25.11.2015: Tracheotomie-Kongress im Bildungszentrum St. Hildegard

Erstmals fand ein Kongress „rund um’s Thema Tracheotomie“ im Bildungszentrum St. Hildegard statt. Die Organisatoren (Eva Mortka, Christoph Schiermeier und Ansgar Rotert) konnten Kolleginnen und Kollegen u.a. aus Stadland, Apen und Nordhorn begrüßen. Sie alle hatten sich auf den Weg nach Osnabrück gemacht.

Die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Berufsgruppen: Pflege, Medizin, Logopädie und Produktspezialisten konnten sich von ausgewiesenen Experten zu diesem besonderen Thema fortbilden.

Vorgestellt wurden die unterschiedlichen Methoden zur Anlage eines Tracheostomas. Prof. Sommer (Chefarzt, MHO) stellte aus Sicht des HNO-Arztes u.a. die besondere Indikation und Durchführung der chirurgisch angelegten bzw. der sog. epithelialisierten Tracheotomie, vor.

Dass es sich nicht um einen „einfachen Schnitt im Halsbereich“ handelt, darüber hat Dr. E. Nicken (OA Gastroenterologie, Intensivmediziner, MHO) sehr anschaulich referiert. Ihm gelang es, die vielfältigen Methoden der „Percutan Dilatativen Tracheotomien“ (PDT) verständlich zu machen. Die PDT hat sich zur einer bevorzugten Methode auf den Intensivstationen entwickelt. Er konnte darüber hinaus deutlich machen, dass die sog. „frühe Tracheotomie“ nicht immer das beste Ergebnis bringt.

Im zweiten Teil des Kongresses standen die besonderen pflegerischen Konsequenzen im Vordergrund. Chr. Schiermeier (Fresenius Kabi), V. Senft und E. Mortka (TRACOE medical) konnten den Teilnehmern in Theorie und praktischen Übungen an den „Dummy’s“ die Besonderheiten der Tracheotomiepflege sowie des Trachealkanülenwechsels näher und erfahrbarer machen und so für mehr Sicherheit im Umgang mit dem tracheotomierten Bewohner bzw. Patienten sorgen. Im Fazit kann von einer gelungenen Veranstaltung berichtet werden, welche die unterschiedlichen Berufsgruppen zu einem speziellen Thema fachlich und persönlich zueinander in den Dialog gebracht hat! (Text und Foto’s: Ansgar Rotert)

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