02.12.2013: Wenn Schüler Schüler anleiten...

Als wir uns die Stundenpläne für den Novemberblock ansahen und dort „Schüler leiten Schüler an“ lasen, fingen wir erst einmal an zu grübeln. Was soll das sein?

Zu Beginn des Blocks wurden wir dann aufgeklärt. Wir, der OTA-Kurs 11-14, sollten Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeschülern des Kurses EK April 13 verschiedene Themen näher bringen. Die Skepsis war erst einmal groß und Fragen wie „wie macht man so etwas?“ und „können wir das überhaupt?“ machten sich breit. Schließlich sind wir selber noch Schüler, werden wir als Anleiter akzeptiert?

Der einfachste Teil des Projekts bestand darin vier Gruppen à 5-6 Schülern mit den Themen Umgang mit Sterilgut, Entfernung von Haut- und Klammernähten, Übergabe/ Entgegennahme des Patienten an der Patientenschleuse und Ziehen von Redondrainagen unter sterilen Bedingungen zu bilden und dann ging die Arbeit erst richtig los. Unsere Aufgabe war ein Unterrichtsskript entsprechend einer kleinen Facharbeit zu erarbeiten und das gewählte Thema an einem Projekttag den Schülern des Kurses EK April 13 vorzustellen. Wir hatten die Themen ja alle schon im Unterricht  behandelt, wir merkten aber bald, dass es etwas ganz anderes ist, sie so aufzuarbeiten, dass man andere Schüler, denen diese Themen völlig unbekannt sind, darin zu unterrichten. Zum Glück hatten wir Unterstützung von Helena Sperlich, Annette Beckmann und Petra Jürgens, die uns sowohl inhaltlich, wie auch im Aufbau der Unterrichtseinheit, jederzeit unterstützend zur Seite standen.

Am 26. November 2013 wurde es dann ernst. Der Projekttag war so gegliedert, dass wir viermal eine Kleingruppe von 6-7 Schülern unterrichteten. Zunächst war die Nervosität groß und 50min wirkten sehr lang, so dass die Frage aufkam „bekommen wir die Zeit überhaupt voll?“. Entgegen aller Befürchtungen verging die Zeit wie im Flug, die Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeschüler arbeiteten mit und akzeptierten uns als Anleiter und es machte sogar Spaß.

Im Nachhinein würde ich so einen Tag jedem empfehlen, da es einen um eine Erfahrung reicher macht. Es bereitet einen darauf vor, wie man im späteren Berufsleben Schülern und Praktikanten begegnen könnte. Man macht sich Gedanken über die Situation des Schülers und kann darauf eingehen und somit besser anleiten.

Die positive Rückmeldung der Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeschüler machte es für uns zu einem noch gelungenerem Tag. (Sabine Bambynek  OTA 11-14 Grün)

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