Wenn die Schulter schmerzt

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Hochrangige Veranstaltung mit Experten aus ganz Deutschland zum Thema Schultergelenkimplantate

Georgsmarienhütte. Renommierte Wissenschaftler aus dem gesamten Bundesgebiet haben in den Niels-Stensen-Kliniken Franziskus Hospital Harderberg (FHH) an dem Forum Schulterendoprothetik (künstliches Schultergelenk) teilgenommen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Privatdozent Dr. Olaf Rolf, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am FHH, referierten Experten über aktuelle Behandlungsstandards.

 

Schulterschmerzen können das erste Anzeichen für eine Schulterarthrose sein. Jeder dritte Betroffene leidet nach Angaben der Deutschen Arthrosehilfe daran. Diese Schmerzen können unerträglich sein. „In der Vergangenheit und zum Teil auch heute noch wird Zurückhaltung beim Einbau von Schulterendoprothesen geübt“, so Privatdozent Dr. Rolf, der gerade in die Ärzte-Bestenliste der Zeitschrift Focus aufgenommen worden ist. Dies liege unter anderem daran, dass das Schultergelenk wegen seines sehr großen Bewegungsumfangs als besonders „kompliziert“ gelte. Zum Vergleich: Jährlich werden in Deutschland etwa 180.000 künstliche Hüftgelenke und 100.000 Knieprothesen eingesetzt aber nur rund 16.000 künstliche Schultergelenke implantiert.

 

In den letzten zehn Jahren hat die technische und operative Entwicklung in diesem Bereich einen erheblichen Fortschritt zu verzeichnen. Die Zahl der in Deutschland implantierten Schulterendoprothesen hat sich in dieser Zeit verfünffacht.

 

Für die verschiedenen Krankheitsbilder stehen heute eine Vielzahl moderner Implantate zur Verfügung, die Schmerzfreiheit und eine deutlich verbesserte Schulterfunktion versprechen. „Dennoch muss jeder Eingriff entsprechend der individuellen Erkrankung sorgfältig vorbereit und geplant werden, um das bestmögliche Ergebnis für den Patienten zu erzielen“, erklärt Privatdozent Dr. Rolf.

 

Im Rahmen des Forums informierten sich zahlreiche Experten aus dem orthopädisch-chirurgischen Fachgebiet über Krankheitsbilder und moderne Diagnosemethoden, auch bei Schultergelenkfrakturen. Ausführlich wurde zudem die Auswahl des richtigen Implantats thematisiert. Dabei wurden die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten diskutiert.

 

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