Winterliche Witterung und Infektionen sorgen für Ansturm auf Krankenhäuser

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Hochbetrieb in den Niels-Stensen-Kliniken

Osnabrück/Melle/Ostercappeln/Georgsmarienhütte/Ankum. In den Krankenhäusern der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück, Franziskus-Hospital Harderberg, Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln, Christliches Klinikum Melle und Marienhospital Ankum machen sich die winterliche Witterung und die Infektionswelle deutlich bemerkbar.

Die Häuser verzeichnen einen überdurchschnittlichen Zulauf von Patienten, die sich aufgrund von Schnee- und Glatteisunfällen verletzt haben oder an einer Infektion leiden. „Viele Patienten kommen wegen  Erkältungs- und Atemwegserkrankungen, aber auch Magen – Darminfektionen zu uns“, so Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Ärztlicher Direktor des Franziskus-Hospitals Harderberg  und des Krankenhauses St. Raphael Ostercappeln.

Auch die chirurgischen Abteilungen beider Häuser haben gut zu tun. Stürze durch Schnee und Glatteis machten vor allem vielen älteren Menschen zu schaffen. Dr. Edgar Schmiesing, Leitender Oberarzt der Unfallchirurgie Franziskus-Hospital Harderberg, berichtet zudem von zahlreichen Unfällen bei Wintersportlern. Betroffen seien überwiegend Menschen im Alter von 25 bis 45 Jahren, die sich zum Beispiel beim Schlittenfahren Handgelenkbrüche zugezogen haben. Sie seien zum Teil untrainiert und würden sich dadurch schneller verletzen. Dr. Schmiesing rät daher zur Vorsicht beim Wintersport. Knochenbrüche durch glatteisbedingte Stürze kämen vor allem bei älteren Menschen vor. Wenn sie stürzten, sei fast immer ein Bruch die Folge. Der Leitende Oberarzt empfahl älteren Menschen daher vorsichtig zu sein und das Schneeschieben zum Beispiel Jüngeren zu überlassen.

Das Marienhospital Osnabrück verzeichnete laut Pflegedirektor Dieter Torbrügge bereits im Dezember im ambulanten und stationären Bereich die höchste Auslastung „die wir jemals hatten“. Das setze sich nun im Januar fort. Die Zentrale Notfallaufnahme verzeichne täglich bis zu 100 Patienten. Auch über die Feiertage habe die Aufnahme nach seinen Worten einen außerordentlichen Zulauf erlebt. Darunter seien sowohl Patienten mit Verletzungen durch Schnee und Glatteis, als auch Patienten mit Infektionen, Magen-Darm- und Kreislauferkrankungen.

Im Marienhospital Ankum-Bersenbrück liegt die Zahl der Aufnahmen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Unfallchirurgie behandelt hier vielfach sturzbedingte Brüche. Ähnlich sieht es im Christlichen Klinikum Melle aus. Die Unfallchirurgen haben gut zu tun. Es seien viele sturzbedingte Verletzungen bei älteren Menschen zu behandeln, die Abteilung sei gut ausgelastet, so Chefarzt Dr. Guido Hafer. Die Infektionswelle sorgt zudem dafür, dass die Abteilung für Innere Medizin ebenfalls erhöhte Patientenzahlen meldet. Vor allem Atemwegserkrankungen haben zugenommen. „Wir können sicherstellen, dass alle Patienten bei uns sehr gut versorgt werden“, so Chefarzt Dr. Klaus-Peter Spies.

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