15.04.2015: „Jugendliche in der Erstversorgung bewusstloser Personen anleiten!“

Unter diesem Motto vermittelten am 24.03.2015 zwölf Studierende des Studienganges „Pflege Dual“ am Bildungszentrum St. Hildegard dem neunten Jahrgang der Domschule Osnabrück (ca. 160 SchülerInnen) einen Vormittag lang die Wiederbelebung.

Umfangreiche fachliche Kenntnisse erhielten die Studenten im Vorfeld zunächst durch Fachkrankenpfleger und Lehrkraft Marc Stolle, bevor die „Grundregeln“ der sogenannten Laienreanimation an die Schüler der Domschule weitergegeben wurden. „Mittlerweile sind die Empfehlungen für Laien auf nur drei Schlagwörter abgespeckt worden: (Atmung) Prüfen – (Hilfe) Rufen – (auf den Brustkorb) Drücken“, so Stolle im Modul „Pflege von Menschen mit Herzerkrankungen“ am Bildungszentrum. „Die sogenannten erweiterten Reanimationsmaßnahmen, dazu zählt mittlerweile auch die Mund-zu-Mund-Beatmung, sollten nur von fachlich geschulten bzw. erfahrenen Ersthelfern durchgeführt werden. Viele schrecken vor der Wiederbelebung zurück, weil der Ekelfaktor während der Atemspende sehr hoch sein kann. Daher gilt: Eine Beatmung ist kein Muss, eine Herzdruckmassage sehr wohl!“

Marc Stolle führte die Schüler der Domschule morgens kurz in die Thematik „Laienreanimation“ ein, bevor anschließend in Kleingruppen unter studentischer Aufsicht an mitgebrachten Puppen geübt wurde.

Dabei sollte jeder Schüler die Möglichkeit bekommen, einmal zu reanimieren. „Im Durchschnitt benötigen Rettungswagen und Notarzt rund sieben bis neun Minuten nach dem Anruf, bis sie am Einsatzort eintreffen. Diese Zeit gilt es zu überbrücken, denn mit jeder Minute, in der keine Wiederbelebung stattfindet, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Bewusstlosen um zehn Prozent!“, schärfte Stolle den Schülern die Notwendigkeit ihres Handelns ein. Wie lange sich alleine schon fünf Minuten ununterbrochenes Drücken auf den Brustkorb der Puppe anfühlen können, erlebten die Schüler selbst. Als „schweißtreibend“ und „ganz schön anstrengend“ wurde der letzte Schultag vor den Ferien beschrieben.

Auch Erfahrungen im Umgang mit solch unerwarteten Notfällen wurden ausgetauscht. „Ihr müsst wissen, dass jeder von euch in eine vergleichbare Situation kommen kann, das kann im Unterricht hier in der Schule sein, beim Sport oder bei einem Besuch bei den Großeltern! Wichtig ist, schnell zu handeln: Prüfen – Rufen – Drücken!“, so Stolle bei der Abschlussreflexion.

geschrieben von:

- Tim Alexander Eichmeyer

- Steffan Bruns (BSc Kurs Oktober 2013)

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