Neu aufgestellt im Kampf gegen Blutkrebs

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Franziskus-Hospital erweitert Hämatologie um die Blutstammzelltransplantation – Neuer Leitender Oberarzt verstärkt das Team – Transplantationsambulanz

Das Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken erweitert sein Angebot der intensiven Behandlung aggressiver Blutkrebserkrankungen um die Hochdosischemotherapie mit Transplantation patienteneigener Blutstammzellen. Als neuer Leitender Oberarzt für diesen Bereich ist jetzt Dr. Rudolf Peceny zum Harderberg gekommen und verstärkt das Team der Klinik für Onkologie und Hämatologie. „Die Therapie ist sehr aufwändig und erfordert eine hohe Spezialisierung innerhalb der Onkologie“, so Ärztliche Direktorin Dr. Petra Hoffknecht bei der Begrüßung von Dr. Peceny.

Bei der Blutstammzelltransplantation werden Blutkrebspatienten gesunde eigene oder fremde Knochenmark- oder Blutstammzellen übertragen. Das ist oft die einzige Chance für die betroffenen Patienten, geheilt zu werden oder zumindest das Leben ohne Tumoraktivität erheblich zu verlängern.

Dr. Peceny, der seit vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet ist, lernte 1996 die Blutstammzelltransplantation einschließlich vorhergehender Transplantatherstellung am Arkansas Cancer Research Center in den USA. Anschließend baute er am Klinikum Krefeld eine autologe Transplantationseinheit auf und wechselte von 1999 bis 2005 an die Klinik für Knochenmarktransplantation des Universitätsklinikums Essen. Seit Herbst 2005 transplantiert er in Osnabrück und war zuletzt am Klinikum tätig.

Die Stammzellen werden den Patienten in Kooperation mit dem DRK-Blutspendedienst NSTOB im Franziskus-Hospital entnommen, in flüssigem Stickstoff gefroren aufbewahrt und ihnen nach der Hochdosischemotherapie zurückgegeben. Dadurch kann sichergestellt werden, dass sich innerhalb von etwa zehn Tagen nach Transplantation die Blutbildung rasch erholt.

Eine enge Kooperation besteht mit der Medizinischen Klinik A des Universitätsklinikums Münster und insbesondere auch dem dortigen Knochenmarktransplantationszentrum. Patienten, die fremde Spenderzellen erhalten müssen, werden dort transplantiert und können dann durch die Transplantationsambulanz der Niels-Stensen-Kliniken mit Dr. Peceny oder am Franziskus-Hospital weiterbehandelt werden. Da sich das fremde Immunsystem zunächst mit dem Patientenkörper auseinandersetzt und eine hohe Infektanfälligkeit vorliegt, ist in den ersten Monaten eine engmaschige Nachbetreuung notwendig. Dies und die weitere Nachsorge können in der Transplantationsambulanz erfolgen.

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