Zehn Jahre Handchirurgie im Marienhospital Ankum-Bersenbrück

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

Wichtiges Standbein des MHA

Ankum. Die Handchirurgie in den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Ankum-Bersenbrück (MHA) hat sich in zehn Jahren zu einem wichtigen Standbein des Krankenhauses entwickelt. Das zehnjährige Bestehen war Anlass für den Handchirurgen Dr. Christoph Bartsch und Geschäftsführer Ralf Brinkmann einen Rückblick auf die erfolgreiche Entwicklung zu geben.

 

„Für das Krankenhaus war die damalige Entscheidung, uns gezielt mit einem Spezialisten für Unfall- und insbesondere Handchirurgie zu verstärken, gut und wichtig“  so Brinkmann: „Kleine Krankenhäuser müssen heutzutage neben einer breiten Grundversorgung spezielle Angebote vorhalten um auch auf Dauer bestehen zu können.“ 

 

Dr. Bartsch operiert im Jahr inzwischen rund 1000 Patienten an der Hand. Da er in weitem Umkreis der einzige spezialisierte Handchirurg ist, ist das Krankenhaus inzwischen Anlaufstelle für viele Patienten auch außerhalb des Nordkreises.  Behandelt werden sowohl akute wie auch chronische Krankheiten im Bereich der Hand.  „Allein bei etwa einem Viertel aller Arbeitsunfälle ist die Hand betroffen“, berichtet  Dr. Bartsch, „daher machen Unfälle und Unfallfolgen einen wesentlichen Teil der täglichen Operationen aus". Neben Knochenbrüchen, Sehnen- und Nervenverletzungen bis hin zu abgetrennten Fingern gehören aber auch Gelenkarthrosen, Nerveneinklemmungen oder Sehnenscheidenprobleme zum Behandlungsspektrum.

 

„Die Herausforderung in der Handchirurgie liegt in den vielen kleinen und trotzdem sehr wichtigen anatomischen Strukturen auf sehr engen Raum", so Dr. Bartsch: "Dies war für mich der Reiz, mich auf diesem Gebiet zu spezialisieren." Viele Eingriffe müssten mit starken Lupen oder gar unter dem Mikroskop durchgeführt werden, da zum Beispiel die feinen Strukturen der Nerven und erst recht die Fäden zum Nähen mit dem bloßen Auge nicht einmal zu sehen seien. Bei diesen Größenordnungen verstehe es sich, "dass neben einer sehr ruhigen Hand auch ein hohes Maß an Konzentration und Geduld für einen Handchirurgen die Grundvoraussetzung sind".

 

Die technischen Möglichkeiten in der Handchirurgie haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. So sind bei Knochenbrüchen moderne Platten und Schrauben inzwischen handchirurgischer Standard oder auch bei einer Arthrose können inzwischen künstliche Gelenke eingesetzt werden, ähnlich wie von Hüfte und Knie bekannt – nur wesentlich kleiner.  Der Daumen ist laut Dr. Bartsch am häufigsten betroffen. „Es gibt keinen Handgriff ohne Daumen, wenn aber jeder Griff schmerzhaft ist, schränkt das den Patienten erheblich ein“, so der Mediziner. Sechs bis acht Wochen nach dem Einsatz einer solchen Endoprothese sei ein Daumen dann wieder schmerzfrei funktionstüchtig. 

 

Die meisten Eingriffe nimmt Dr. Bartsch ambulant vor, so dass die Patienten nach zwei bis drei Stunden wieder nach Haus gehen können. Das gilt zum Beispiel für das Karpaltunnelsyndrom oder Operationen an den Sehnenscheiden. Größere Eingriffe erfordern einen stationären Aufenthalt, der aber meistens nach zwei bis drei Tagen schon wieder beendet werden kann.

 

"Wir hoffen, dass sich die positive Entwicklung weiter fortsetzt", so Geschäftsführer Ralf Brinkmann. 

 

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