Wenn der Roboter-Arm im OP hilft

MHO - Marienhospital Osnabrück

Im Marienhospital Osnabrück Standort Natruper Holz kommt ein computerbasiertes Assistenzsystem zum Einsatz

Ralf Mittelstädt aus Hasbergen hat sich mit Unterstützung eines Roboters operieren lassen. Genauer gesagt: Er bekam mit Hilfe des computerbasierten Assistenzsystems ein künstliches Kniegelenk. Im Marienhospital Osnabrück Standort Natruper Holz der Niels-Stensen-Kliniken ist das möglich. Das Haus ist damit das einzige im Nordwesten, das diese Möglichkeit anbietet. Chefarzt Prof. Dr. Steffen Höll (Klinik für Orthopädie und spezielle orthopädische Chirurgie) sieht darin einige Vorteile.

Das System ermögliche eine exakte Vorplanung und einen äußerst präzisen Eingriff. Der werde natürlich vom Operateur konzipiert und durchgeführt, der Roboter garantiere aber ein Höchstmaß an Genauigkeit: Die Berechnungen des Computers, der über Sensoren navigiert, werden auf das Knie übertragen und bieten zusätzliche Sicherheit beim Operieren: Sollte eine Toleranzgrenze erreicht werden, schlägt der Roboter Alarm. Insgesamt dauere die Knie-OP etwas länger als eine OP ohne Unterstützung, sagt der Chefarzt.

Der 56-jährige Patient, selbständiger Installateur- und Heizungsbaumeister, würde diesen Weg immer wieder gehen, wie er beteuert. Er sei noch am Tag der OP wieder fit gewesen. Notwendig geworden war die OP wegen eines fortschreitenden Gelenkverschleißes mit Arthrose. Als Selbständiger sei es für ihn einfach toll, schon nach kurzer Zeit wieder einsatzfähig zu sein, so Mittelstädt.

Prof. Dr. Höll erläutert, dass die OP mit einem computerbasierten Assistenzsystem nicht für jeden Eingriff sinnvoll sei, aber, da wo sie möglich sei, bedeute sie einen echten Fortschritt.

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