21.05.2014: Präparieren von Schweinenieren im Kurs E Oktober 2012

„Modelle und Modellbildungen sind für das Erklären und Verstehen von Sachverhalten und Zusammenhängen sowohl bei der Erkenntnisgewinnung [...] als auch in der Erkenntnisvermittlung [...] unverzichtbar. Ebenso wichtig und unverzichtbar ist jedoch die originale Realität“ (Graf 2004: 191).

Die Präparation einer Schweineniere stand als Wunsch am Ende der Unterrichtseinheit Nephrologie im Kurs E Oktober 2012 an.

Eine Schweineniere entspricht in ihrer Größe und Form der eines Menschen. Deswegen eignet sie sich besonders gut als Anschauungsobjekt für die menschliche Niere.


In kleinen Gruppen präparierten die Schülerinnen und Schüler eine Schweineniere. Nach der äußerlichen Begutachtung wurde die Nieren mittels eines Skalpells bzw. scharfem Messer eröffnet.

Nachdem man sich an den „besonderen, aufsteigenden“  Geruch gewöhnt hatte, ließen sich die einzelnen Bereiche im Niereninnern klar differenzieren.

In einigen Präparaten war es sogar möglich am Nierenhilus über den Ureter einen Katheter bis in das Nierenbecken vorzuschieben.


Mittels einer anatomischen Abbildung als Kopie vorliegend konnten die einzelnen Abschnitte benannt werden.

Die Nierenkapsel als äußerer Abschluss der Niere. Hieran schließt sich die Nierenrinde, in der sich die Nierenkörperchen (Nephrone) befinden an. Diese sind als rote Pünktchen sogar makroskopisch erkennbar. Als nächster Abschnitt erscheint das Nierenmark, dort verlaufen Teilbereiche des Tubulusapparates. Der Endharn gelangt durch die Sammelrohre in das Nierenbecken. Über den Harnleiter wird der Urin zur Blase transportiert. An der Nierenpforte (Nierenhilus) treten, neben dem Harnleiter, die Nierenarterie und die Nierenvene in die Niere ein bzw. aus. Die beiden zuletzt genannten Gefäße waren an den Präparaten nicht immer gut erkennbar.

Fazit des Kurses E Oktober 2012 nach der Präparation: „Die anschauliche anatomische Darstellung und der Aufbau der Nieren bleibt nun noch besser in Erinnerung!“ (Annelie Lamkemeyer)

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