Prof. Dr. Müssig als Experte im TV

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Sendung zum Thema Diabetes-Warnhunde wird am 2. Juli erstmals ausgestrahlt

Prof. Dr. Karsten Müssig, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken, wird am Donnerstag, 2. Juli, um 22 Uhr im SWR-Fernsehen zu sehen sein. Weitere Ausstrahlungen in anderen Sendern und in der ARD-Mediathek folgen.

Der Chefarzt wurde als Diabetes-Experte von dem Sender zu diesem Thema angefragt. Konkret geht es um die Beurteilung der Frage „Was kann ein Diabetes-Warnhund?“. Prof. Dr. Müssig setzt sich in der Sendereihe odysso „Zucker im Blut – Die unterschätzte Diabetesgefahr“ kritisch mit diesem Thema auseinander.

„Ich habe mich gerne bereit erklärt, mit meiner Einschätzung zu helfen, da das Thema viele Menschen betrifft“, so der Chefarzt.

Prof. Dr. Müssig beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Assistenzhunde für Menschen mit Diabetes. „Aktuelle Studien zeigen, dass ausgebildete Hunde Über- oder Unterzuckerungen nicht so zuverlässig melden wie Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung“, gibt er zu bedenken. Und auch die Hunde seien nicht einheitlich in der „Alarmierung“. Einige Hunde meldeten 90 Prozent der Hypo- und Hyperglykämien, andere lediglich 30 Prozent. Sich nur auf einen Warnhund zu verlassen, sei daher nicht ratsam.

Auch sei bisher unklar, wie Hunde die Über- oder Unterzuckerungen registrierten: Es gebe zwei Annahmen: Zum einen könnte es sein, dass die Tiere es am Verhalten bemerkten, zum Beispiel weil das Herrchen fahrig werde. Zum anderen, dass sich die Zusammensetzung der Atemluft verändere. Momentan wird laut Prof. Dr. Müssig in Studien die Atemluft von Menschen mit Diabetes bei Über- und Unterzuckerung analysiert. „Das Wissen könnte dann genutzt werden, um neue Messsysteme zu entwickeln.“

Unabhängig davon können Hunde Menschen mit Diabetes helfen: Denn sie brächten ihnen viele gesundheitsfördernde Effekte: Hundebesitzer bewegen sich mehr, haben mehr soziale Kontakte und seltener eine Depression.

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