Warum Milchkannen, Einkochtopf und Kürbisse im Krankenhaus zu finden sind

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Neues Projekt für Patienten mit Demenz im Franziskus-Hospital

Eine Milchkanne, ein großer Kürbis, ein Einmachkochtopf mit mehreren gefüllten Einmachgläsern. Das mutet in einem Krankenhaus eher ungewöhnlich an. Diese Dinge sind aber Bestandteil eines neuen Projektes der geriatrischen Frührehabilitation-Stationen im Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken.

„Wir möchten die Patienten mit Demenz abholen, in schönen Erinnerungen schweifen lassen“, sagt Michaela Bücker, die dazu eigens eine Weiterbildung besucht und eine Projektarbeit verfasst hat. Es gebe immer mehr Menschen mit Demenz, „darauf müssen wir uns einstellen“.

Je nach Jahreszeit wechseln diese im Eingangsbereich der Station K6 zunächst aufgebauten Utensilien. Verbunden damit sind auch spezielle Gottesdienste für Patienten mit Demenz, in denen bekannte Lieder angestimmt würden, berichtet Seelsorgerin Claudia Hettlich. Bei einer Erntedankandacht erinnerten sich zum Beispiel Patienten an frühere Erntedankumzüge oder das Erntekronenbinden. Auch Bastelaktionen und Waffelbacken sind unter anderem geplant.

Die Aktionen sind zwar auf Patienten mit Demenz ausgerichtet, aber selbstverständlich dürfen alle anderen ebenfalls teilnehmen.

Die Demenzprojektgruppe besteht aus sechs Mitarbeiterinnen verschiedener Bereiche des Krankenhauses.

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