelle Unterstützung zu erhalten.

Als psychologischer Dienst bieten wir Ihnen individuelle Beratungsgespräche an, um beispielsweise

• einen Raum zu schaffen, in dem Sie sich entlasten und offen über das sprechen können, was Sie bewegt und belastet,

• Sie zu unterstützen, Ihre Krankheit und Behandlung besser zu verstehen,

• den für Sie passenden Umgang mit der Erkrankung zu finden,

• vertraute Bewältigungsmöglichkeiten zu nutzen oder neue Ressourcen zu aktivieren,

• Stimmungsschwankungen und Ängste zu mildern und sich ruhiger zu fühlen,

• familiäre und soziale Veränderungen zu meistern,

• Sie als Eltern darin zu begleiten, ihre Kinder in altersgerechter Weise einzubeziehen,

• wieder mehr Interesse und neue Lebensfreude zu entfalten,

• existenziellen Fragen und auch Themen wie Tod und Sterben Raum zu geben,

• trotz Ihrer Erkrankung den Lebensmut zu bewahren und sich neue Ziele zu setzen.

 

Unsere Angebote umfassen:

Einzelgespräche
Paargespräche
Familiengespräche
Anleitung zu Entspannungsübungen
Informationsvermittlung zu weiterführenden Unterstützungsangeboten (Selbsthilfe, Kurse, u.v.m.)
Vermittlung von Gesprächsmöglichkeiten am Heimatort
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