Allgemeine Informationen

Darmkrebs ist eine schwere Erkrankung, an der in Deutschland jährlich 60.000 Menschen erkranken. Damit zählt Darmkrebs bei Männern und Frauen zu den drei häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland.

Wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben und sicher fühlen. In der Tumortherapie vertreten wir einen ganzheitlich-medizinisch-therapeutischen Ansatz.

In unserem Darmkrebszentrum am Franziskus-Hospital Harderberg arbeiten Spezialisten aller beteiligten Bereiche eng zusammen, um Ihnen die optimale Behandlung zu bieten. Unser Darmkrebszentrum bildet ein kompetentes, fachübergreifendes Netzwerk. Wir haben mit unseren Kooperationspartnern klare und verbindliche Absprachen und Vereinbarungen getroffen, die Ihrer persönlichen Behandlung und Betreuung zugute kommen und mit denen wir Ihre Erkrankung zeitlich aufeinander abgestimmt behandeln können.

Auf unserer Homepage halten wir für Sie hilfreiche Informationen bereit, beispielsweise über Untersuchungen und Behandlungen, unsere Partner und ihre Angebote. 

Zur Erkrankung

Dickdarmkrebs entwickelt sich meistens aus gutartigen Geschwulsten des Darmes, den sogenannten Polypen. Ist der Dickdarm betroffen, spricht man vom Kolonkarzinom. Bei Erkrankung des Enddarmes handelt es sich um ein Rektumkarzinom.

In den Industrieländern ist ein altersabhängiger Anstieg der Darmkrebshäufigkeit zu beobachten. Vor dem 40. Lebensjahr tritt Dickdarmkrebs selten auf, danach findet sich ein deutlicher Anstieg mit einer Häufigkeit von ca. 300 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern und Jahr. Bezogen auf Deutschland treten pro Jahr etwa 60.000 Neuerkrankungen auf. Damit ist das kolorektale Karzinom die häufigste Krebserkrankung in den Ländern der westlichen Welt.

Als Risikofaktoren gelten hochkalorische, fett- und fleischreiche Ernährunng sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

In selten Fällen sind Dickdarmtumoren erblich bedingt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes.

Zur Diagnostik

Durch Vorsorgeuntersuchungen können Krebsvorstufen (Polypen) oder frühe Krebsstadien erkannt und einer Behandlung zugeführt werden.

Bei beschwerdefreien Patienten empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten eine Vorsorge-Darmspiegelung (sog. Coloskopie) ab dem 50., spätestens ab dem 55. Lebensjahr. Diese sollte alle 10 Jahre wiederholt werden.

Durch die Coloskopie können Polypen entfernt oder Proben entnommen werden.

Bei Verdacht auf einen Enddarmtumor wird eine Enddarmspiegelung mit einem starren Endoskop (sog. Rektoskopie) sowie eine Ultraschalluntersuchung des Enddarmes durchgeführt.

Sollte eine bösartige Dickdarmerkrankung festgestellt worden sein, werden zur weiteren Therapieplanung noch ergänzende Untersuchungen durchgeführt. Dazu zählen die Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane, die Computertomographie und in Einzelfällen die Kernspintomographie sowie PET/CT.

Die ausführlich durchgeführte Diagnostik dient dazu, dem Patienten eine individuelle, bestmögliche Therapie anbieten zu können. Das Therapiekonzept wird in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Disziplinen der Tumorkonferenz erstellt.

Zur Therapie

Die Behandlung von Dickdarm- und Enddarmtumoren wird unterschiedlich durchgeführt:

In der Regel werden bösartige Dickdarmerkrankungen operativ behandelt.  Im Rahmen der Operation wird der betroffene Darmabschnitt mit seinen Lymphabflussgebieten entfernt und die Darmkontinuität durch eine Darmnaht wiederhergestellt. Das entfernte Präparat wird von einem Pathologen mikroskopisch untersucht.

Anhand des Untersuchungsergebnisses und der im Vorfeld durchgeführten Untersuchungen wird  geprüft, ob eine anschließende, ergänzende Chemotherapie oder beim Enddarmkrebs auch Strahlentherpie hilfreich sein wird.

Beim Enddarmkrebs werden in einigen Fällen vor einer Operation zunächst eine Chemotherapie und Strahlentherapie zur Verkleinerung des Tumors durchgeführt. Erst dann schließt sich die Operation an. Bei sehr tief liegenden Enddarmtumoren kann es sein, dass die Darmnaht durch einen vorübergehenden künstlichen Darmausgang geschützt werden muss, der in der Regel nach 3 Monaten zurückverlegt wird. In seltenen Fällen kommt es zu einem Einwachsen des Enddarmtumors in den Schließmuskel. Hier muss, um den Tumor radikal entfernen zu können, der Schließmuskel entfernt werden, was eine Darmnaht unmöglich macht. In diesem Falle wird ein bleibender künstlicher Darmausgang angelegt.

Wenn bei Erstdiagnose schon Absiedlungen in anderen Organen zu finden sind (Metastasen), wird zunächst geprüft ob diese operativ entfernt werden können. Wenn dies nicht möglich kann der Darmkrebs und auch die Metastasen mit einer Chemotherapie behandelt werden. Diese wird dann mit einer ziel-gerichteten modernen Antikörpertherapie kombiniert.

Zur Nachbehandlung

Sollte nach der Operation keine Weiterbehandlung notwendig sein, erfolgt die langfristige Tumornachsorge durch den Hausarzt. Vor der Entlassung wird dem Patienten ein Nachsorgepass mitgegeben, in dem alle Untersuchungsergebnisse dokumentiert und die Untersuchungstermine vorgemerkt werden. So sind in der Regel eine regelmäßige körperliche Untersuchung, Ultraschalluntersuchungen der Leber sowie Blutuntersuchungen und Dickdarmspiegelungen empfohlen.

Sollte eine unterstützende Chemotherapie notwendig sein, werden durch uns alle weiteren Termine geplant. Auch nach der Entlassung stehen wir in engem Kontakt mit unseren Kooperationspartnern. Therapieänderungen oder –planungen werden in unserer wöchentlichen inderdisziplinären Tumorkonferenz diskutiert und festgelegt.

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