„Wir werden viele neue Erfahrungen mit nach Twer nehmen“

MHO - Marienhospital Osnabrück

Mediziner aus Osnabrücks Partnerstadt waren in der Gesundheitsregion zu Gast

 

 

Osnabrück. Vier Mediziner aus der russischen Partnerstadt Twer auf Osnabrück-Besuch: Eine Woche lang waren sie Gäste von vier Chefärzten der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück.

Auf dem einwöchigen Programm stand nicht nur der kollegiale Austausch im Marienhospital Osnabrück, auch Besuche im Lungenzentrum der Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln sowie in anderen Krankenhäusern der Region gehörten dazu.

Chefarzt Prof. Dr. Christoph Nies, Ärztlicher Direktor des Marienhospitals, freute sich, Prof. Dr. Dr. Valentin D. Panteleev, Prof. Evgeniy M. Mokhov, Viacheslav Evseev und Nikolay Zaminiy die Gesundheitsregion Osnabrück präsentieren zu können. „Wir pflegen mit den russischen Kollegen einen engen medizinischen Austausch“, so der Chefarzt. Der aktuelle Besuch habe sich verstärkt mit dem Thema Onkologie beschäftigt.

Dabei wurden nahezu alle Fachrichtungen besucht. „Unsere Gäste konnten unsere Arbeit hier genau kennenlernen“, erklärte Prof. Dr. Greiner, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Marienhospitals. Sie hätten sich hier über innovative Methoden in der Neurochirurgie, Allgemein- und Visceralchirurgie, Thorax-Chirurgie, HNO-Chirurgie und Gynäkologie austauschen können.

Die Qualität der chirurgischen  Arbeit sei in Osnabrück sehr gut, lobte Prof. Dr. Dr. Valentin D. Panteleev von der Universität Twer. Besonders begeistert sei er von den schwierigen Thorax-Operationen im Lungenzentrum des Krankenhauses St. Raphael Ostercappeln (Chefarzt Dr. Ludger Hillejan) gewesen.

Panteleev lobte auch die gute Organisation und technische Ausstattung der Operationssäle. „Von dem, was wir hier gesehen haben, werden wir viel mit nach Twer nehmen und versuchen, uns an die hiesigen Standards anzunähern.“ Insgesamt habe sich in den letzten Jahren in Osnabrück medizinisch viel getan. Das neue Christliche Kinderhospital Osnabrück, das gerade neben dem MHO entsteht, sei ein gutes Beispiel für die fortschrittliche medizinische Arbeit in Osnabrück.

„Das Wohl des Patienten liegt am Operateur und an der OP“, so Prof. Evgeniy M. Mokhov: „Wir haben in Twer auch viele technisch sehr fähige Chirurgen.“ Von einer Ausstattung wie im Marienhospital könnten er und seine Kollegen aber nur träumen.

Beide Seiten könnten viel von einander lernen, betonte auch Privatdozent Dr. Konrad Sommer, Chefarzt der HNO-Klinik am MHO. Die Gesundheitssysteme der beiden Partnerstädte seien sehr unterschiedlich organisiert. So werde in Twer allein schon wegen der Größe der Stadt ein Konzept mit spezialisierten Kliniken bevorzugt, während in Osnabrück mehrere Fachgebiete unter einem Dach zu finden seien.

Bereits im Februar dieses Jahres waren der Ärztliche Direktor des Marienhospitals, Chefarzt Prof. Dr. Christoph Nies, mit seinen Chefarzt-Kollegen Prof. Dr. Christoph Greiner, Privatdozent Dr. Konrad Sommer und Dr. Götz Menke nach Twer gereist. Im Rahmen des dortigen Besuches wurden die Kontakte, die schon im Vorfeld durch Visitationen aufgebaut worden waren, intensiviert. Für die Zukunft ist ein weiterer, enger Austausch zwischen den Medizinern der Partnerstädte geplant. Neben den Chefärzten sollen junge Ärzte die Chance bekommen, gegenseitig in den Kliniken zu hospitieren.

Auch jenseits der medizinischen Arbeit konnten die russischen Kollegen die Region näher kennenlernen. So stand neben einer Stadtführung auch ein traditionelles Grünkohlessen auf dem Besuchsprogramm.

 

 

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