Pressearchiv der Klinik für Innere Medizin / Gastroenterologie

26.05.2015: Erste Studentin im Praktischen Jahr am Franziskus-Hospital

Georgsmarienhütte. Marion Ledwig hat ihre Liebe zur Medizin entdeckt. Sie ist Studentin im sogenannten Praktischen Jahr (PJ), dem letzten Abschnitt der Medizinerausbildung. Sie absolviert dieses am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken. Das Krankenhaus begrüßte sie nun als erste PJ-Studentin in seiner Geschichte.

Anders als ihre Mitstudenten hat Marion Ledwig bereits einen Doktortitel. Denn die 47-jährige hat zuvor in Philosophie promoviert und ist zudem diplomierte Psychologin. Nun studiert sie Medizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Das Franziskus-Hospital ist im vergangenen Jahr in den Kreis der Akademischen Lehrkrankenhäuser der Uni Münster aufgenommen worden, wozu besondere qualitative Vorraussetzungen gegeben sein müssen.

Marion Ledwig stammt aus Melle und lernt jetzt im Franziskus-Hospital jeweils vier Monate in der Inneren Medizin und in der Chirurgie, anschließend absolviert sie ein weiteres Fach ihrer Wahl. Die Klinik habe sie sich ausgesucht, „weil ich aus Osnabrück komme und das Krankenhaus überschaubar ist“. Zudem dürfe sie hier praxisorientiert arbeiten, werde breit ausgebildet und sei sehr freundlich aufgenommen worden, sagt sie.

All das sei für ihn selbstverständlich, so Chefarzt Privatdozent Dr. Heiko Schotte, der Koordinator für die Studenten im Praktischen Jahr ist und an der Wilhelms-Universität Münster lehrt: „Wir möchten, dass die Studenten hier besonders gut ausgebildet werden und sich wohlfühlen.“ Auch angesichts des Hausärztemangels sei es wichtig, junge Mediziner in die Region zu holen. Das gelte insbesondere für die Innere Medizin. Er freue sich, dass Marion Ledwig sich für das Franziskus-Hospital entschieden habe. Denn Nachwuchsärzte seien ein rares Gut.

(Pressemitteilung der Niels-Stensen-Kliniken)

05.05.2015: Franziskus-Hospital zum Darmkrebszentrum ernannt

Georgsmarienhütte. Das Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zum Darmkrebszentrum ernannt worden. Das Akademische Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat damit neben dem Brustzentrum das zweiteonkologische  Zentrum bekommen.

„Wir freuen uns über das Zertifikat und sehen es als Bestätigung der ausgezeichneten Arbeit unserer Mitarbeiter“, sagte Geschäftsführer Michael Kamp. Mit dem Zentrum für Onkologie und Hämatologie, dem Darmkrebszentrum und  dem Brustzentrum sei das Franziskus-Hospital Harderberg hervorragend aufgestellt und finde auch weit über die Region hinaus großen Zuspruch.

Der Leiter des Darmkrebszentrums, Visceral-Chirurg Chefarzt Dr. Petr Ziegler, betonte, dass das Krankenhaus die Zertifizierung des Darmkrebszentrums nach den besonders strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erreicht hat. Diese würden zukünftig im jährlichen Abstand extern überprüft. „Dadurch erhalten die Patienten die Gewissheit, die bestmögliche onkologische Versorgung zu bekommen“, erläuterte er. Dieses gelte sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapie und Behandlung von Krebspatienten. Ihnen und ihren Angehörigen gebe die Betreuung im Darmkrebszentrum die Sicherheit, dass die Versorgung auf einem hochprofessionellen Niveau stattfindet. Dazu zähle zum Beispiel die Verpflichtung zur engen Zusammenarbeit aller Partner des Darmkrebszentrums.

So fänden regelmäßige interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt, in denen alle Behandlungsfälle auf Basis der aktuellen Leitlinien durchgesprochen würden. Außerdem gebe es spezielle Fort- und Weiterbildungen für die Mitarbeiter sowie Informationsveranstaltungen für Patienten. Die lokale Ergebnisqualität des Zentrums wird zentral bundesweit überwacht.

Das engmaschige Netz des Darmkrebszentrums begleitet die Patienten in allen Phasen ihrer Erkrankung: Von der Erstdiagnose über die Therapie bis zur Nachsorge wird die aktuell bestmögliche und lückenlose Behandlung nach dem aktuellen medizinischen Stand der Forschung garantiert.
Zu den Partnern im Netzwerk gehören in der stationären, teilstationären sowie ambulanten Versorgung unter anderem niedergelassene Gastroenterologen, Internisten, Visceral-Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Psychoonkologen, Radiologen, Ernährungsberater, Stomatherapeuten und Seelsorger. Dadurch wird garantiert, dass Diagnostik, Therapie und Nachsorge Hand in Hand gehen.

Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Einbeziehung der Angehörigen gelegt. Dazu wird aktuell ein Modellprojekt für eine „familienzentrierte Pflege in der Onkologie“ in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Krebsstiftung und der Universität Osnabrück am Franziskus-Hospital Harderberg durchgeführt.

In Deutschland sterben jährlich rund 30.000 Menschen an den Folgen eines Dickdarm- oder Mastdarmtumors. Mit etwa 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr  ist Darmkrebs geschlechtsübergreifend das häufigste Krebsleiden in der Bevölkerung.

(Pressemitteilung der Niels-Stensen-Kliniken)

07.04.2014: Das Franziskus-Hospital ist jetzt akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster

Georgsmarienhütte. Das Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken ist als neues akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster anerkannt worden. Das Haus erhält damit die Berechtigung, Studierende der Medizin im sogenannten praktischen Jahr (PJ) auszubilden.

Voraussetzung dafür ist nach Angaben der Universität die Erfüllung festgelegter Qualitätsstandards. "Im Rahmen des Auswahlverfahrens hat das Franziskus-Hospital Harderberg gezeigt, dass es die von uns geforderten Qualitätsstandards erfüllt", erläuterte der Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Dr. Bernhard Marschall. Darunter fällt zum Beispiel, dass nur solche Abteilungen als Ausbildungsstationen anerkannt werden, deren Leitende Ärzte über eine umfassende Weiterbildungsbefugnis der jeweils zuständigen Landesärztekammer verfügen.

Zukünftig können Medizinstudenten ihr praktisches Jahr in den Kliniken für Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde, Orthopädie und Anästhesiologie absolvieren. Insgesamt stehen hierfür neun Ausbildungsplätze pro Tertial zur Verfügung. Jeweils vier Monate werden die Nachwuchsmediziner in der Inneren Medizin und der Chirurgie ausgebildet, das Fachgebiet des letzten Tertials können sie selbst wählen. Um die über 2 000 Studierenden der Humanmedizin am Standort Münster mit genügend und zudem thematisch breit gefächerten Plätzen im praktischen Jahr zu versorgen, kooperiert die Medizinische Fakultät mit ausgewählten Kliniken der Region.

"Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung", so der Geschäftsführer des Franziskus-Hospitals, Michael Kamp. "Sie ist eine Bestätigung für unser hohes medizinisches Niveau, beinhaltet aber auch Verpflichtungen", sind sich der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, und der designierte stellvertretende Ärztliche Direktor, Privatdozent Dr. Heiko Schotte, einig. Das praktische Jahr findet nach Bestehen des zweiten Abschnitts der ärztlichen Prüfung statt.

(Pressemitteilung der Niels-Stensen-Kliniken)

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