25.11.2014: Kursfahrt nach Heidelberg

Am 10.11.2014 haben wir uns auf den Weg nach Heidelberg gemacht. Um Heidelberg besser kennenzulernen, haben wir die Kursfahrt zunächst mit einer Stadtführung am Montagabend eingeläutet. Bei dieser haben wir mehr über die Geschichte Heidelbergs und einzelner Gebäude erfahren.

 

 


Am Dienstagmorgen haben wir dann die chirurgische Klinik des Universitäts- Krankenhaus Heidelbergs besucht, dort haben wir uns einen Vortrag über Lebertransplantation angehört. Bei dem Vortrag wurde uns der OP Ablauf einer Transplantation erklärt, wie der Aufbau des Instrumententisches aussieht und die Vorbereitung des Saals. Darüber hinaus haben wir erfahren, dass Patienten lange auf ein Organ warten müssen und im Vergleich zu anderen Europäischen Ländern in Deutschland die Erfolgsaussichten, dass der Patient mit dem neuen Organ überlebt, geringer sind.

Dies wurde damit begründet, dass in Deutschland ein Patient meist erst ein neues Organ bekommt, wenn dessen gesundheitlicher Zustand schon sehr schlecht ist. Dies wurde auch, durch die OP-Leitung, kritisch angemerkt. Man hofft, dass es bald eine Änderung gibt, damit auch Organe an Patienten vergeben werden, die eine bessere Chance haben mit dem neuen Organ zu überleben. Im Universitäts- Krankenhaus in Heidelberg werden auch Nieren- und Herztransplantationen durchgeführt, die Zahl der Organtransplantationen ist jedoch durch den Organspendeskandal drastisch gesunken.

Nach dem Vortrag durften wir den OP besichtigen. Die chirurgische Klinik besitzt 16 OP Säle, nach einem kurzen Rundgang durften wir in kleinen Gruppen bei verschiedenen OPs zugucken. Einige von uns durften sich auch mit Einwaschen.

Nach der Besichtigung der chirurgischen Klinik besuchten wir im Anschluss das Heidelberger Schloss.

Eine weitere Attraktivität unserer Kursfahrt war der Besuch des Pathologischen Instituts am Mittwochmorgen, dort haben wir uns zuerst einen Vortrag darüber angehört, was in der Pathologie genau gemacht wird. Wir haben  erfahren, wie eine Obduktion abläuft. Dabei wurden uns z.B. die Schnittführungen verdeutlicht sowie die Organentnahmen und einzelnen Untersuchungen der Organe. Nach Beendigung einer Obduktion, werden alle Organe wieder in den Körper eingebracht, die Angehörigen können später nichts von der Obduktion sehen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Pathologie besteht in der Untersuchung von Histologien die wir z. B. im OP entnehmen. Es war erstaunlich zu sehen, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, um das Präparat zu untersuchen.

Zum Schluss haben wir uns eine Ausstellung von medizinischen Präparaten angeschaut.

Am nächsten Tag ging es dann morgens mit dem Zug zurück nach Hause. Dabei war die Zugfahrt entlang des Neckars auf der Hin- und Rückreise ein weiteres Highlight. (Bastian Brundiers OTA 04.13-16)

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