Wachstum und Zusammenarbeit waren Stichworte für 2010

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Niels-Stensen-Kliniken schließen Haushaltsjahr 2010 solide ab

 

 

 

Osnabrück. Solides Wachstum und eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen des Verbundes – das sind für die Niels-Stensen-Kliniken die Kernbegriffe des Jahres 2010. Zum Abschluss des Wirtschaftsjahres 2010 nahm der Aufsichtsrat des christlichen Krankenhausträgers in der Region Osnabrück die Jahresabschlüsse nun entgegen und billigte sie.

Geschäftsführer Werner Lullmann kann damit auf ein Geschäftsjahr zurückblicken, das von zwei großen Herausforderungen geprägt war: „Wir haben einerseits im Jahr 2010 zwei Krankenhäuser in den Verbund aufgenommen. Das musste, insbesondere im Fall des Bramscher Hauses, eng begleitet werden.“ Andererseits standen die Zeichen zugleich auf Integration und inneres Zusammenwachsen, um die Veränderungen der letzten zwei Jahre so zu gestalten, dass neue Strukturen mit der gelebten Kultur des Verbundes  in Einklang gebracht werden.

Werner Lullmann betont, dass das Wachstum einen Zweck hat: „Wir leisten mit unserer Entwicklung einen erheblichen Beitrag dazu, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region Osnabrück auch weiterhin wohnortnah ein Krankenhaus vorfinden und medizinisch gut versorgt bleiben. Dieses Konzept geht langfristig auf, wenn unsere Häuser nicht nur ein gemeinsames Logo tragen, sondern auch einen gemeinsamen Geist leben. Dazu trägt vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Häusern bei. Die wollen wir ausweiten.“

Dass das Modell der Niels-Stensen-Kliniken auch wirtschaftlich trägt, machen die Bilanzzahlen deutlich: Der Verbund schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 232,9 Millionen Euro und einem Überschuss von 4,18 Millionen Euro, also 1,79 Prozent des Umsatzes, ab.

Auf die Frage, wie der Jahresüberschuss eingesetzt wird, antwortet Lullmann sehr klar: „Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren Bauprojekte mit einem Volumen von insgesamt ungefähr 90 Millionen Euro auf den Weg gebracht oder abgeschlossen. Dies sind Investitionen, für die wir Eigenanteile zu erbringen haben. Bei uns werden die Überschüsse nicht an Gesellschafter oder Manager ausgeschüttet, sondern konsequent ins Unternehmen zurückgeführt. Damit kommt das Geld den Patienten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute.“

Den „gemeinsamen Geist“ der Niels-Stensen-Kliniken weiter zu entwickeln, ist bei zwölf Einrichtungen mit aktuell  rund 4.160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine längerfristige Aufgabe. Einen wichtigen Schritt des Zusammenwachsens markiert die Erarbeitung und Verabschiedung eines  gemeinsamen Leitbildes. Nach einem eineinhalbjährigen Entwicklungsprozess, in dem sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagierten, wurde dieses „Fundament der Zusammenarbeit“ im November 2010 in Kraft gesetzt. Und um sicher zu stellen, dass es nicht bei einer Absichtserklärung bleibt, wurde ein Umsetzungskonzept gleich mit entwickelt. Lullmann: „Wir möchten für unsere Patienten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter transparent machen, dass wir unsere Zusagen einhalten.“ Denn, so Lullmann: „Unsere Aufgabe besteht darin, wirtschaftlich zu agieren, um menschlich, kompetent und christlich für kranke oder pflegebedürftige Menschen zu sorgen zu können.“

Das Wachstum des Verbundes hat sich auch in der Geschäftsführung niedergeschlagen: Seit Mitte 2010 ist Dr. Bernd Runde stellvertretender Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken GmbH. Runde ist bereits seit 2006 Personalchef bei den Niels-Stensen-Kliniken. Mit seiner Berufung markiert der Aufsichtsrat einen entscheidenden Themenbereich: Die Personalentwicklung. Runde sieht dies sehr klar: „Die Schlagworte Ärztemangel und Pflegenotstand bringen die Herausforderung auf den Punkt: Langfristig werden Krankenhäuser nur bestehen, wenn es ihnen gelingt, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und langfristig auch als solcher bewertet zu werden. Der Mitarbeiter von morgen bewirbt sich immer seltener sondern wird umworben.“ Die Niels-Stensen-Kliniken legen daher in diesem Bereich seit längerem einen Schwerpunkt: Egal, ob es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um Gesundheitsförderung oder um attraktive Fort- und Weiterbildungen gehe, so Runde: „Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern signalisieren, dass wir sie wertschätzen.“

Die Niels-Stensen-Kliniken GmbH sind der christliche Krankenhausträger in der Region Osnabrück. Zum Verbund gehören das Bildungszentrum St. Hildegard , das Christliche Klinikum Melle, das Franziskus-Hospital Harderberg, das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln, das Marienhospital Ankum-Bersenbrück, das Marienhospital Osnabrück, die Magdalenen-Klinik Harderberg, die Niels-Stensen-Kliniken Bramsche und weitere Einrichtungen.

Die Niels-Stensen-Kliniken gehören mit aktuell ca. 4.160  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den größten Arbeitgebern in der Region Osnabrück. Jährlich werden in den Einrichtungen des Verbundes ca. 65.000 Patienten stationär und mehr als 237.000 Patienten ambulant behandelt.

Zahlen 2010 / 2009

 

2010

2009

Umsatz

232,91 Mio EUR

195,12 Mio EUR

Überschuß

4,18 Mio EUR

2,58 Mio EUR

Mitarbeiter (Personen)

4.157

3.462

Patienten stationär

64.298

53.641

Patienten ambulant

237.279

169.466

 

 

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